JobReport IT-Berufe

Trends und Entwicklungen auf dem deutschen IT-Stellenmarkt

WBS JobReport - Die Entscheidungshilfe bei der Qualifizierungswahl

Die WBS TRAINING AG analysiert regelmäßig den Stellenmarkt und veröffentlicht die Ergebnisse in Form von JobReports. Diese geben Interessenten für Weiterbildungen sowie Personal- und Arbeitsberatern umfangreiche Informationen für die Berufswahl. Die JobReports diesen als Entscheidungshilfe bei der Karriereplanung sowie bei der Wahl geeigneter Qualifizierungen und Zertifizierungen.

Mit dem JobReport IT-Stellenmarkt 2016 informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen und Trends auf dem Jobmarkt sowie über entsprechende Weiterbildungsangebote Informationstechnologie.

Digital, vernetzt und immer online – IT-Berufe sind gefragt wie nie

Die digitale Revolution ist in vollem Gange und hat nahezu alle Lebensbereiche wie auch die Arbeitswelt erfasst und verändert. Industrie, Produktion, Dienstleistungen, Verwaltung, Gesundheit und Freizeit werden immer stärker von Computern, Netzwerken, Smartphones, Tablets und dem Internet geprägt. In der Wirtschaft und Politik stehen Themen wie Industrie 4.0, Smart Cities, Internet der Dinge oder Big Data ganz oben auf der Agenda. Und auch in vielen privaten Lebensbereichen geht ohne Internet und Apps mittlerweile fast nichts mehr. Wo immer digitale Kommunikation und Information die Wertschöpfungen und Lebensweisen beeinflussen und verändern, sind IT-Spezialisten gefragt und begehrt. Ohne „IT’ler“ kommt heutzutage kein Unternehmen, keine Behörde, keine Bildungseinrichtung und kein Privathaushalt mehr aus. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften führt zu wachsenden Angeboten und Anstrengungen der Unternehmen, entsprechende Spezialisten nicht nur zu finden, sondern sie auch für sich zu begeistern. Die Auswahl für Bewerber könnte nicht besser sein.

Für diesen WBS-JobReport haben wir daher Stellenanzeigen für typische und gefragte Berufsbilder aus der Informationstechnologie untersucht. Dabei wurden vor allem solche Berufe betrachtet, bei denen eine hohe Nachfrage und sehr gute Chancen bestehen, mit einer Weiterbildung oder Umschulung einen Einstieg zu finden oder seine Karriere zu fördern.

Wir haben für diesen JobReport Stellenanzeigen in der Berufsgruppe IT mit folgenden Qualifikationsanforderungen herangezogen und die Zahl der ausgeschriebenen Stellen erfasst:

Im Bereich Programmierung und Softwareentwicklung

  • Programmierung mit JAVA
  • Web-Programmierung- mit Design
  • App-Programmierung

Im Bereich Netzwerke

  • Netzwerkadministration
    - mit Linux
    - mit Windows
  • Netzwerk-Spezialkenntnisse
    - Network Security (Netzwerksicherheit)
    - Active Directory (Verzeichnisdienst)
    - Exchange Server (E-Mail)
    - Virtual Private Networks (VPN)
    - TCP/IP (Internetprokoll)
    - Shell
    - DNS (Domain Name Server)
    - Apache (Webserver)
    - DHCP (Netzwerkprotokoll)
    - Hyper-V
  • Virtualisierung

Im Bereich Design

  • Webdesign
  • Screen-/Interfacedesign

Im Bereich GIS

  • Geoinformationssysteme
    - mit ArcGIS

IT- Ausbildungen in den Bereichen

  • Fachinformatiker
    - mit Systemintegration
    - mit Anwendungsentwicklung
  • IT-Systemkaufleute

Für nahezu alle von uns untersuchten Berufsbilder lässt sich eine zunehmende Nachfrage beobachten. Deswegen setzen viele Unternehmer auch verstärkt auf andere Recruiting-Maßnahmen wie Personaldienstleister, Headhunter oder Direktansprache. Wir gehen daher davon aus, dass der tatsächliche Bedarf an qualifizierten IT-Fachkräften noch größer ist als die Zahl der Stellenanzeigen. Wie groß die Nachfrage bei den einzelnen Berufsbildern ist, zeigen die folgenden Seiten eindrucksvoll.

Inhaltsverzeichnis

Erhebungsmethode und Datengrundlage
Entwicklung Stellenmarkt 2015
Regionale Betrachtung
Interview: "Keine Angst vor Veränderungen"
Programmierung
Netzwerke
WBS ist Microsoft Learning Partner
Interview: "Die Weiterbildung war ein echter Glücksgriff"
Design
Geoinformationssysteme
IT-Ausbildungen/Umschulungen
Interview: "So habe ich mir Software-Entwicklung immer vorgestellt"

Erhebungsmethode und Datengrundlage

Der IT-Stellenmarkt in Deutschland

Die für diesen JobReport untersuchten Stellenanzeigen für Berufe im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IT) wurden mit Hilfe der Daten von index Anzeigendaten, europäischer Marktführer in der Stellenmarktanalyse, gewonnen.

Wir haben für diesen JobReport Anzeigen aus insgesamt 192 Stellenmärkten in Online-Jobbörsen, Tageszeitungen, Fach- und Branchenmedien sowie bei der Bundesagentur für Arbeit (JOBBÖRSE) in den Monaten Oktober 2015 und Oktober 2014 herangezogen. Die Stellenanzeigen stammen unter anderem aus allen führenden Online-Stellenbörsen wie Stepstone, Monster, Jobware oder Stellenanzeigen.de. Daneben gehören aber auch die Online-Stellenmärkte der großen überregionalen Tageszeitungen wie SüddeutscheZeitung oder FAZ dazu. Ferner wurden die Stellenanzeigen in bedeutenden Online-Karrierenetzwerken und -Businessplattformen wie XING oder Linked-In berücksichtigt.

Außerdem wurden Stellenanzeigen aus 157 lokalen, regionalen und überregionalen Tageszeitungen sowie Fach- und Branchenzeitschriften einbezogen, darunter auch die großen überregionalen Zeitungen, aber auch viele regionale Tageszeitungen. Ausgewertet wurden Stellenanzeigen von öffentlichen Arbeitgebern, Dienstleistern, Unternehmen sowie Personaldienstleistern.

Neben den Stellenangeboten in Online- und Print-Stellenmärkten wurden auch die Stellen- und Ausbildungsangebote berücksichtigt, die bei der Bundesagentur für Arbeit in diesem Zeitraum vorlagen.

Zur besseren Vergleichbarkeit der untersuchten Zeiträume haben wir nur solche Stellenmärkte einbezogen, die in beiden Monaten verfügbar waren. Andernfalls bestünde die Möglichkeit für Verzerrungen bei der Datenbasis, die durch neue oder eingestellte Medien in dem einen oder anderen Erhebungszeitraum entstehen könnten.

Um die Aussagekraft der Daten noch deutlicher zu machen, wurden die Stellenangebote gruppiert und den ausschreibenden Unternehmen, Institutionen und Dienstleistern zugeordnet. Auf diese Weise wird ein Stellenangebot, das zum Beispiel von einem Unternehmen in verschiedenen Stellenmärkten geschaltet wurde, nur einmal gezählt. So entsteht ein realistischeres Bild der tatsächlichen Anzahl der ausgeschriebenen Positionen und Jobs.

Um die regionale Verteilung von ausgewählten Berufsgruppen besser darstellen zu können, haben wir die Jobangebote auf Basis der Bundesländer zu vier Regionen – Nord, Ost, Süd, West –zusammengefasst. Für die Auswertung wurde der Einsatzort für die beschriebene Stelle berücksichtigt und nicht der Sitz der Firma, die die Stelle ausschreibt. Diese Methode ergibt ein recht genaues Bild der regionalen Nachfrage innerhalb Deutschlands. Die vier von uns gebildeten Regionen setzen sich danach jeweils aus den folgenden Bundesländern zusammen:

  • Nord: Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein
  • Ost: Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen
  • Süd: Baden-Württemberg, Bayern
  • West: Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Für die Abfragen der einzelnen Berufsgruppen und Berufe haben wir Volltextrecherchen mit entsprechenden Suchbegriffverknüpfungen innerhalb der Anzeigentexte angewendet, um die teils unterschiedlichen Berufsbezeichnungen optimal erfassen und interpretieren zu können.

