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Qualitätsmanagement einfach erklärt.
Darum sorgt QM am Ende dafür, dass alle zufrieden sind.

Was ist Qualitätsmanagement?

Das Qualitätsmanagement (kurz QM) stellt sicher, dass Qualitätsstandards im Unternehmen eingehalten werden, damit am Ende alle zufrieden sind: die Unternehmer:innen, die Mitarbeitenden und die Kunden. Was genau Qualitätsmanagement im Detail bedeutet, in welchen Branchen es benötigt wird und weshalb QM elementar wichtig in der Arbeitswelt 4.0 ist, haben wir in unserem Ratgeberbeitrag übersichtlich zusammengestellt. Die Lesezeit beträgt ca. 5 Minuten.

Definition von Qualitätsmanagement: Inhaltsübersicht.

Wieso ist Qualitätsmanagement wichtig in der Arbeitswelt 4.0?

Junger Mann prüft mit Vergrößerungsglas ein Printmedium

Die Arbeitswelt 4.0 sorgt dafür, dass immer mehr Prozesse in unserer Arbeitswelt digitalisiert und automatisiert werden. Gleichzeitig beschleunigt sich durch den Einsatz neuer Technologien wie Cloudworking, Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik die Zeit, die ein Produkt von der Entwicklung bis zum tatsächlichen Verkauf im (virtuellen) Regal benötigt. Unternehmen müssen immer schneller und kostengünstiger produzieren, um mit dem Wettbewerb Schritt halten zu können. Gleiches gilt für Unternehmen und Einrichtungen, die Leistungen anbieten, z. B. Krankenhäuser oder Energieversorger. Doch es reicht für Unternehmen nicht aus, nur schnell und agil zu sein. Stimmt die Qualität der Produkte oder Dienstleistungen nicht, dann wenden sich die Kunden von der Marke ab, da via Web und Social Media Produkte und Leistungen jederzeit miteinander verglichen werden können. Das Qualitätsmanagement sorgt dafür, dass ein Unternehmen alle Aspekte des wirtschaftlichen Handelns so gut ausgestaltet, dass Kunden wie Mitarbeitende zufrieden sind. Es ist somit die Grundlage, um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wie genau ist Qualitätsmanagement (QM) definiert?

Qualitätsmanagement ist ein System, das sicherstellt, dass ein Unternehmen die Qualitätsstandards erfüllt, die es sich selbst gesetzt hat. Es umfasst alle Aspekte des Unternehmens, vom Produkt- oder Leistungsdesign, über die Lieferung, bis hin zum Kundendienst. QM zielt darauf ab, die Qualität zu verbessern und gleichzeitig die Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Dabei gibt es international anerkannte Normen, die von Unternehmen eingesetzt werden und Mindestanforderungen bei der Einführung eines standardisierten Qualitätsmanagements festlegen, wie z. B. ISO 9000, ISO 9001, ISO 9004.

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Das Qualitätsmanagementmodell ist abhängig von der Branche.

Das Qualitätsmanagementmodell, für das sich ein Unternehmen entscheidet, sollte sich an seiner Branche orientieren und daran, was es von der Qualitätskontrolle in seiner Organisation erwartet. Eine gute Möglichkeit für Unternehmen, Qualität zu gewährleisten, ist die Einführung eines effektiven Qualitätssystems, das Verfahren, Prozesse, Aufzeichnungen, Dokumentationen und andere Aktivitäten umfasst, die zur Einhaltung von Vorschriften oder Normen externer Organisationen (z. B. ISO) erforderlich sind. Anhand dieser Erklärung wird deutlich, dass Qualitätsmanagement viel mehr umfasst als nur die Qualität eines Produktes oder einer Leistung. Viel eher ist es eine Zusammenstellung von Aufgaben, Zuständigkeiten, Mitteln und Prozessen, um den Unternehmenserfolg zu verbessern.

Gut zu wissen: Im Mittelpunkt des Qualitätsmanagements steht stets die Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit. Alle Maßnahmen zahlen darauf ein.

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In welchen Branchen wird Qualitätsmanagement benötigt?

Grundsätzlich wird Qualitätsmanagement in allen Branchen benötigt, da es in der Arbeitswelt 4.0 immer wichtiger wird, Qualitätsstandards einzuhalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben (siehe Abschnitt > Wieso ist Qualitätsmanagement wichtig?). In einigen Branchen, wie z. B. der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, ist das Qualitätsmanagement gesetzlich vorgeschrieben, da die Produkte strengen Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen müssen. Dies ist ebenso der Fall im Gesundheitswesen (z. B. Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen), wo QM unerlässlich ist.

Kurz und knapp lässt sich also festhalten, dass QM eingesetzt wird:

  • in Wirtschaftsbereichen, in denen es gesetzlich vorgeschrieben ist, wie z. B. in der Automobilindustrie, im Gesundheitsbereich, in der Lebensmittelherstellung, Luft- und Raumfahrt etc.
  • beim Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, die im Falle von Qualitätsmängeln extreme Haftungsrisiken nach sich ziehen.
  • in Unternehmen, deren Kunden nur dann Geschäfte mit ihnen machen, wenn eine Zertifizierung im Bereich Qualitätsmanagement vorliegt.

