03. August 11
WBS vor Ort: Berlin Süd
Jeder der WBS Standorte hat seine Geschichte und sein Profil, in dem sich die Besonderheiten und wirtschaftlichen Gegebenheiten der Stadt widerspiegeln. Zugleich trägt jeder Standort zur Entwicklung der WBS TRAINING AG bei: Nicht selten wird, was zunächst für die Bedürfnisse vor Ort entwickelt wurde, zum Modell, das andere Standorte bundesweit aufgreifen. So profitieren die Teilnehmer überall von der Erfahrung, der Kompetenz und der Vielfalt des Gesamtunternehmens.
Mit Vernetzung und Kooperation zum Erfolg
Von Barbara Brecht-Hadraschek
Der Süden Berlins zeigt sich wandlungsfähig und facettenreich wie die ganze Hauptstadt: Das quirlige Schöneberg mit seinen alternativen Szenecafés trifft auf das bürgerliche Tempelhof, der urbane Neuköllner Norden mit seinem „Rütlischulen-Image“ auf gediegene Botschaftervillen im beschaulichen Zehlendorf. Heute zählt der Großbezirk Tempelhof-Schöneberg mit seinen über 8.000 Gewerbebetrieben und drei großen Industriegebieten zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten Berlins. Die Arbeitslosenquote ist dort etwas niedriger als in Gesamtberlin. Berlin ist eben „arm, aber sexy“, wie Bürgermeister Klaus Wowereit selbstironisch feststellte. Viele Berliner Erwerbsbiographien sind von zeitweiliger oder längerer Arbeitslosigkeit geprägt. Das macht die Arbeit der WBS TRAINING AG besonders wichtig: Nicht allein an ihrem Standort im Berliner Süden, sondern auch im Norden und in Mitte arbeitet das Weiterbildungsunternehmen daran, Menschen durch Qualifizierung neue Chancen im Erwerbsleben zu eröffnen.
Der WBS Standort Berlin Süd liegt verkehrsgünstig direkt an der U-Bahnlinie 6, die den Norden mit dem Süden Berlins verbindet. Kommt man aus der U-Bahn an der Ullsteinstraße, fällt der Blick gleich auf einen beeindruckenden expressionistischen Backsteinbau. Direkt am Tempelhofer Hafen ließ der Ullstein Verlag Mitte der 20er Jahre sein neues Verlags- und Druckhaus nach den Entwürfen von Eugen Schmohl erbauen: Das Ullsteinhaus, einer der bedeutendsten Industriebauten seiner Zeit strahlt noch heute urbane Modernität aus. Längst sind die Verlage in die Kochstraße gezogen, doch die gute Adresse ist geblieben: Zahlreiche Unternehmen haben sich auf der 80.000 m2 Gewerbefläche angesiedelt – auch die WBS TRAINING AG zog 2001 in die 5. Etage. Zuvor hatte das Unternehmen sieben Jahre in der Ullsteinstraße 89 gearbeitet.
Lernen in freundlicher Atmosphäre
In der luftigen Höhe der 5. Etage erstrecken sich 12 Seminarräume und mehrere Büros und Besprechungszimmer in verschiedene Himmelsrichtungen. Im Norden des Gebäudes schließt sich die Zentrale der WBS TRAINING AG an. Petra Plato, die Standortleiterin, ist von den großzügigen und hellen Seminarräumen angetan. Alles wirkt hell und freundlich. In den Fluren laden Ruhe- und Besprechungsinseln mit farbenfrohen Sitzwürfeln und Korbsesseln zu einem Pausenplausch. Die wunderschönen Kassettenfenster reichen bis zur Decke. Warmes Tageslicht flutet in die modern eingerichteten Seminarräume, die mit Beamer, Computern und teilweise CAD-Monitoren ausgestattet sind und auch für externe Veranstaltungen angemietet werden können.
Zentrale Anlaufstelle für alle Fragen, Wünsche und Sorgen der Teilnehmer/-innen ist das „gläserne“ Empfangszimmer der beiden Organisationsassistentinnen. Heike Schulze grüßt freundlich und erzählt, dass sie bereits seit 1995 mit an Bord ist. Als dienstälteste Mitarbeiterin am Standort ist sie nicht nur die gute Seele in der 5. Etage, sondern mit ihrer Bodenständigkeit auch eine wichtige Stütze für das Team und die Trainerinnen und Trainer.
Nachhaltigkeit bringt Zukunft
Heute ist Klimaschutz nicht nur ökologisches Ziel, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit – und es gilt zukunftsfähige Energiekonzepte zu planen, umzusetzen und zu vertreiben. Auf solchen Personalbedarf ist der Standort eingestellt und bietet im Bildungscenter Technik neben Qualifizierungen im Bereich CAD-Systeme und Automatisierungstechnik zwei Weiterbildungen für regenerative Energien an: Teilnehmer/-innen können sich entweder zu Projektmanagern/-innen für alternative und erneuerbare Energien spezialisieren oder Fachberater/-in für Solarenergie und Wärmepumpen werden. Das Engagement in zukunftsorientierte Weiterbildungen zahlt sich aus: „Wir haben im Bereich Technik eine Vermittlungsquote von 87,9 Prozent “, berichtet Petra Plato stolz.
Praxisnahe Qualifizierung für Pflegeberufe
Große Bedeutung haben auch die Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Pflege. Im Büro von Christina Spieweg, Referentin Berufliche Bildung, hängen einige anatomische Zeichnungen und Schaubilder. Als gelernte Krankenschwester kann sie nachvollziehen, welche besonderen Anforderungen dieser Beruf mit sich bringt: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig qualifiziertes Pflegepersonal ist und wie anstrengend, aber auch bereichernd diese Arbeit sein kann.“ Der Personalbedarf in diesen Berufsfeldern ist enorm und wird, auch aufgrund der demographischen Entwicklung, weiter steigen. Die Berufsaussichten sind also gut. Neben den Schwerpunkten im Bereich Technik und Pflege gibt es ein breit gefächertes Angebot im kaufmännischen Bildungscenter, das den Teilnehmer/-innen zum Beispiel Weiterbildungen im Bereich Buchhaltung, SAP und Büromanagement ermöglicht.
Vernetzung als Weg zum Erfolg
„Zentraler Baustein unseres Erfolges ist sicher unsere Kooperationsstrategie“, meint Petra Plato. „Zum Beispiel tauschen wir uns intensiv mit den anderen Berliner Standorten aus, kooperieren bei Kursangeboten, informieren uns über Projekte und die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt.“ Für Weiterbildungsteilnehmer/-innen ist zum einen die Praxisnähe und Aktualität der WBS Schulungen entscheidend, aber auch die Vielzahl an Vermittlungsaktivitäten. Erfahrene Vermittlungscoaches können von den Teilnehmern mit individuellem Jobcoaching während und nach der Qualifizierung unentgeltlich gebucht werden. Außerdem gibt es regelmäßige Informationen über Stellenangebote, Einzel- und Gruppencoachings sowie Jobmessen und vieles mehr. Das alles unterstützt die Teilnehmer/-innen beim Wiedereinstieg in den Beruf. Petra Plato freut sich: „Hand in Hand mit Arbeitgebern, der Agentur für Arbeit, den Arbeitssuchenden und den Trainern bringen wir den Bedarf auf den Punkt und verhelfen durch unsere Qualifizierungen zu einer Win-Win-Situation“.