Auf diese Weise ist es möglich, für die jeweiligen Berufsbilder (z. B. Entwickler, Administratoren, Programmierer, Webdesigner etc.) genaue Angaben zu machen. Mit den Volltextsuchen über den gesamten Anzeigentext konnten insbesondere die geforderten Zusatzqualifikationen für die einzelnen Berufsbilder sehr genau ermittelt werden. Der verwendete methodische Ansatz und die so gewonnenen Daten zeigen ein realistisches und repräsentatives Bild des Jobmarktes für IT-Berufe in Deutschland. Der WBS-JobReport bildet somit eine gute Basis und Entscheidungshilfe für alle, die sich für eine Karriere oder Weiterbildung in der Informationstechnologie interessieren.

Entwicklung IT-Stellenmarkt 2015

Stellenwachstum ungebrochen hoch

Im Oktober 2015 waren in den von uns ausgewerteten Stellenmärkten im Internet sowie in Zeitungen und Zeitschriften mehr als 350.000 Stellen ausgeschrieben. Das entspricht einer signifikanten Steigerung der Stellenangebote um fast 18 Prozent bzw. rund 53.000 Stellen mehr im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat. Auch innerhalb dieses Jahres hat das Angebotsvolumen weiter zugenommen – von März bis Oktober 2015 noch einmal um fast 20.000 Stellen. In unserer Untersuchung haben wir 192 Stellenmärkte ausgewertet, diesmal auch die JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit. Insgesamt können wir also von einer vorteilhaften Situation für Jobsuchende sprechen. Ob von dieser Entwicklung aber alle Berufsgruppen, insbesondere die hier fokussierten IT-Berufe profitieren, haben wir für diesen JobReport genauer untersucht. Welche Rolle bestimmte Qualifikationen bei der   Jobsuche spielen, wollen wir folgend näher betrachten.

15 Prozent mehr IT-Jobangebote

Schauen wir uns die Gesamtverteilung der Stellenangebote nach Berufsgruppen genauer an, fällt zuerst auf, dass der positive Trend tatsächlich für alle Berufsgruppen gilt. In allen Bereichen gibt es im Oktober 2015 mehr Stellen als noch im Oktober 2014 – nur die Höhe der Zuwächse unterscheidet sich. Prozentual betrachtet, verzeichnet die Berufsgruppe „Sekretariat, Office-Management und Verwaltung“ mit mehr als 40 Prozent die größte Steigerung, gefolgt von der Berufsgruppe „Gesundheit, Medizin und Soziales“ (plus 33 Prozent) und dem „Personalwesen“ (plus 31 Prozent). Betrachtet man die absolute Zahl der im Oktober 2015 ausgeschriebenen Stellenangebote, finden wir in der Top 3 zwar dieselben drei Berufsgruppen wie im Oktober 2014, allerdings diesmal in anderer Reihenfolge. Die Bereiche „Bauwesen, Handwerk und Umwelt“ (Rang 1) sowie „Technische Berufe“ (Rang 2) sind nach oben aufgerückt und haben die Berufsgruppe „Vertrieb und Verkauf“ auf den dritten Platz verdrängt. Die IT-Berufe nehmen mit Rang 6 ebenfalls einen der oberen Plätze ein. Die Anzahl der Stellenangebote folgt in diesem Bereich mit einem Zuwachs um fast 15 Prozent dem Trend des Gesamtstellenmarktes. Mit fast 30.000 Angeboten und 4.000 Stellen mehr hat sich die Angebotssituation im Vergleich zum Vorjahresmonat noch mal deutlich verbessert. Wegen des großen Bedarfs an qualifizierten IT Fachkräften werden mittlerweile von vielen Unternehmen solche Stellen nicht mehr mit kostspieligen Stellenanzeigen beworben, da sie die Fachkräfte kaum noch erreichen. Hier agieren immer häufiger Headhunter und Personaldienstleister, oder geeignete Kandidaten werden direkt vom Unternehmen angesprochen. Diese Entwicklung drückt sich dann auch in einem geringeren Anzeigenvolumen aus. Es ist also davon auszugehen, dass tatsächlich noch mehr offene Stellen für IT-Fachkräfte ausgeschrieben sind, als es Stellenanzeigen gibt.

Deutlich gestiegene Nachfrage nach IT-Spezialisten zum Herbst – im Bereich Design verdreifacht

Analog zum Gesamtstellenmarkt zeigt auch die Anzahl der Stellenangebote für IT-Berufe – insbesondere Richtung Oktober 2015 – eine deutliche Tendenz nach oben. In dieser Ausgabe des WBS-JobReports zum Bereich Informationstechnologie haben wir den Stellenmarkt für drei wichtige IT-Bereiche genauer unter die Lupe genommen:

  • Programmierung
  • Netzwerke
  • Design

Betrachtet man die Entwicklung der Stellenanzahl in den letzten zwölf Monaten, so fällt auf, dass es die meisten Angebote über das gesamte Jahr gesehen für Programmierer und Entwickler gab. Auf Platz zwei folgen Jobofferten für Netzwerkspezialisten und an dritter Stelle Ausschreibungen, die Designkenntnisse (z. B. im Webdesign) fordern. Auch wenn sich die Nachfrage nach Programmierern und Netzwerkadministratoren über das Jahr gesehen auf einem konstant hohen Niveau bewegt, stechen in beiden Berufsfeldern die Monate März/April, Juni/Juli und letztendlich der sehr starke Oktober 2015 besonders positiv hervor. Einen leichten Einbruch der Angebotssituation verzeichnen beide Gruppen im Monat Mai. Für die Programmierer gab es zudem im Februar und für Netzwerkspezialisten im Dezember etwas weniger Angebote. In den Sommermonaten verhält sich der IT-Stellenmarkt asynchron zu den üblichen saisonal bedingten Schwankungen, die durch einen Nachfragerückgang in den klassischen Urlaubsmonaten gekennzeichnet sind. Und auch der Dezember, aufgrund der Weihnachtszeit ebenfalls eher ein ruhiger Monat auf dem Stellenmarkt, war im Hinblick auf die Stellenanzahl im IT-Bereich nur geringfügig schwächer. Die Menge der IT-Anzeigen, die ausdrücklich Designkenntnisse forderten, ist seit Jahresbeginn kontinuierlich und deutlich von gerade mal etwas über 700 Angeboten Ende 2014 auf 2.400 Angebote im Oktober 2015 gestiegen. Der stärkste Monat war damit auch in diesem Fall der Oktober 2015 und der schwächste Monat der Dezember 2014. Das Stellenangebot im Designbereich hat sich damit innerhalb von nur zehn Monaten verdreifacht.

Regionale Betrachtung

Programmierer in Nord und Süd, Netzwerkspezialisten im Westen und Webdesigner im Osten stärker gefragt

Die folgenden Kreisdiagramme zeigen, wie die Nachfrage nach IT-Spezialisten in den Bereichen Programmierung, Netzwerke und Design innerhalb Deutschlands regional verteilt ist. Zur besseren Beurteilung und Orientierung wurden die Bundesländer von uns in vier Regionen zusammengefasst. Die Verteilung der Bundesländer haben wir im Vergleich zur ersten Ausgabe des IT-JobReports leicht verändert und neu zusammengestellt: in die Regionen Nord (Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein), Ost (Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen), Süd (Baden-Württemberg und Bayern) und West (Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland).

Die meisten Stellenausschreibungen im Oktober 2015 gab es demnach für die drei untersuchten IT-Bereiche mit mehr als 6.700 Angeboten in der Region Süd, gefolgt von der Region West mit rund 4.500 Stellenangeboten. Die Regionen Nord mit über 2.400 Anzeigen und Ost mit 2.300 Stellenangeboten bewegen sich im IT-Bereich fast auf Augenhöhe.

Betrachtet man die prozentuale Verteilung der Stellenangebote innerhalb der Regionen, so ist die Rangfolge in allen Regionen gleich: Auf Platz eins stehen Stellenangebote für Programmierer, auf dem zweiten Platz folgen die Jobmöglichkeiten im Bereich Netzwerke und auf Platz drei die IT-Jobs, die Designkenntnisse fordern. Programmierer sind, vergleicht man die Prozentwerte, mit 55 und 54 Prozent innerhalb der Regionen Süd und Nord stärker gefragt. In den westlichen Bundesländern sind es mit einem Anteil von 38 Prozent die Netzwerkspezialisten, die häufiger gesucht werden als in den anderen Regionen (hier nur mit einem Anteil von 31 Prozent). Innerhalb der östlichen Region stechen die Angebote für Web-, Screen- und Interfacedesigner mit 20 Prozent anteilig stärker hervor, während sie in den anderen Regionen lediglich einen Anteil von höchstens 15 Prozent für sich beanspruchen können.

