JobReport Technische Berufe

Trends und Entwicklungen auf dem deutschen Stellenmarkt für technische Berufe

WBS JobReport - Die Entscheidungshilfe bei der Qualifizierungswahl

Die WBS TRAINING AG analysiert regelmäßig den Stellenmarkt und veröffentlicht die Ergebnisse in Form von JobReports. Diese geben Interessenten für Weiterbildungen sowie Personal- und Arbeitsberatern umfangreiche Informationen für die Berufswahl. Die JobReports diesen als Entscheidungshilfe bei der Karriereplanung sowie bei der Wahl geeigneter Qualifizierungen und Zertifizierungen.

Mit dem JobReport Technische Berufe informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen und Trends auf dem Jobmarkt sowie über entsprechende Weiterbildungsangebote für Automatisierungstechnik.

Beste Berufsperspektiven in Technischen Berufen mit der richtigen Qualifizierung

Das Feld der Technischen Berufe umfasst vielfältige Berufsbilder und Einsatzgebiete. Es reicht vom Diplom-Ingenieur über den Hausmeister mit Fachkenntnissen im Bereich Erneuerbare Energien bis hin zum Konstrukteur mit Expertise in Geoinformationssystemen. Fachliches Know-how und entsprechende Spezialisierungen sind in allen Technischen Berufen unabdingbar. Über eine Ausbildung oder ein Studium, aber auch eine Weiterbildung können sich angehende und praktizierende Techniker das notwendige Fachwissen für ihr Berufsfeld aneignen. Bedingt durch den rasant fortschreitenden Einsatz der Technik in nahezu allen Lebensbereichen und ihrer schnellen Entwicklung bieten Technische Berufe vielversprechende Zukunftsperspektiven und Karrierechancen. Diese Tendenz wird sich mit dem demografischen Wandel in den kommenden Jahren sogar noch verstärken: Fachkräfte und gut ausgebildete Quereinsteiger werden hier ein breites Angebot an spannenden Jobs und Tätigkeiten finden. Für diesen JobReport haben wir Stellenanzeigen der Technischen Bereiche ausgewertet, für die bei der WBS TRAINING AG bundesweit entsprechende Weiterbildungsangebote und Umschulungen angeboten werden.

Dazu gehören folgende Berufsbilder:

  • SPS-Programmierung (speicherprogrammierbare Steuerung) mit den Anwendungsprogrammen EPLAN, SIMATIC, TIA und WinCC
  • CNC-Programmierung (rechnergestützte numerische Steuerung) mit den Anwendungsprogrammen SINUMERIC, FANUC und HEIDENHAIN
  • Elektroniker Betriebstechnik
  • CAD (Computer-Aided Design), Bau und Architektur, Maschinenbau, Automobilindustrie und Flugzeugbau, Medizin, Metall und Feinwerktechnik, 3D-Druck, Technisches Produktdesign
  • Fachanwender für Geoinformationssysteme
  • Alternative und Erneuerbare Energien (AUEN), Projektmanagement, -entwicklung und -beratung für alle Bereiche alternativer Energien- Energiemanagement für alle Bereiche alternativer Energien
  • Facility Management- Hausmeister und Haustechniker für Energieeffizienz und Energieeinsparung

Die hier untersuchten Berufe zeichnen sich also vor allem durch ihre enge Anbindung an spezielle Technologien, Software- und Anwendungsprogramme aus. So vielfältig die unterschiedlichen Berufe sind, so vielfältig sind auch die damit verbundenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Untersuchte Bereiche
Entwicklung Stellenmarkt
Automatisierungstechnik
Regionale Betrachtung - Automatisierungstechnik
CAD
Regionale Betrachtung - CAD
Geoinformationssysteme
Regionale Betrachtung - Geoinformationssysteme
Energie und Umwelt
Regionale Betrachtung - Energie und Umwelt

Untersuchte Bereiche

Automatisierung, Digitalisierung und Energiewendebrauchen viele technische Fachkräfte

Industrie, Handwerk und der Dienstleistungssektor in Deutschland stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Ursachen dafür sind ebenso vielfältig wie prägend. Die fortschreitende Digitalisierung verändert Wirtschaft, Arbeit und Freizeit in nicht absehbarer Weise und tiefgreifend. Neue Geschäftsmodelle, neue Wertschöpfungsketten und neue Dienstleistungsangebote entstehen, altbekannte Wirtschaftszweige verschwinden oder verlieren an Bedeutung.

