Arbeitnehmer investieren gerne in ihre Weiterbildung

28.07.2008

Dem Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung der TNS Emnid zufolge stehen deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Investitionen in ihre berufliche Weiterbildung aufgeschlossen gegenüber. Im Auftrag des Personal- und Job Management Unternehmens JOB AG in Fulda wurden 1.000 Berufstätige bundesweit dazu befragt.

Dabei beschränkt sich die Investitionsbereitschaft der Berufstätigen in Deutschland nicht auf den finanziellen Aspekt. Fast die Hälfte aller Befragten (48 Prozent) gab ihre Bereitschaft an, in der Freizeit – am Abend oder an den Wochenenden – etwas für ihre berufliche Weiterbildung tun zu wollen. 15 Prozent würden auch ihren Urlaub dafür einsetzen. Während der Unterschied in der Investitionsbereitschaft zwischen den Geschlechtern gering ausfällt – 47 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer würden ihre Freizeit für Weiterbildungen nutzen – ist der Unterschied zwischen Ost und West signifikanter. Mit 53 Prozent lassen die ostdeutschen Arbeitnehmer/innen die westdeutschen (47 Prozent) deutlich hinter sich zurück. In der altersspezifischen Unterscheidung liegt mit 54 Prozent die höchste Weiterbildungsbereitschaft in der Altersklasse der bis 29-Jährigen, direkt gefolgt von den 40 bis 49-Jährigen (52 Prozent).

Was die finanziellen Investitionen betrifft, so erklären sich 23 Prozent aller Befragten bereit, Geld für Seminare, Workshops und Vorträge zu aufzuwenden, wenn sie dazu einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent vom Arbeitgeber erhalten. 8 Prozent würden alles aus eigenen Mitteln bezahlen und 28 Prozent gaben an, weder Zeit noch Geld für die eigene Weiterbildung investieren zu wollen.

Einen weiteren Investitionsanreiz stellt die Bezuschussung von Staat, Land, Kommune oder Verband dar. Bei einer Kombination aus eigener Investition und staatlichem Zuschuss bekundet immerhin jeder fünfte Arbeitnehmer seine Bereitschaft, in die eigene Weiterbildung zu investieren.

Anders als bei den zeitlichen Investitionen fällt der Ost-West-Unterschied bei der finanziellen Investitionsbereitschaft gering aus. 21 Prozent der berufstätigen Westdeutschen und 23 Prozent der berufstätigen Ostdeutschen erklären sich grundsätzlich zu finanziellen Aufwendungen bereit. Männern liegen bei ihren Investitionen in die berufliche Bildung mit 24 Prozent leicht vor den Frauen (21 Prozent). Im Altersvergleich führt mit 32 Prozent die Gruppe der 30 bis 39-Jährigen.

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