Die Bundesländer mit den meisten IT-Stellen sind in der Region Ost Berlin und Sachsen, in der Region West Nordrhein-Westfalen und Hessen und in der Region Nord Hamburg und Niedersachsen. Im Süden sind sowohl Bayern als auch Baden-Württemberg sehr starke Bundesländer, mit einer etwas größeren Nachfrage in Bayern.

Interview: "Keine Angst vor Veränderungen"

Ein Interview mit Michael Peter, Recruitingbei Atos Deutschland

Informationstechnologien stehen für Jobs mit Perspektive. Welche am Markt gängigen Skills wünschen Sie sich von Ihren IT-Spezialisten und welche sind aktuell besonders gefragt?

Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung suchen wir Mitarbeiter, die sich in einem so schnell verändernden Umfeld auch zurechtfinden. Daher ist neben der technischen Ausbildung die Bereitschaft zur Veränderung eine der wesentlichen Qualifikationen, die wir suchen. Technologisch führen Themen wie SAP weiterhin den Markt an. Aber auch vertikale Themen wie Industrie 4.0, die sich über verschiedene Branchen und Prozesse erstrecken, sind Teil der Qualifikationen, die wir am Markt suchen.

In welchen Geschäftsbereichen und mit welchen Aufgaben beschäftigt das Unternehmen Atos IT’ler?

Atos ist einer der führenden IT-Dienstleister, das heißt bei uns dreht sich alles um die IT. Unser Portfolio umfasst von der Kundenberatung zu komplexen IT-Strategien über Softwareentwicklung, Projekten zur Integration von IT-Lösungen bis hin zur Bereitstellung von IT-Infrastruktur im Grunde die gesamte Bandbreite der IT. Daneben bieten wir auch End-to-End-Lösungen zu Themenschwerpunkten wie beispielsweise Big Data, IT-Security, aber auch Cloud an.

Wie viele Arbeitnehmer sind es derzeit ungefähr?

Weltweit sind wir mit rund 93.000 sogenannten Business Technologists in 72 Ländern vertreten; mit großen Schritten gehen wir auf die 100.000 Mitarbeiter zu. In Deutschland sind wir aktuell rund 10.000 Mitarbeiter, die sich auf etwa 50 Standorte verteilen.

Was sollten Bewerber in IT-Berufen generell an fachlichen Qualifikationen mitbringen, wenn sie (bei Atos) Karriere machen wollen?

Unsere Business Technologists haben unterschiedliche Wurzeln. Da wir die ganze Bandbreite abdecken, gibt es dementsprechend verschiedene fachliche Richtungen. Was jedoch alle verbindet, ist die Fähigkeit, spezielles Branchen-Know-how mit technischen Fähigkeiten zu verbinden, sodass wir dem Kunden im Endeffekt einen Mehrwert beziehungsweise die richtige Lösung anbieten können. Englische Sprachkenntnisse sind eine entscheidende Qualifikation, denn die Arbeitswelt der IT ist global, und hält sich nicht an Ländergrenzen. Unsere Mitarbeiter sind auch in zahlreichen internationalen Projekten im Einsatz. Weitere Sprachkenntnisse sind hierbei natürlich eine Zusatzqualifikation.

Welche weiteren Qualifikationen sind neben einer IT-Spezialisierung wichtig oder hilfreich?

Aufgrund der Schnelllebigkeit der IT-Branche sind Flexibilität und Offenheit wesentliche Eigenschaften, die hilfreich sind. Man sollte Veränderungen nicht unbedingt als abschreckend sehen, sondern man sollte Teil dieser Veränderung werden und sie vorantreiben wollen. Darüber hinaus sind Kundenorientierung und sicheres Auftreten Qualifikationen, die sehr wünschenswert sind. Dafür gibt es bei uns intern gewisse Standards und Vorlagen, auf die man zurückgreifen kann. Aber prinzipiell suchen wir von Anfang an nach Profilen, die das mitbringen. Denn es ist einfacher, jemandem das Technologische zu vermitteln, als die Persönlichkeit zu verändern.

Können Sie Ihren Personalbedarf in diesem Bereich (auch zukünftig) gut decken?

Wir sehen einen gewissen Fachkräftemangel und versuchen, durch enge Zusammenarbeit mit den Top-Universitäten des Landes, Auszubildenden-Programmen oder auch dem Angebot von dualen Studiengängen diesem Trend entgegenzuwirken. Wir haben unlängst unsere Tier-One-Initiative gestartet. Hier wollen wir mit den Top-Universitäten weltweit, aber auch denen des Landes, enger zusammenarbeiten. Bestehende Kooperationen, zum Beispiel mit der Universität Paderborn, wollen wir weiter intensivieren, um schon früh Talente auf uns aufmerksam zu machen.

Welche Rolle spielt es, ob ein Bewerber für einen IT-Beruf, seine Qualifikation über eine klassische Ausbildung oder über eine Weiterbildung erlangt hat?

Im Grunde spielt das für uns keine große Rolle. Wichtig ist, dass der Bewerber das Engagement und das Wissen mitbringt. Viele unserer Business Technologists sind bei uns auch aus fachfremden Bereichen und über Umwege in die IT gekommen. Die Verbindung zwischen Branchen und Fachwissen ist sicherlich ein Grund für den Erfolg von Atos.

Was ist aus Ihrer Sicht bei einer Entscheidung für eine berufliche Weiterbildung oder Umschuldung in einem IT-Beruf zu beachten?

Am Ende jeder Weiterbildung sollte ein anerkanntes Zertifikat belegen, welche Kenntnisse während dieser erlangt wurden. Ein Nachweis über das neu erworbene Wissen ist sehr wichtig. Generell sollte man sich auf Zukunftsthemen konzentrieren. Die IT ist derart schnelllebig, dass Technologien, die heute on top sind, morgen schon veraltet sein können. Man sollte sich hier klar damit auseinandersetzen, wohin die Trends und die Entwicklung der Branche gehen. Um diese richtig einzuschätzen sind White Papers oder auch Publikationen hilfreich. Zum Beispiel unser Atos Ascent Magazine oder der Trendbericht Ascent Journey 2018, in dem wir quasi drei Jahre in die Zukunft blicken und fragen, wie die Informationstechnologien in drei Jahren aussehen und welche Trends uns dann bewegen. Wir haben außerdem die sogenannte Scientific Community, die sich mit solchen Zukunftsthemen beschäftigt und hier einen Ausblick in die Zukunft wagt.

Welche Karrieremöglichkeiten haben IT‘ler bei Atos?

Als internationales Unternehmen können wir mehrere Karrierepfade anbieten. Wir haben schon recht früh erkannt, dass gerade in den jüngeren Generationen die klassische, gradlinige Karriere nicht mehr das beste oder passende Modell ist und haben dementsprechend spezielle Fachkarrierepfade entwickelt. Wir schauen gemeinsam mit dem Mitarbeiter und der Führungskraft, wo die Entwicklung hingehen soll. Die Mitarbeiter werden dann durch geschickte interne Weiterbildungsmaßnahmen und Talent-Programme unterstützt. Darüber hinaus bieten wir als internationales Unternehmen die Möglichkeit, weltweit tätig zu sein.

Was geben Sie jemandem mit auf den Weg, der als IT‘ler arbeiten und Karriere machen möchte?

In einer so dynamischen Zeit, in einer Branche, die von so raschen Veränderungen geprägt ist und sich stetig neu erfindet, sollte man sich nicht vor Veränderungen scheuen, sondern man sollte Teil dieser Veränderung werden oder sein.