Die Produktion von Maschinen, Fahrzeugen und anderen Geräten wird immer weiter automatisiert und erfordert zunehmend digitale Programmier- und Konstruktionsabläufe.

Energiewende und Klimawandel fordern neue Konzepte und Verfahren der alternativen Energiegewinnung, -einsparung, -übertragung und -nutzung. Und nicht zuletzt benötigen die neuen Mobilitätsmodelle – wie zum Beispiel das autonome Fahren – digitalisierte Daten, Karten und Navigationsmodelle, um sich durchsetzen zu können. All diese Entwicklungen und Veränderungen haben weitreichende Auswirkungen auf die Arbeitswelt und die Nachfrage nach entsprechend ausgebildeten und qualifizierten Fachkräften. Für diesen JobReport haben wir uns deshalb angeschaut, wie groß die Nachfrage nach technischen Fachkräften ist und wie sie sich in welchen Bereichen verändert hat. Dabei haben wir uns auf die Berufe konzentriert, für die wir passende Weiterbildungen anbieten:

  • SPS-Programmierung
  • CNC-Programmierung
  • CAD-Konstruktion
  • 3D-Druck
  • Technisches Produktdesign, Technische Systemplanung
  • Geoinformationssysteme
  • Alternative und Erneuerbare Energien
  • Umwelt- und Energiemanagement
  • Haustechnik und Facility Management

In jedem einzelnen Bereich haben wir ausgewertet, welche Spezialkenntnisse hinsichtlich Technologien und Anwendungen gefragt sind. Die Entwicklungen sind zum Teil sehr unterschiedlich, zeigen aber alle in die gleiche Richtung: Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in technischen Berufen steigt und wird auch zukünftig weiter zunehmen. Beste Voraussetzungen, um hiermit einer entsprechenden Weiterbildung oder Spezialisierung eine zukunftsorientierte Karriere zu starten.

Informationen zum Datenmaterial, den Quellen und zur Methodik finden Sie auf unseren Internetseiten.

Entwicklung Stellenmarkt

Deutlich mehr Stellenangebote als im Vorjahr

  • Daten aus 195 Stellenmärkten (Online-Stellenbörsen, Zeitungen, Fachzeitschriften, Bundesagentur für Arbeit)
  • 428.278 ausgeschriebene Stellen im Oktober 2016 von Unternehmen, Institutionen und Personalberatern
  • Anstieg um über 20 % im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2015

Steigende Zahl von Stellenangeboten in allen Berufsgruppen

  • Oktober ist der wichtigste Monat für die Personalsuche
  • Die meisten Stellen in der Berufsgruppe Bauwesen/Handwerk/Umwelt, Steigerung um über 21 %
  • Technische Berufe mit fast 77.000 Stellenangeboten auf Platz 2, Zuwachs um 16 %
  • Jobangebote für Vertrieb und Verkauf auf Platz 3, fast 16 % mehr als im Vorjahr
  • So viele Unternehmen haben Stellen ausgeschrieben:
    • 19.666 im Bereich Bauwesen/Handwerk/Umwelt
    • 18.500 in den Technischen Berufen
    • 5.736 in Forschung, Wissenschaft, High-Tech
    • Im Schnitt vier Stellenanzeigen je Unternehmen für Technische Berufe

