21. Juni 11
Bereits zum fünften Mal wertet die WBS TRAINING AG die Stellenmarktdaten des ersten Quartals aus. Die Analyse von über 100.000 Stellenanzeigen von Januar bis März 2011 im direkten Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum zeigt interessante Entwicklungen und Trends der aktuellen Situation im Job-Markt.
Wie gestaltet sich die Angebotssituation auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahr? Welche Qualifikationen sind besonders gefragt? Welche Branchen versprechen die besten Beschäftigungsaussichten? Bestehen regionale Unterschiede? Welche Trends zeichnen sich ab?
Die WBS Stellenmarktanalyse 2011 gibt auf über 50 Seiten Antworten auf diese und viele weitere Fragen. In diesem Jahr werden die ausführlichen Auswertungen der Printmedien-Daten ergänzt mit aktuellen Informationen zum Online-Stellenmarkt.
Für uns als Weiterbildungsanbieter ist die kontinuierliche Beobachtung des Stellenmarktes ein absolutes Muss, um die Qualität unserer Angebote zu sichern. Nur so können wir auf hohem Niveau gewährleisten, dass unsere Qualifizierungen den aktuellen Erfordernissen des Arbeitsmarktes gerecht werden. Denn nur der Arbeitsmarkt selbst kann die Kompetenzen aufzeigen, die Menschen auf ihrem beruflichen Weg vorwärts bringen.
Die digitale Version der Stellenmarktanalyse können Sie hier herunterladen.
Gerne senden wir Ihnen auch die Printausgabe zu. Schicken Sie hierfür einfach eine Mail an info@wbstraining.de.
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Die wichtigsten Entwicklungen hier für Sie zusammengefasst:
Der Aufschwung belebt den Arbeitsmarkt
Die Anzahl der freien Stellen im ersten Quartal ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,55% gestiegen. Im ersten Quartal 2011 waren 105.966 Stellen ausgeschrieben; im Vergleichszeitraum 2010 waren nur 94.154 Printanzeigen erschienen. Auch wenn der Personalbedarf den Stand vor der Krise noch nicht wieder erreicht hat, setzt sich die positive Tendenz fort.
Geforderte Ausbildungen: Konsum- und Serviceberufe so gefragt wie nie
Platz 1: Neuer Spitzenreiter unter den nachgefragten Ausbildungsberufen ist der Bereich Konsum und Service (z. B. Kraftfahrer, Lagerfachkräfte, Gastronomie- und Hotelberufe): Mit einem Zuwachs von über 18% auf 20.191 Offerten platzieren sich Angebote für diese Berufsgruppen vor den kaufmännischen Berufen. Mit 4.090 Jobangeboten im ersten Quartal 2011 am meisten gesucht werden hier Kraftfahrer; insbesondere im Westen Deutschlands mit 20% der ausgeschriebenen Jobs in Konsum- und Serviceberufen. Ebenfalls besonders gefragt sind Kellner und qualifizierte Kräfte aus dem Hotelfach mit 4.022 Angeboten. Die meisten Jobs für gelernte Kellner und Hotelfachkräfte gibt es nach wie vor im Norden, die vergleichsweise wenigsten im Osten. Ein mit 53% beachtlicher Anstieg der Nachfrage auf 1.418 Angebote ist auch bei den Lagerfachkräften zu beobachten. Die meisten Lagerfachkräfte (8% Anteil) werden im Süden Deutschlands gesucht, die wenigsten im Osten (3%).
Platz 2: Doch auch Personen mit einem kaufmännischen Ausbildungshintergrund können wieder auf ein größeres Stellenangebot (plus rund 8%) von 17.394 Angeboten zurückgreifen. Insbesondere Bürokaufleute profitieren von 19% mehr Stellenangeboten. Auch für Buchhalter, Speditions-, IT-, Industrie- sowie Groß- und Einzelhandelskaufleute gibt es wieder mehr Jobs gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Platz 3: War der Sozial- und Gesundheitsbereich während der Krise Jobmotor Nummer eins, so verzeichnet die Nachfrage nach Personal mit medizinischen und sozialen Berufen als einziger Bereich einen Rückgang von minus 10,2%; bleibt aber mit 17.177 Angeboten auf dem dritten Platz weiterhin ein wichtiger Faktor auf dem Arbeitsmarkt. Am häufigsten gesucht werden mit 6.535 Offerten Arzthelfer/-innen (-2,2%); auf sie entfallen in den meisten Regionen 38% der Angebote, im Westen sogar 40%. Auch wenn die Stellenangebote für Krankenhaus- und Pflegeberufe den stärksten Rückgang (fast 27%) zu verzeichnen haben, belegen sie mit 4.281 Anzeigen bei den medizinischen Jobangeboten Platz zwei und machen zwischen 20% im Norden Deutschlands und sogar 30% im Osten Deutschlands aus. Altenpfleger/-innen werden mit 9% am meisten im Norden gesucht, am wenigsten im Westen.
Platz 4: Für Handwerker und Facharbeiter gibt es einen erheblichen Zuwachs um 70,6% auf 14.249 Stellenangebote. Dreher, Schweißer und Fräser sind hier ganz besonders gefragt.
Nach Branchen: Der Handel schreibt bei den privaten Dienstleistern die meisten Stellen aus
Mit 28.473 ausgeschriebenen Stellen steht der öffentliche Dienst weiterhin an der Spitze, trotz eines Rückgangs von 10,2% gegenüber dem Vorjahr, insbesondere im Gesundheitswesen. Auf Platz 2 der Anbieter verzeichnen die privaten Dienstleister einen Zuwachs in fast allen Bereichen, der insgesamt 18,4% ausmacht. Führend ist hier der Handel mit angebotenen 7.919 Jobs (+ 25,3%), gefolgt vom Personalleasing mit 7.878 Jobs; 41,4% Zuwachs haben den Einbruch vom Vorjahr mehr als wettgemacht. An dritter Stelle steht das Gastronomie- und Hotelgewerbe mit einem Anstieg von 10% auf 6.991 Jobs. Die Zahl der Angebote in Verkehr, Transport und Logistik ist um 61,5% angestiegen, in der IT- und Softwarebranche um 47,4% und im Tourismus um 66,4%. Verluste um etwa ein Drittel verzeichnen Finanzmakler und Anlageberater sowie Versicherungen.
Nach Funktionen und Fachbereichen: Aufschwung im Bereich Produktion und Fertigung
Auf Platz 1 mit mehr als 15.000 angebotenen Stellen (+ 44,8%) ist in diesem Jahr der Bereich Produktion und Fertigung. Der vorjährige Spitzenreiter Gesundheit ist mit einem Rückgang von über 18% zweitplatziert (11.517 Angebote), Verkauf und Vertriebsinnendienst haben leicht zugelegt auf 9.225 Angebote.