Programmierung

Programmierer profitieren von der größten Jobauswahl im IT-Bereich

Unter Programmierung versteht man die Erstellung und Entwicklung von Computerprogrammen. Ein Programmierer setzt hierbei den Softwareentwurf in einen sogenannten Quellcode um und übersetzt diesen – je nach Programmiersprache – in die Maschinensprache, meist unter Verwendung eines Compilers. Ein Compiler kann den geschriebenen Programmcode (Quelltext) in eine für den Computer ausführbare Sprache übersetzen. Die menschlichen Anweisungen werden somit für den Rechner kodiert. Ein Programmierer schreibt bzw. kodiert also Programme in einer Programmiersprache. So werden alle definierten Anforderungen an das Programm festgeschrieben. Der Programmierer kann dabei auf sogenannte Codegeneratoren (Computerprogramme zur Softwareentwicklung) zurückgreifen, die zumindest Teile des Programmcodes auf Basis von Modellen automatisch erzeugen.

Zu den weiteren Aufgaben eines Programmierers zählen zum Beispiel das Testen seines Programmes sowie das Erstellen einer Dokumentation dieser Software. Das Programmieren ist zudem eine kreative Tätigkeit. Der Entwurf des Programmes gibt zwar einen gewissen Rahmen vor, kann aber auf unterschiedliche Art und Weise vom Programmierer implementiert werden. Programmierer konzentrieren sich gewöhnlich auch auf das reine Implementieren der Software. Arbeiten sie zusätzlich am technischen Design sowie an der Entwicklung der Softwarearchitektur mit, spricht man eher von Softwareentwicklern oder Softwareingenieuren (engl. Software Engineer). In Stellenausschreibungen verschwimmen diese Abgrenzungen jedoch häufig und die Begrifflichkeiten werden meist synonym verwendet. In dieser Stellenmarktauswertung haben wir daher alle gängigen Bezeichnungen abgefragt. Mit rund 8.100 Stellenanzeigen im Auswertungsmonat Oktober 2015 gehören Programmierer so zu der Berufsgruppe im Bereich der Informationstechnologie, die am häufigsten gesucht wird. Mehr als jede vierte Stellenanzeige (28 Prozent) in der Berufsgruppe IT und Telekommunikation (vgl.Seite 10) richtet sich somit an Programmierer und Entwickler. Auf diesem sehr hohen Niveau ist die Stellenauswahl für Programmierer im Vergleich zum Oktober 2014 sogar noch mal um mehr als 18 Prozent größer. Spezialisten mit entsprechenden Qualifikationen können in dieser lukrativen Situation frei wählen. Und vermutlich sind es noch viel mehr Stellen für Programmierer, da nicht alle öffentlich ausgeschrieben werden, sondern direkt über Headhunter und Personalvermittler mit geeigneten Kandidaten besetzt werden.

Zwei von drei Stellen fordern Kenntnisse in der Programmiersprache Java

In 64 Prozent der Stellenangebote für Programmierer wird die Spezialisierung „Java“ mit Abstand am häufigsten gefordert. Mit rund 5.200 Stellen im Oktober 2015 verzeichnet diese Nachfrage ein Plus von rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Java ist eine objektorientierte und plattformunabhängige Programmiersprache. Ihre Grundlagen wurden in der ersten Hälfte der 1990er Jahre von Sun Microsystems entwickelt. Java ist sehr vielfältig anwendbar. Konkrete Anwendungsgebiete sind Webanwendungen, Anwendungen für mobile Endgeräte, Desktop-Anwendungen, Applets und Chipkarten. Wichtige Einsatzbereiche für Java sind Anwendungen im Unternehmensumfeld mit Ansprüchen an die Skalierbarkeit und Lauffähigkeit in heterogenen Umgebungen. Man kann mit Java außerdem Benutzeroberflächen für Datenbankzugriffe schaffen und über die Java-Schnittstelle JDBC (Java Database Connectivity) auf SQL-Datenbanken zugreifen. SQL steht dabei für Structured Query Language und ist eine spezialisierte Programmiersprache für den Zugriff auf Datenbanksysteme.

Für Fachkräfte in diesem Bereich sind Java-Kenntnisse demzufolge eine sehr gute Grundlage, um am Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein. Ein anerkannter Beleg im Umgang mit der Java Plattform Standard Edition stellt die Zertifizierung „Oracle Certified Professional, Java SE 7Programmer“ dar. Wesentliche Grundvoraussetzung hierfür sind gute IT-Englischkenntnisse. Sie sind nicht nur für die Programmiertätigkeit zwingend erforderlich, es müssen auch entsprechende Zertifikate in englischer Sprache erworben werden.

Web-Developer programmieren und gestalten komplette Webseiten

Um die Entwicklung von Internet-Anwendungen kümmern sich sogenannte Web-Developer. Titel wie Webprogrammierer, Webentwickler oder Web-Engineer sind in vielen Stellenanzeigen ebenfalls geläufig. Mittlerweile wird diese Spezialisierung in jedem vierten Jobangebot im Bereich Programmierung verlangt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es im Auswertungszeitraum Oktober 2015 eine deutliche Steigerung um fast 30 Prozent auf mehr als 2.000 Angebote, das entspricht einem Plus von rund 500 Stellen.

Neben der Neuentwicklung von komplexen Webseiten, wie beispielsweise Onlineshops in Shopping-Portalen, umfasst das Aufgabenspektrum eines Webentwicklers auch die Optimierung und Erweiterung bestehender Internetseiten. Web-Developer konzipieren, programmieren und hosten nicht nur Internet-, sondern auch Intranet- oder Extranet-Auftritte von Unternehmen und Institutionen. Dabei übertragen sie die Methoden der Softwaretechnik auf die Entwicklung und dauerhafte Pflege der Anwendungen. Webanwendungen unterscheiden sich dabei von klassischer Software: Im Webumfeld werden Hypertext-Dokumente genutzt, die zusammen mit dem Browser die Benutzerschnittstellen bilden. Es besteht meist eine Netzwerk-Architektur auf Client-Server-Basis. Die Datenübertragung erfolgt auf dem HTTP- bzw. TCP/IP-Protokoll und die Adressauflösung über das Domain Name System. Da es bei der Webentwicklung um die komplette Gestaltung von Webseiten geht, vom Design über die Ablaufsteuerung bis zur Programmierung des Webauftrittes mit Animationen und dem Aufsetzen auf einen Server, sind Design-Kenntnisse meist essenzieller Bestandteil der Suchprofile von Unternehmen und Software-Agenturen. Der Beruf Webprogrammierer erscheint daher oft auch unter der Bezeichnung Webdesigner. Auf den Internetseiten der Arbeitsagentur gibt man in der JOBBÖRSE als Beruf „Webdesigner“ an, um Tätigkeiten für Webprogrammierer zu finden. Fast die Hälfte (46 Prozent) der ausgewerteten Stellenangebote für Webentwickler fragt in den Anzeigentexten explizit Designqualifikationen ab. Kenntnisse in Grafik- und Flashdesign– von der Bildbearbeitung bis zur Animation – sind Bestandteil der spezifischen Anforderungsprofile. Da Designkenntnisse im IT-Bereich grundsätzlich eine große Rolle spielen, haben wir diese zusätzlich auch unabhängig vom Bereich Programmierung erhoben.

App-Entwicklung für mobile Geräte – zunehmend gefragtes Spezialgebiet im Bereich der Programmierung

Mit dem Siegeszug von Smartphones und Tablets hat die Bedeutung von Applikationen für diese Geräte, kurz Apps, deutlich zugenommen. Mittlerweile gibt es Millionen dieser Programme. Im deutschen Sprachraum bezeichnet der Begriff „App“ eine Anwendungssoftware speziell für mobile Endgeräte. Die Mobile Apps reichen von einfachen Anwendungen bis zu Programmen mit umfangreichen Funktionalitäten und unterstützen den User in nahezu allen Lebenslagen: Sie erinnern uns an wichtige Termine, bringen uns sicher ans Ziel, informieren uns über das Geschehen auf der ganzen Welt und verkürzen uns die Wartezeit mit unterhaltsamen Spielen. Aber auch Business-Apps, die beispielsweise das IT-System des Unternehmens mit mobilen Endgeräten verbinden und so Vertriebs- und Arbeitsprozesse unterstützen, sind zunehmend gefragt.