Automatisierungstechnik

Automatisierungstechnik –Rückgrat der deutschen Industrie

Die Arbeitswelt in Deutschland befindet sich im stetigen Wandel. Treibender Faktor hierfür ist seit der Industriellen Revolution die Automatisierung, bei der Maschinen den Menschen Aufgaben abnehmen. Das betrifft nahezu alle Lebensbereiche: Automaten drucken unsere Fahrkarten, waschen unser Geschirr, helfen beim Einparken oder übernehmen durch Selbstzahlerkassen das Abrechnen. Und was schon im Alltag gilt, trifft umso mehr auf die Industrie zu: Hier führt die Entlastung der menschlichen Arbeitskraft gleichzeitig zu einer Steigerung, Beschleunigung und Vergleichmäßigung der Produktion. Genau diese Faktoren machen aus der Automatisierungstechnik das Rückgrat der industriellen Entwicklung in Deutschland, vor allem bei Schlüsselindustrien wie dem Maschinenbau, der Automobilbranche und der Chemieindustrie. Ob ein Auto hergestellt, Energie gewonnen und verteilt oder der Verkehr auf Straße und Schiene geregelt wird: Moderne Technik steuert jeden Produktions- und Arbeitsschritt und kontrolliert sich dabei weitestgehend selbst.

Verstärkend wirkt hier mittlerweile die Digitalisierung – ein universeller Trend, der sich in Zukunft noch fortsetzen wird und aktuell unter dem Schlagwort Industrie 4.0 die Vernetzung intelligenter Komponenten im Rahmen der Wertschöpfungskette zum Ziel hat. Ein Beispiel dafür sind bereits heute Roboter, die miteinander kommunizieren und in der Produktion ihre eigene Wartung, Bestellungen oder Nachschub organisieren. Ziel all dieser Entwicklungen ist, die Produktivität zu erhöhen bei gleichzeitiger Verbesserung der Arbeitsplatzqualität– und sich wandelnden Jobprofilen. Denn hier ist das Potenzial der Kombination von menschlichen und maschinellen Fähigkeiten noch lange nicht ausgeschöpft. Wenn Maschinen die körperlich anstrengenden, monotonen oder sogar gefährlichen Aufgaben übernehmen, spielen beim Menschen zunehmend Fähigkeiten wie Kreativität, Flexibilität und Urteilsvermögen eine Rolle. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Entwicklung, Programmierung, Konstruktion und Wartung der immer komplexer werdenden Anlagen.

Düstere Prognosen, die Automatisierung ausschließlich mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen gleichsetzen, bewerten die Entwicklung also zu eindimensional. Denn der Bedarf nach Spezialisten im Bereich Automatisierungstechnik wird in Zukunft eher noch steigen. Nicht zuletzt verfügt die deutsche Industrielandschaft über die dritthöchste Roboterdichte der Welt – bei einem neuen Beschäftigungsrekord.

SPS-Programmierung weiterhin stark gefragt

  • Fast 3.000 Stellenangebote für SPS-Programmierer
  • Trotz leichtem Rückgang um 5,7 % weiterhin hohe Nachfrage
  • Über 1.400 Unternehmen suchen entsprechend qualifizierte Fachkräfte

Großes Nachfrageplus bei SPS-Softwarekenntnissen

  • Spezialkenntnisse für SIMATIC, STEP 7 und SCL am häufigsten gefordert
  • Mit 128 % größte Steigerung bei TIA-Portal
  • Deutlicher Zuwachs aber auch bei EPLAN (30 %) und WinCC(25 %)

Leichter Nachfragerückgang für CNC-Programmierer: Stellenzahl aber weiterhin auf hohem Niveau

  • Leichter Rückgang um 13 %, aber immer noch mehr als 2.000 ausgeschriebene Stellen
  • Spezialkenntnisse für Anwendungen bleiben wichtig
  • 28 % aller Stellenangebote fordern Kenntnisse für Heidenhain, 14,5 % Fanuc und 8 % Sinumerik

Regionale Betrachtung - Automatisierungstechnik

CNC- und SPS-Programmierer werden in allen Regionen gesucht

  • SPS-Programmierer in allen Regionen stark gefragt
  • In der Region Ost ist die Nachfrage nach CNC-Programmierern höher als in anderen Regionen
  • Regionen Süd und West mit starker Industrie und hoher Automatisierung haben den höchsten Bedarf, aber auch in den östlichen Bundesländern hohe Nachfrage
  • Rund 1.200 Stellenangebote für SPS im Süden und 316 im Norden