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Vorteile des Qualitätsmanagements.

Ein sauberes Qualitätsmanagement bringt nicht nur Vorteile für das Unternehmen mit sich, sondern auch für die Mitarbeiter:innen und Kunden. Unter anderem sind dies:

  • Höhere Effizienz und Produktivität.
  • Versorgungssicherheit bei Produkten und Leistungen.
  • Höhere Kundenzufriedenheit und Kundenbindung.
  • Geringere Kosten im Zusammenhang mit Qualitätsproblemen.
  • Größerer Marktanteil und höhere Rentabilität.
  • Verbesserte Arbeitsmoral und Motivation der Mitarbeiter:innen.
  • Größere Arbeitszufriedenheit und Vertrauen in das Unternehmen.
  • Einheitliche Standards und Regelungen im Unternehmen.

 

 

ISO 9001 im Qualitätsmanagement

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47 %

der von der Deutschen Gesellschaft für Qualität befragten Kunden geben an, auf die Sicherheit eines gekauften Produktes zu achten. Qualitätsmanagement gewährleistet die Produktsicherheit.

Quelle: DGQ e.V.| Online-Befragung zum digitalen Wandel, n=623

Was bedeutet Qualitätsmanagement nach ISO 9001?

Das Qualitätsmanagement nach ISO 9001 ist eine international anerkannte Norm (ISO = International Standardization Organisation), das die Mindestanforderungen an ein standardisiertes Qualitätsmanagementsystem (QM-System) festlegt. Auf dieser Grundlage können Organisationen Schritt für Schritt ein QM-System planen und einführen. Die Norm deckt alle Aspekte des Qualitätsmanagements ab und basiert auf den QM-Grundsätzen, die in der Grundlagen-Norm ISO 9000 beschrieben werden:

  • Kundenorientierung
  • Führung
  • Einbeziehung von Personen
  • Prozessorientierter Ansatz
  • Verbesserung
  • faktengestütze Entscheidungsfindung
  • Beziehungsmanagement

 

Gut zu wissen: Die korrekte Form der ISO 9001 lautet DIN EN ISO 9001:2015-11. Dabei zeigt die Abkürzung „EN (European Standards)“ an, dass es sich um einen europäischen Standard handelt, die „9001“ gibt die Norm-Nummer an und „2015-11“ steht für das Ausgabejahr und den Ausgabemonat (aktuellere Versionen der Norm können also jederzeit folgen).

Six Sigma: Keine Karateform, aber den Green Belt gibt es trotzdem.

Die Six-Sigma-Methode ist ein Qualitätsmanagementsystem, das Unternehmen zur Verbesserung der Qualität und zur Kostensenkung einsetzen. Es handelt sich um einen datengesteuerten Ansatz, bei dem Statistiken und Qualitätskontrollinstrumente eingesetzt werden, um Fehler in Produkten oder Dienstleistungen zu erkennen und zu beseitigen. Die Six-Sigma-Methode kann in allen Bereichen des Qualitätsmanagements eingesetzt werden, vom Produktdesign über die Lieferung bis hin zum Kundendienst. Kurzum: Der Einsatz von statistischen und mathematischen Methoden ist also die Besonderheit bei Six Sigma.

Tipp: Mit dem Six Sigma Green Belt können Sie als Projektleiter:in im Unternehmen Verfahrens- und Ablaufprozesse optimal steuern. Den Green Belt erhalten Sie z. B. nach erfolgreichem Abschluss einer Weiterbildung der WBS TRAINING im Bereich Qualitätsmanagement.

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Spannende Weiterbildungen mit Zertifizierung im Bereich QM.

Es gibt viele verschiedene Berufsbereiche im Qualitätsmanagement, von der Qualitätskontrolle über die Qualitätssicherung bis hin zum Qualitätsingenieurwesen. Das Tolle dabei ist, dass Unternehmen insbesondere im Hinblick auf den digitalen Strukturwandel hin zur Arbeitswelt 4.0 umfangreiche Förderungen der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen können, um Mitarbeiter:innen im Bereich Qualitätsmanagement weiterzuentwickeln. Und auch für Arbeitslose und Arbeitssuchende gibt es attraktive Weiterbildungen, die mit einem Bildungsgutschein zu 100 % von der Agentur für Arbeit finanziert werden.

Hinweis: Achten Sie bei Weiterbildungen im Bereich QM auf die Siegel und Zertifizierungen von unabhängigen Prüfdienstleistern wie DEKRA oder REFA. Diese sind ein Leistungsnachweis von anerkannter Stelle und machen sich gut in der Bewerbung.

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Fazit: Qualitätsmanagement ist eine Investition in die Zukunft.

Das Qualitätsmanagement in Unternehmen ist zentral, um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben in der Arbeitswelt 4.0. Dabei ist Qualitätsmanagement mehr als nur eine gute Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Richtig implementiert als Qualitätsmanagementsystem wirkt es durch das gesamte Unternehmen und sorgt dafür, dass alle Prozesse und Verantwortlichen an einem Strang ziehen, um die Kunden und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen.

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