Als Native App bezeichnet man Apps, die an eine spezielle Zielplattform angepasst sind und über entsprechende herstellerspezifische Online-Portale erworben und installiert werden können. Um die Apps, die für die jeweiligen Geräte entwickelt wurden, erfolgreich zu vermarkten, haben die Hersteller mobiler Betriebssysteme eigene Online-Systeme entwickelt. Doch durch die unterschiedlichen Software-Plattformen sind die Apps nicht universell einsetzbar und müssen für jedes Endgerät einzeln entwickelt und angepasst werden. Die größten Systeme sind Android von Google mit dem Vertriebsportal GooglePlay, iOS von Apple mit dem App Store und Windows Phone von Microsoft mit dem Windows Phone Store. Die Einnahmen von kostenpflichtigen Apps gehen zum Teil an die Entwickler selbst, aber auch mit einem Anteil von etwa 30 Prozent als Provision an die Betreiber der Vertriebsportale. Darüber hinaus gibt es viele kostenlose Apps.

Die Anwendungsprogramme für Mobilgeräte werden von Applikations- bzw. Mobile-Entwicklern oder auch App-Developern konzipiert und realisiert. Sie entwickeln und programmieren die Web Apps vom Konzept über das Layout bis zu den Funktionalitäten, wandeln sie in verschiedene Native Apps um, um sie dann in den einschlägigen Stores zu veröffentlichen und zu vermarkten. Über 500-mal wurde diese spezifische Bewerberqualifikation im Oktober 2015 in Stellenanzeigen gesucht. Damit ist die Nachfrage seit dem letzten Jahr um beachtliche 50 Prozent gestiegen. Meist sind es Web-Developer und Webdesigner, die sich auf die Entwicklung dieser mobilen Lösungen spezialisiert haben. Daneben können Apps inzwischen auch schon mit professionellen Grafikprogrammen, wie z. B. Indesign von Adobe, erstellt werden.

 

 

Netzwerke

Unternehmen suchen verstärkt Netzwerkadministratoren

Die IT-Infrastruktur bestimmt heute in fast jedem Unternehmen und jeder Organisation den Ablauf der Geschäfts- und Kommunikationsprozesse. IT ist aus dem Berufsalltag nicht mehr wegzudenken. Mindestens acht von zehn Menschen arbeiten in ihrem Berufsalltag mittlerweile am Computer (1999 war es nur jeder Zweite). Fast jeder Büro-PC ist heute an ein Firmennetzwerk angeschlossen. Damit dieses reibungslos funktioniert, muss das Netzwerk täglich gepflegt und gewartet werden. Um das zu gewährleisten, benötigen Unternehmen qualifiziertes Personal. Mitarbeiter für den internen IT-Support sind daher sehr gefragt. Die entsprechenden Stellen werden aber unterschiedlich betitelt: In Stellenanzeigen wird zum Beispiel nach „Netzwerkadministratoren“ gesucht. Doch auch „Systemadministrator“ ist eine gängige Bezeichnung, obwohl Systemadministratoren sich eher um einzelne Rechner, Server und deren Nutzung kümmern – in der Praxis aber oft eben auch kleinere Netzwerke betreuen. Im Geschäftsalltag werden sie gerne auch kurz „Admin“genannt. Ebenso liest man in Stellenausschreibungen häufig englische Titel wie zum Beispiel „Helpdesk Administrator“ oder „Systemengineer“.

Administratoren haben eine verantwortungsvolle Aufgabe, denn sie sorgen für die Stabilität und Sicherheit der Netzwerke. Sie installieren Hard- und Software, steuern die Benutzerverwaltung, beheben Fehler, planen, konfigurieren, optimieren, warten das Netzwerk und schützen die sensiblen, vertraulichen Daten. Ein Netzwerkadministrator muss immer am Ball bleiben und sich über neue Technologien und Tools auf dem Laufenden halten. Jeder, der in diesem Bereich arbeiten möchte, sollte daher die Bereitschaft mitbringen, kontinuierlich dazuzulernen. So können Administratoren zum Beispiel unterschiedliche Zusatzzertifikate erwerben. Zur Tätigkeit eines Administrators führen verschiedene Wege, eine klassische Berufsausbildung gibt es nicht. Neben einem Studium der Informatik, Netzwerk- oder Kommunikationstechnik bringen manche Netzwerkadministratoren eine Ausbildung zum Systemadministrator oder Fachinformatiker mit, häufig ergänzt um eine zertifizierte Weiterbildung.

Im Bereich der IT-Berufe werden Netzwerkadministratoren nach Programmierern am zweithäufigsten gesucht. Mit rund 5.200 Anzeigen im Auswertungsmonat Oktober 2015 ist das Stellenangebot hier sehr umfangreich und im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast 16 Prozent größer. Das Stellenwachstum für IT-Spezialisten im Bereich Netzwerke folgt damit dem allgemeinen Aufwärtstrend des Stellenmarktes.

Fast jede vierte Netzwerkstelle sucht Linux-Administratoren

Die offene Software Linux (auch: GNU/ Linux) gehört zur Top 3 der beliebtesten Betriebssysteme für Computer und wird neben den Betriebssystemen Windows von Microsoft und Mac OS von Apple eingesetzt. Linux wurde im Jahr 1991 von Linus Torvalds entwickelt. Heute arbeiten Programmierer weltweit an der ständigen Weiterentwicklung der auf Linux aufbauenden freien Software. Die Einsatzgebiete von Linux wurden seit der ersten Version ständig erweitert und decken heutzutage viele Einsatzbereiche ab. Die Software lässt sich auf fast jedem Computer verwenden. Auf dem Servermarkt hat sich Linux jedoch besonders schnell etabliert. Große Unternehmen wie Siemens und Amazon arbeiten mit diesem System, aber auch im mobilen Bereich hat sich die Software durchgesetzt: Für Smartphones und Tablets gibt es speziell optimierte Linux-Distributionen.

Der distributionsunabhängige und international anerkannte Abschluss (LPIC – Linux Professional Institute Certification) ist für System- und Netzwerkadministratoren eine wichtige Qualifikation. Fast ein Viertel aller IT-Stellenangebote für Netzwerkadministratoren verlangt diese Spezialisierung. Mit rund 1.200 Stellenausschreibungen ist das Angebot für Linux-Administratoren im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil geblieben. Entsprechend qualifizierte IT‘ler können ein Netzwerk, eine auf einem Verzeichnisdienst basierende Infrastruktur und den Client-Einsatz im Open Source Bereich mit Linux als Betriebssystemplattform planen, implementieren und erstellen. Sie achten zudem auf die Netzwerksicherheit und kennen sich mit den Besonderheiten heterogener Netzwerkumgebungen aus. Die marktanerkannten LPIC-Zertifizierungen (Linux Professional Institute Certification) sind in zwei Stufen möglich: Level 1 erreicht die Qualifikation zum Junior Level Linux Professional und Level 2 die zum Advanced Level Linux Professional.

Jeder fünfte Netzwerkadministrator mit Microsoft-Spezialisierung gesucht

Netzwerkadministratoren für das im Home-Bereich sehr verbreitete Betriebssystem Microsoft Windows werden auch von Unternehmen und neben den Linux-Administratoren am zweithäufigsten gesucht – sofern die Spezialisierung in den Stellenanzeigen auch direkt benannt war. 19 Prozent, also fast jede fünfte Ausschreibung, aller Jobangebote im Bereich Netzwerke verlangen explizit entsprechende Kenntnisse und Zertifikate.

Die letzte Umstellung in der Windowsserie hat im Jahr 2012 stattgefunden: Windows Server 2012 hat damals das System Windows Server 2008 R2 abgelöst. Dieser Wechsel hat auch zu neuen Microsoft-Zertifizierungen geführt: Die bisherige Bezeichnung „Microsoft Certified IT Professional“ (MCITP) wurde auf „Microsoft Certified Solutions Associate“ umgestellt, auch bekannt unter der Abkürzung MCSA. Trotz der Umstellung arbeiten einige Unternehmen noch mit der 2008er-Version und benennen dies auch direkt in ihren Stellenanzeigen. Um die Gesamtzahl der relevanten Stellenanzeigen für Administratoren, die für das Microsoft-Betriebssystem spezialisiert sind, erheben zu können, haben wir in dieser Auswertung beide Möglichkeiten abgefragt. Microsoft plant das nächste Windows-Server-Release für 2016. Seit 2014 zertifiziert Microsoft nur noch für die Version Windows Server 2012. Auch die IT-Kurse der WBS TRAINING AG wurden entsprechend umgestellt und behandeln mittlerweile auch schon die aktualisierten Themen des Servers 2012 R2. Denn als offizieller Microsoft Learning Partner bietet die WBS immer die aktuellsten von Microsoft zugelassenen Kurse, unterrichtet von erstklassigen Trainern.