CAD

Computer gestütztes Design (CAD) –beste Aussichten für Spezialisten

Ein modernes Berufsfeld mit erstaunlich langer Geschichte: CAD, „computeraided design“, bezeichnet das computergestützte Konstruieren und Zeichnen und entstand in den 50-er Jahren im Rahmen der Entwicklung des Programmiersystems APT. War es zunächst dem Einsatz im universitären Bereich und in Großkonzernen,vorwiegend im Flugzeugbau, vorbehalten, begann in den 80-er Jahren durch die Verbreitung von Personal Computern und leistungsfähiger Software ein wahrer CAD-Boom. Das Ziel, ein System für alle denkbaren Anwendungen zu schaffen, wurde jedoch nicht erreicht: Vielmehr arbeitet die Industrie mittlerweile mit zahlreichen Spezialsystemen, die auf die jeweilige Aufgabe ausgerichtet sind und entsprechende Funktionen aufweisen. Neue Perspektiven bietet die Entwicklung von der technischen 2D-Zeichnung hin zur dritten Dimension, an deren Ende dann ein aussagekräftiges Produktmodell steht.

Heute unterstützen CAD-Fachkräfte Ingenieure während der Konzeptions und Entwurfsphase von Maschinen, Gebäuden und anderen Produkten. Sie setzen Konstruktionsvorgaben in Pläne und Zeichnungen um und arbeiten konstruktive Details aus. Dementsprechend universell sind CAD Anwendungen im technischen Bereich einsetzbar, darunter:

  • Architektur und Bauwesen
  • Maschinenbau, Automobilindustrie und Flugzeugbau
  • Medizin-, Metall- und Feinwerktechnik (zum Beispiel Zahntechnik)

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Aussichten für CAD-Fachkräfte am Arbeitsmarkt sind ausgezeichnet. Damit hat sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre nicht nur fortgesetzt, sondern noch einmal deutlich verstärkt.

Größte Stellenauswahl für CAD-Spezialisten im Technischen Bereich

  • Mit fast 9.000 Stellen sehr großes Angebot für CAD-Spezialisten
  • 5 % mehr Stellenanzeigen im Vergleich zum Vorjahr
  • Mehr als 3.700 Unternehmen suchen entsprechende Qualifikationen

Höchster Anstieg der CAD-Stellenangebote im Bereich Bauwesen und Architektur

  • 28 % mehr Stellenangebote als im Vorjahresmonat
  • 1.200 Unternehmen haben entsprechende Stellen ausgeschrieben
  • Bauwesen und Architektur klassische Anwendungsbereiche für CAD-Fachkräfte

Zwei Drittel der Stellen fordern AutoCAD-Kenntnisse

  • Rund 1.100 Stellenausschreibungenfordern AutoCAD-Kenntnisse
  • Das sind zwei Drittel aller Stellenausschreibungen im CAD-Bereich
  • 270 % Steigerung bei Anzeigen mit Revit-Spezialisierung

Maschinen-, Flugzeug- und Fahrzeugindustrie bieten die meisten CAD-Stellen

  • Rund 4.200 ausgeschriebene Stellen für CAD-Fachkräfte in diesen Bereichen
  • Über 8 % Steigerung seit 2015
  • Mehr als 1.500 Unternehmen suchten im Oktober 2016 entsprechendes Personal

Großes Nachfrageplus für Siemens NX

  • Mehr als ein Drittel alle rAnzeigen sucht CATIA-Spezialisten
  • AutoCAD und Siemens NX-Kenntnissefolgen
  • Mit 22 % größte Steigerung der Angebote für Siemens NX
  • Gestiegene Nachfrage auch für Creo Parametric (rund 17 %)

CAD-Spezialisten: Starkes Interesse in der Medizin-, Metall- und Feinwerktechnik

  • Mehr als 1.000 Jobangebote fordern SolidWorks-Kenntnisse
  • Fast 15 % Steigerung gegenüber Oktober 2015
  • 600 Unternehmen suchen entsprechende Fachkräfte