Entsprechend qualifizierte System- und Netzwerkanalysten können ein Netzwerk, eine Active Directory basierte Infrastruktur und den Client-Einsatz auf der Microsoft Windows Server 2012-Plattform planen, implementieren und erstellen. Das international anerkannte Zertifikat zum „Microsoft Certified Solutions Associate (MCSA): Windows Server 2012“ ist die wichtigste Einstiegs-Zertifizierung im Serverbereich und für weitere Microsoft-Produkte. Zusätzliche Qualifizierungen und Microsoft Hersteller-Zertifizierungen zum „Microsoft Certified Solutions Expert (MCSE): Server Infrastructure“ oder zum „Microsoft Certified Solutions Expert (MCSE): Messaging“ sind ebenfalls möglich.

Mit Spezialkenntnissen im Bereich Netzwerke punkten

Die meisten Stellenanzeigen für Netzwerkadministratoren fordern besondere Spezialkenntnisse von den Bewerbern. Was sich für Außenstehende aufgrund der zahlreichen Abkürzungen, speziellen IT-Begriffe und Anglizismen fast wie eine Fremdsprache liest, ist für IT’ler gängiger und verständlicher Sprachgebrauch. Die Kürzel dienen unter anderem dem Abgleich des eigenen Profils mit den Anforderungen des Unternehmens. Im Rahmen dieser Stellenmarkterhebung haben wir daher auch viele dieser Spezialkenntnisse abgefragt. Die Auswahl der zehn am meisten geforderten Kenntnisse (Network Security, Exchange Server, Active Directory, VPN, TCP/IP, Shell, Apache, DNS, DHCP, Hyper V) ist in diesem Kreisdiagramm im Verhältnis zueinander dargestellt.

Am häufigsten tauchten in den Anforderungsprofilen der Stellenanzeigen Spezialkenntnisse auf, die wir unter dem Überbegriff Network Security (Netzwerksicherheit oder Netzsicherheit) zusammengefasst haben (in 746 Anzeigen). Darunter fallen Schlagworte wie Firewall, Network Load Balancing, Failoverclustering, Ipsec, LAN, WAN, VLAN, Benutzerkontensteuerung, Netzwerkzugriffsschutz, Konto- und Sicherheitsrichtlinien– um nur einige zu nennen. Die Vielzahl der mit dem Sicherheitsthema zusammenhängenden Begriffe macht deutlich: Es handelt sich hierbei um ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Planung, Ausführung und Überwachung der Sicherheit in Netzwerken. Hier stehen nicht nur technische Fragen im Fokus, sondern auch Anwendungsfragen, Regelungen und Richtlinien. Im Großen und Ganzen geht es darum, wertvolle Daten zu schützen, denn Netze sind angreifbar. Um ein Netz beispielsweise vor dem Zugriff von außen zu schützen, wird eine Firewall eingesetzt. Die Netzwerkanwender müssen zudem autorisiert sein und sich zum Beispiel durch die Eingabe spezieller Zugangsdaten und Passwörter identifizieren. Um Gefahren für das Netzwerk zu erkennen, können die Rechner überwacht werden. Um den Verlust von Daten zu verhindern, spielt auch die Datensicherung eine große Rolle. Kurz: Netzwerksicherheit und entsprechende Kenntnisse werden für Firmen in Zeiten komplexer Infrastrukturen und Online-Vernetzungen immer wichtiger.

Fast ebenso viele Nennungen wie zum Thema Network Security haben wir für den IT-Begriff Active Directory gezählt (in 732 Stellenanzeigen). Es handelt sich hierbei um einen Verzeichnisdienst von Microsoft Windows Server, der wie eine Zuordnungsliste funktioniert. Damit ist es möglich, ein Netzwerk analog zur räumlichen Verteilung oder Struktur eines Unternehmens zu gliedern. Verschiedene Geräte oder Objekte wie Benutzer, Computer, Server und Drucker können so in einem Netzwerk verwaltet werden. Auch gewisse Zugriffsbeschränkungen für Nutzer des Netzwerkes, zum Beispiel auf Dateien und Drucker, lassen sich so einrichten. Der Netzwerkadministrator kann also mit dem Microsoft-Verzeichnisdienst Active Directory Objektinformationen organisieren, bereitstellen und überwachen.

Active Directory steht auch in engem Zusammenhang mit der Software Exchange Server, denn der Microsoft-Verzeichnisdienst Active Directory muss hierfür im Netzwerk vorhanden sein, u.a. zur Verwaltung von Benutzern. Beim Exchange Server, zu dem Kenntnisse in 599 Anforderungsprofilen verlangt wurden, handelt es sich um eine Groupware- und E-Mail-Transport-Server-Software von Microsoft. Mit dieser Software können zum Beispiel E-Mails, Kontakte, Termine und Aufgaben für mehrere Benutzer abgelegt und verwaltet werden. Sie wird in Unternehmen eingesetzt, deren IT-Infrastruktur von Microsoft geprägt ist. Die dazugehörige Client-Software, die im Front-End von den Nutzern angewendet wird, ist das separate Programm Microsoft Outlook. Wenn Outlook zusammen mit dem Exchange Server genutzt wird, erweitert sich der Funktionsumfang des Programmes. Um die Exchange-Server-Version 2013 zu betreiben, ist das Betriebssystem Windows Server 2008 R2, 2012 oder 2012 R2 erforderlich. Ein Konkurrenzprodukt zum MicrosoftExchange Server ist beispielsweise der Lotus Domino Server.

Die Abkürzung VPN, die wir in den Netzwerk-Stellenanzeigen insgesamt 366-mal gefunden haben, löst sich auf in Virtual Private Network. Es handelt sich hierbei also um ein virtuelles privates und in sich geschlossenes Kommunikationsnetzwerk, das ein vorhandenes Kommunikationsnetz als Transportmedium verwendet. Ein Teilnehmer des vorhandenen Kommunikationsnetzes kann also mittels einer VPN-Verbindung an das andere Netz angebunden werden. Mit dieser Lösung können Mitarbeiter von zu Hause, beispielsweise über eine geschützte Internet- oder Telefonleitung, auf das Firmennetzwerk zugreifen. Somit kann ein verschlüsseltes Netzwerk, in dem die VPN-Partnerabhör- und manipulations sicher kommunizieren können, über ein unverschlüsseltes Netzwerk hergestellt werden.

In 320 Stellenanzeigen tauchte das Kürzel TCP/IP auf. TCP steht für Transmission Control Protocol und IP für Internet Protocol, beide gehören zur Familie der Netzwerkprotokolle und werden aufgrund ihrer großen Bedeutung für das Internet auch als Internetprotokollfamilie bezeichnet. TCP/IP ist nicht nur eines der ersten Netzwerkprotokolle, sondern auch das erfolgreichste. Es steht universell für alle gängigen Betriebssysteme und fast jede denkbare Vernetzung zur Verfügung. Mittlerweile haben zum Beispiel Apple und Microsoft ihre eigenen Netzwerkprotokolle durch TCP/IP abgelöst. So ist es nicht verwunderlich, dass entsprechende Kenntnisse häufig verlangt werden.

307 Stellenanzeigen gaben in ihren Suchprofilen speziell Shell oder Power Shellan. Gemeint ist hiermit die sogenannte Kommandozeile. In diese Zeile kann der Benutzer Befehle eingeben, die dann direkt vom Computer ausgeführt werden. Geläufig ist daher auch der Begriff Kommandozeileninterpreter. Für die Betriebssysteme Unix/Linux gibt es die Unix-Shell als Benutzerschnittstelle. Mit den Betriebssystemen Windows 7 und Windows Server 2008 hat Microsoft das Pendant dazu – die Windows Power Shell– eingeführt. Die Shelleingabe ist ein hilfreiches Tool und wird vor allem von System- und Netzwerkadministratoren genutzt. Ziel der Eingabe über Shell ist es, Befehle und Kommandos einzugeben, und somit die volle Kontrolle über das System sowie die im Hintergrund laufenden Prozesse zu erhalten.

Das Schlagwort DNS fiel im Untersuchungszeitraum Oktober 2015 in insgesamt 239 Netzwerkstellenanzeigen. Es verzeichnet bei den Netzwerk-Spezialkenntnissen mit 44 Prozent die höchste Steigerung im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat. Ausgeschrieben bedeutet DNS Domain Name System und ist einer der wichtigsten Dienste in IP-basierten Netzwerken. Das DNS wird hauptsächlich zur Umsetzung von Domainnamen in IP-Adressen eingesetzt. Vergleichen kann man den Vorgang mit einem Telefonbuch, das die Namen der Teilnehmer in ihre Telefonnummer auflöst. DNS vereinfacht die Arbeit erheblich, denn Namen prägen sich besser ein als Zahlenkolonnen, die aus 4 Zahlen in dezimaler Notation bestehen: So lässt sich der Domainname www.wbstraining.de leichter merken als die dazugehörende IPv4-Adresse 5.9.123.50.

Das eher aus anderen Zusammenhängen bekannte Wort „Apache“ wird in 200 Jobangeboten im Netzwerkbereich genannt. Gemeint ist in diesem Fall eine Open-Source-Software für Webserver. Auf einem solchen HTTP-Server werden Online-Informationen und Webseiten bereitgestellt, die auf Anforderung von Webbrowsern abgerufen werden. Der Apache-Server ist der am häufigsten eingesetzte Webserver und arbeitet mit den Betriebssystemen Windows, Mac OS X, Linux und einigen anderen.

In 181 Stellenanzeigen wurden DHCP-Kenntnisse verlangt. Anknüpfend an das Thema Netzwerkprotokolle (TCP/IP) ist das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) eines von zahlreichen Hilfs- und Anwendungsprotokollen. Es ermöglicht die Zuweisung der Netzwerkkonfiguration an Clients durch einen Server. Das DHCP-Protokoll ist bei der dynamischen und automatischen Endgeräte-Konfiguration behilflich, beispielsweise bei der Vergabe von IP-Adressen. In Firmennetzwerken werden so IP-Adressen zentral und automatisch vergeben. Eine manuelle Vergabe wäre bei vielen Nutzern zu aufwändig.

Das Thema Hyper-V spielte noch in 146 Stellenanzeigen im Bereich Netzwerke eine Rolle. Der Begriff steht für die Hypervisor-basierte Virtualisierungstechnik von Microsoft. Die Hyper-V-Technologie ist in den Betriebssystemen Windows Server 2012, Windows 8 und 10 bereits enthalten, ist aber auch separat erhältlich. Hyper-V kann zur Virtualisierung ganzer Rechenzentren, aber auch kleinerer IT-Umgebungen eingesetzt werden. Mehr zum Thema Virtualisierung erfahren Sie im folgenden Kapitel, in dem wir neben Hyper-V auch Daten zu VMware vSphere ausgewertet haben.

Virtualisierung – Green IT mit Zukunft

Da das Thema Virtualisierung im Bereich Netzwerke eine wachsende und zukunftsweisende Rolle spielt und entsprechende Qualifikationen auf dem IT-Stellenmarkt sehr gefragt sind, widmen wir diesem Thema ein eigenes Kapitel. 720 Jobangebote im Bereich Netzwerke fragten im Auswertungsmonat Oktober 2015 nach entsprechenden Fachkenntnissen – das sind zehn Prozent mehr als im Oktober 2014.

Virtualisierung im IT-Bereich meint die Nachbildung von Hard- oder Software-Objekten durch ähnliche Objekte mittels einer Software-Schicht. So können Computer-Ressourcen (zum Beispiel im Server-Bereich) zusammengefasst oder aufgeteilt werden. Die Virtualisierung ist damit eine Maßnahme im Sinne von „Green IT“ mit positiven Effekten für die Umwelt, da sie zu erheblichen Hardware-Einsparungen führen kann. Zahlreiche Unternehmen setzen daher bereits auf eine virtuelle IT-Infrastruktur. So können sie ihre Hardware-Anschaffungen reduzieren, bestehende Ressourcen besser auslasten, Kosten sparen und eine vereinfachte, flexible, zentrale Administration und Bereitstellung –auch im Hinblick auf Sicherheitsaspekte– realisieren.

Cloud-Anbindungen sind mittlerweile ein Standardfeature aktueller Betriebssysteme. Für das Cloud-Computing ist die Virtualisierung die entscheidende Basistechnologie, denn die Cloud entsteht durch die Virtualisierung von Ressourcen. Mit ihrer Hilfe werden Softwaredienste, Speicherressourcen und Anwendungen von der Hardware getrennt. Waren Server nach Schätzungen bisher nur zwischen 10 und 15 Prozent ausgelastet, lässt sich nun die Auslastung der real vorhandenen Hardware durch den Einsatz der Virtualisierungstechnologie deutlich steigern. So können beispielsweise auf einem physikalischen Server mehrere virtuelle Server integriert werden. Diese sogenannte Servervirtualisierung ist am stärksten verbreitet. Netzwerk-, Speicher- und Anwendungsvirtualisierungen sowie virtuelle Desktops sind weitere wichtige Themen. Marktführende Technologien sind Hyper-V von Microsoft und vSphere von VMware. Hiermit lassen sich virtuelle Netzwerke aufbauen sowie virtuelle Maschinen erstellen, betreiben und verwalten.

WBS ist Microsoft Learning Partner

Lernen beim Microsoft Learning Partner und up to date für die eigene IT-Karriere sein

Die WBS TRAINING AG ist seit Dezember 2013 offizieller Microsoft Learning Partner und bietet professionelle Unterstützung beim Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit Microsoft Produkten und bei der Vorbereitung auf Microsoft Zertifizierungen. Dabei steht jederzeit, egal ob im Präsenzunterricht oder im virtuellen Klassenraum, ein erstklassiger und zertifizierter Trainer zur Verfügung. Microsoft Certified Trainer sind sehr gut ausgebildet und erfüllen höchste Anforderungen bezüglich technischer Zertifizierungen. Erkennbar ist ein Microsoft Learning Partner am offiziellen Logo.

Bildungsinteressierte erhalten die Kurse somit direkt von der Quelle, denn nur Microsoft Learning Partner haben das exklusive Recht „Microsoft Official Courses“ (kurz MOCs) durchzuführen. Neben den neuesten Trainings und Zertifizierungen wird eine Vielfalt an Lernmöglichkeiten geboten, vom Präsenzkurs bis zum Lernen von zu Hause. WBS hilft als zuverlässiger und vertrauensvoller Partner dabei, persönliche Karriereziele im IT-Bereich zu erreichen.

Interview: "Die Weiterbildung war ein echter Glücksgriff"

Ein Interview mit Joachim Faltin, Teilnehmer der WBS-Weiterbildung „Administrator Linux (LPIC 1/2)"

Was haben Sie beruflich vor Ihrer Weiterbildung bei der WBS TRAINING AG gemacht? Welche Ausbildungswege sind Sie bereits gegangen?

Mein bisheriges Berufsleben war sehr facettenreich: Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn war ich im Staatsdienst als Polizist tätig. Danach habe ich mich als Vermögensberater selbstständig gemacht. Nach elf Jahren in diesem Beruf wollte ich mich erneut verändern und habe mich zum IT-Systemelektroniker umschulen lassen. Nachdem 2001 dann aber die Dotcom-Blase geplatzt ist, war es für mich als Berufsanfänger im höheren Alter schwer, eine Anstellung zu finden. Daher war ich als Freelancer in der IT projektbezogen tätig. Nach dieser Station folgte 2006 eine Weiterbildung zum MCSA1 und MCSE2 – allerdings noch nicht bei der WBS. Diese Weiterbildung bei einem anderen Anbieter hat mir leider nicht sehr gut gefallen. Nichtsdestotrotz habe ich sie erfolgreich abgeschlossen und war dann weiterhin als Freelancer und Angestellter tätig.

Aus welchem Grund haben Sie sich dafür entschieden, sich zum Linux-Administrator weiterzubilden?

Mir fiel auf, dass Kenntnisse in Linux immer mehr gefordert oder gewünscht wurden. Um meinen Wert am Arbeitsmarkt zu erhöhen und eine dauerhafte Anstellung zu finden, habe ich mich dann für eine Weiterbildung zum Linux-Administrator entschieden.

Sie waren bis vor kurzem Teilnehmer im WBS Lern-Netz Live® am Standort Siegen und haben dort gerade die Weiterbildung zum „Administrator Linux (LPIC 1/2)“ erfolgreich absolviert. Wie wurden Sie auf diesen Kurs aufmerksam? Warum haben Sie sich für eine Weiterbildung bei WBS entschieden?