3D-Druck: Neue Perspektiven für die Industrie

Drucker, die nicht nur Papierstapel, sondern (komplexe) Objekte produzieren können? Was einst wie Science Fiction klang, ist längst Realität. Das wirkliche Potenzial des 3D-Drucks liegt jedoch in anderen Bereichen als zunächst prophezeit. Denn anders als noch vor wenigen Jahren erhofft, konnte sich der 3D-Drucker für den Hausgebrauch noch nicht durchsetzen: Ist er doch immer noch verhältnismäßig teuer und liefert Ergebnisse, die oft nicht wirklich überzeugen. Ganz anders jedoch läuft der Einsatz des 3D-Drucks in der Industrie, wo er konkrete neue Perspektiven in der Prototypenfertigung, aber auch der Serienproduktion eröffnet. Der industrielle „Druckvorgang“ besteht dabei in einer Reihe von additiven Fertigungstechnologien, die auf Basis von CAD-Daten arbeiten. Schicht für Schicht wird der jeweilige Gegenstand aus Materialien wie Metall, Kunstharz oder Keramik hergestellt. Konkrete Potenziale bestehen schon heute überall dort, wo komplex geformte Teile schnell, flexibel und in kleiner Stückzahl benötigt werden – das betrifft Branchen, wie zum Beispiel die Medizintechnik, die Automobilindustrie oder den Bereich Luft- und Raumfahrt.

Der zunehmende Einsatz von 3D-Druckern zeigt sich auch auf dem Stellenmarkt, hier verdoppelte sich die Zahl der ausgeschriebenen Stellen.

3D-Druck auf dem Vormarsch

  • 110 Stellenanzeigen für 3D-Druck-Spezialisten
  • Verdoppelung innerhalb eines Jahres
  • Häufig auch als „additive Fabrikation“ bezeichnet

Spezialisten für Technisches Produktdesign, Technische Systemplanung und Technisches Zeichnen gesucht

  • Fast 2.500 Stellen für Technische Zeichner, Systemplaner und Produktdesigner
  • Größter Zuwachs bei den Stellenangeboten für Technische Systemplanung (rund 42 %)
  • Mehr als 600 Angebote für Technische Produktdesigner (plus 7,4 %)

Regionale Betrachtung - CAD

Im Osten gefragt: CAD-Know-how im Bereich Bauwesen

  • Größtes Angebot in allen Regionen für CAD-Spezialisten im Bereich Maschinen-, Flugzeug- und Fahrzeugbau, mit 46 % im Süden am stärksten
  • Anteilig starke Nachfrage nach CAD-Kenntnissen für Bauwesen und Architektur in der Region Ost (26 %), in anderen Regionen unter 20 %
  • Ebenfalls gute Chancen in der Region Ost für Technische Produktdesigner und Systemplaner (34 %)
  • SolidWorks-Kenntnisse im Westen und Süden mit 12 % stärker gefordert

Geoinformationssysteme

Geoinformationssysteme – gute Aussichten für Anwender

Als Geoinformationssystem (GIS) bezeichnet man ein System aus Software, Hardware, Daten und Anwendungen, mit deren Hilfe Geodaten erfasst, verwaltet und ausgegeben werden. Bei diesen Geodaten handelt es sich um digitale Informationen über Bereiche wie Bevölkerung, Sicherheit, Wirtschaft und Umwelt.

Geoinformationssysteme kommen überall dort zum Einsatz, wo ortsbezogene Gegebenheiten analysiert, visualisiert und bewertet werden müssen, um daraus ggf. Maßnahmen abzuleiten. Dies betrifft naheliegende Bereiche wie die Geografie, Kartografie und Stadtplanung, aber auch Marketing und Logistik oder die Umweltforschung. Selbst Archäologen und Kriminologen wenden Geoinformationssysteme an. Dementsprechend vielfältig sind auch die Ausprägungen der GIS, abhängig von ihrem Einsatzbereich – so gibt es zum Beispiel Bodeninformationssysteme, Umweltinformationssysteme und kommunale Informationssysteme.

Einsatzmöglichkeiten bieten beispielsweise Architektur-, Ingenieur- und Vermessungsbüros, Behörden wie Landesämter für Geoinformation, Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs oder Datenverarbeitungsdienste für Geodaten.

Spezialisten für Geoinformationssysteme werden immer begehrter

  • Über 600 ausgeschriebene Stellen im Bereich Geoinformationssysteme
  • Steigerung um 33 %
  • Weniger als 10 % der Ausschreibungen fordern Spezialkenntnisse für ArcGIS, Tendenz steigend (plus 25 %)

Regionale Betrachtung – Geoinformationssysteme

Größter Bedarf an GIS-Spezialisten in derRegion West

  • Mehr als die Hälfte aller Stellenangebote in der Region West
  • Auch im Süden besteht Bedarf, allerdings deutlich geringer als für andere Berufsbilder
  • In der Region Ost mit 62 die wenigsten Angebote

Energie und Umwelt

Energie und Umwelt – Mitarbeiten an der Zukunft

Die Zeit für konventionelle Energieträger läuft ab: Denn die Vorräte fossiler Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl sind endlich. Auch lassen sich die Auswirkungen auf die Umwelt nicht ignorieren. Der Klimawandel mit seinen bereits heute spürbaren Auswirkungen wie Dürren und Überschwemmungen verlangt ein Umdenken und vor allem auch das entsprechende Handeln: Energie sollte nicht nur eingespart, sondern auch möglichst klimafreundlich erzeugt werden. Maßnahmen hierzu finden auf globaler Ebene (wie zum Beispiel der UN-Klimakonferenz) statt, aber auch auf nationaler Ebene – wie die jüngste Entscheidung hin zur Energiewende in Deutschland.

Zukunftsgerecht sind stattdessen die sogenannten Alternativen und Erneuerbaren Energien. Sie bezeichnen Energieträger, die regenerativ und somit praktisch unerschöpflich sind. Sie bilden die wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik. Zu den Erneuerbaren Energien gehören Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie, Erdwärme und Bioenergie aus nachwachsenden Rohstoffen. Welche Energiequelle dabei wie genutzt wird, ist abhängig von diversen regionalen und klimatischen Gegebenheiten. Schon heute wird ein Drittel der deutschen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Damit weitere erfolgreiche Schritte auf dem Weg hin zur umweltfreundlichen und nachhaltigen Energieerzeugung gelingen, braucht es qualifiziertes Personal in allen Sektoren der Erneuerbaren Energien. „Green Jobs“ gibt es mittlerweile in nahezu jeder Branche. Nicht zuletzt gefragt sind Fachkräfte, die Projekte im Bereich Alternative und Erneuerbare Energien entwickeln, koordinieren, managen, beraten und leiten können.

Gleichbleibende Nachfrage im Bereich Alternative und Erneuerbare Energien (AUEN)

  • Rund 500 ausgeschriebene Stellen im Projektmanagement
  • Leichter Anstieg der Stellenangebote um fast 4 %
  • Zahl der suchenden Unternehmen von 264 auf 240 leicht zurückgegangen

Kenntnisse über Windenergie am stärksten gefragt

  • Fast 18 Prozent beträgt der Rückgang bei der Nachfrage von Spezialkenntnissen
  • Windkraft-Spezialisten am stärksten gesucht
  • Spezialisten müssen sich mit allen Energieformen auskennen

Umweltschutz und -management brauchen qualifizierte Fachkräfte

  • 200 Stellenangebote für die Bereiche Umweltschutz und- management allein im Oktober 2016
  • Nachfrage für Fachkräfte in diesem Bereich steigt um 28 %

Energiewende steigert die Nachfrage nach Experten für Energiemanagement

  • Über 600 ausgeschriebene Stellen
  • Steigerung um mehr als 8 %

Vom Hausmeister bis zum Gebäudetechniker: Energiekompetenz immer wichtiger

  • Fast 3.300 ausgeschriebene Stellen allein für diesen Bereich
  • 28 % mehr Stellenangebote als im Vorjahr
  • In jeder dritten Ausschreibung ist Energiekompetenz gefragt

Regionale Betrachtung – Energie und Umwelt

Umwelt- und Energiekompetenz in allen Regionen gefragt

  • Im Westen fast genauso viele Stellenangebote wie im Süden
  • Hausmeister und Facility Manager mit Energiekompetenz werden in allen Regionen am stärksten gesucht, zahlenmäßig am stärksten im Westen (308) und anteilig am stärksten im Norden (49 %)
  • Im Norden außerdem große Nachfrage nach Projektmanagern AUEN (32 %)
  • In der Region Süd stärkerer Bedarf an Fachkenntnissen im Energiemanagement (33 %)
  • In den westlichen Bundesländern größter Bedarf im Bereich Umweltmanagement (11 %)