Nachdem mein Zeitvertrag als IT-Administrator nicht verlängert wurde, wollte ich die Zeit des Arbeitssuchens sinnvoll nutzen, und entschied mich für eine Weiterbildung. Meine Sachbearbeiterin bei der Agentur für Arbeit machte mich dann auf die Weiterbildungsmöglichkeiten in meiner Umgebung aufmerksam. Nach einigem Hin und Her habe ich mich dann für eine Linux-Weiterbildung bei der WBS TRAINING AG entschieden. Die WBS war mir bis dahin unbekannt, also habe ich mir den Standort Siegen erst einmal angeschaut. Dort wurde ich gleich sehr herzlich empfangen, die Atmosphäre war sehr angenehm. Grundsätzlich würde ich mir klarere Gesetze und Richtlinien für Weiterbildungen wünschen. Ich musste um meine Weiterbildung sehr kämpfen. Das finde ich sehr schade! Ich bin höchst motiviert, mich weiterzubilden, werde als älterer Arbeitnehmer am Markt nur leider kaum noch wahrgenommen.

Weshalb haben Sie sich für eine Weiterbildungim WBS LernNetz Live® entschieden? Welche Vorteile sehen Sie gegenüber dem Lernen im klassischen Präsenzunterricht?

Ich war zu Beginn erst sehr skeptisch. Doch gerade im Vergleich zu meiner vorherigen Umschulung und Weiterbildung, die entweder im klassischen Präsenzunterricht oder im Selbststudium stattfanden, kann ich nur sagen, dass eine Weiterbildung im WBS LernNetz Live® wirklich viele Vorteile mit sich bringt: Die Durchführbarkeit einer Weiterbildung lässt sich wesentlich einfacher gestalten, da Interessierte aus dem ganzen Bundesgebiet teilnehmen können. So ist man ortsungebunden und hat eine gewisse Verlässlichkeit was den Kursstart angeht, da die benötigte Teilnehmeranzahl meist zustande kommt. Und obwohl ich der einzige Teilnehmer dieser Weiterbildung am Standort Siegen war, konnte ich mich via LernNetz Live® mit meiner Lerngruppe ideal austauschen. Außerdem waren die Dozenten wirklich gut ausgebildet.

Was haben Sie in der WBS-Weiterbildung gelernt und hat sie Ihren Erwartungen entsprochen?

Meine Erwartungen wurden übertroffen, da ich vorher keine Erfahrungen mit dem LernNetz hatte. Ich habe in dem Kurs so viel gelernt wie noch nie zuvor in einer Weiterbildung. Sie war eher ein sehr intensives Training statt eine reine Prüfungsvorbereitung. Gerne hätte ich jedoch noch etwas mehr Zeit zur Verfügung gehabt für praktische Übungen.

Welche Herausforderungen sehen Sie für die IT-Branche im Hinblick auf das Thema Weiterbildung?

In der IT-Branche sind Spezialisierungen immer wichtiger– der Wissensbedarf wird immer größer. Die permanenten Änderungen und Neuentwicklungen lassen sich jedoch nicht mehr eigenverantwortlich nach Feierabend kompensieren. Daher sollten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Weiterbildungen ermöglichen oder sich engagieren, dass dies möglich wird, um sie auf dem neuesten Stand der Technik zu halten. Diese Personalentwicklung kann dann durchaus über den zurzeit verantworteten Bereich hinausgehen. So profitieren beide Seiten, denn der Arbeitnehmer kann dem Unternehmen mit der erweiterten Qualifizierung größeren Nutzen bringen und gleichzeitig seine Karriere fördern. Die stärkste Herausforderung im IT-Bereich sehe ich bei dem Thema Datensicherheit. Hier sollten die Arbeitgeber in Weiterbildungen investieren.

Wie beurteilen Sie Ihre aktuellen Chancen als Linux-Administrator am Arbeitsmarkt?

Meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind nun definitiv besser. Ich habe jetzt zwei Standbeine: einmal als MCSA/MCSE und einmal als Linux Administrator. Mein Alter ist leider mein Handicap, aber aufgrund des derzeitigen Fachkräftemangels bin ich sehr zuversichtlich, bald eine Anstellung zu finden. Außerdem bin ich stets gewillt, Herausforderungen anzunehmen und mich weiterzubilden.

Haben Sie schon eine Vorstellung, was Sie nach Abschluss Ihrer Weiterbildung machen und in welcher Branche Sie zukünftig gerne arbeiten wollen?

Ich würde gerne für ein mittelgroßes Unternehmen mit Wachstumspotential arbeiten, in dem ich die Möglichkeit habe, meine Kolleginnen und Kollegen persönlich kennenzulernen. Bei der Branche bin ich sehr flexibel.

Würden Sie eine Weiterbildung bei der WBS TRAINING AG weiterempfehlen?

Unbedingt! Ich habe an dem Standort Siegen sowohl von den Mitarbeiterinnen als auch von der Leiterin große Unterstützung erhalten. Sie waren alle sehr hilfsbereit und kompetent. Ich habe mich ab dem ersten Tag an dem Standort sehr wohl gefühlt und kann es nur weiterempfehlen, an einer Weiterbildung der WBS teilzunehmen.

Design

Web-, Screen- und Interfacedesigner gestalten für Nutzer

Design-Kenntnisse sind im IT-Bereich eine wichtige Zusatzqualifikation. Das bestätigt die Auswertung des aktuellen Stellenmarktes. Rund 2.500 Jobanzeigen verlangen in ihren Anforderungsprofilen danach. Das bekannteste Berufsbild dazu ist der Webdesigner. Er entwickelt, erstellt und pflegt Webseiten im World Wide Web, ist hauptsächlich für die Gestaltung, den Aufbau sowie die Nutzerführung der Internetseiten zuständig und setzt zudem das Corporate Design des Anbieters um. Ein kompetenter Webdesigner erstellt mit dem Wissen um die Wünsche des Auftraggebers, die Ansprüche der Webseitennutzer (User) und die technischen Möglichkeiten die bestmögliche Internetseite. Je nach Aufgabenstellung kommen Werkzeuge wie Bildbearbeitungsprogramme, HTML-Editoren, Content-Management-Systeme oder Softwarelösungen zur Gestaltung von Animationen, Bildschirm-Präsentationen etc. zum Einsatz. In größeren Internetagenturen gibt es reine Webdesigner, die sich ausschließlich um Layout und Design der Internetseiten kümmern. In den meisten Fällen sind diese Tätigkeiten aber mit Programmieraufgaben verknüpft. Webdesigner sind häufig ausgebildete Grafiker, Mediengestalter oder Informatiker, die sich in diesem Bereich spezialisiert haben. Bei entsprechender Eignung können Fähigkeiten im Webdesign auch ohne diese Ausbildungshintergründe erlernt werden. Der Beruf „Webdesigner“ unterliegt keiner gesetzlichen Regelung und wird ausschließlich als Weiterbildung, zum Beispiel von privaten Bildungseinrichtungen, angeboten.

Eine weitere Gruppe sind die Screen- und Interfacedesigner, in Stellenausschreibungen auch als UI- (user interface) oder UX- (user experience) Designer bezeichnet. In der Auswertung des IT-Stellenmarktes mit dem Schwerpunkt Design werden daher auch diese Berufsbilder berücksichtigt. Screen- und Interfacedesigner entwickeln interaktive Bildschirmoberflächen (Interfaces), zum Beispiel für digitale Bedienerpulte von Automaten oder Displays von Smartphones, die intuitiv und logisch vom Benutzer erfasst werden können. Beide Berufe sind oft nicht klar voneinander zu trennen. Screendesigner beschäftigen sich nicht nur mit der reinen Gestaltung, sondern auch mit technischen Aspekten. Die gestalteten Inhalte werden auf verschiedenen Oberflächen ausgegeben; zum Beispiel haben Nutzer, bedingt durch verschiedene Endgeräte, unterschiedlich große Displays. Kenntnisse zur Umsetzung von responsivem Design in Adobe Photoshop und HTML sind für Screendesigner darum eine Grundvoraussetzung. Ebenso wie für Interfacedesigner, die sich zusätzlich zur Grafik mit der Bedienung und Navigationsstruktur der Benutzerschnittstelle beschäftigen. Beim Interfacedesign (übersetzt: Schnittstellendesign) geht es also um die Gestaltung von Benutzeroberflächen für eine reibungslose Mensch-Maschine-Interaktion. Aber auch Screendesigner achten bereits auf eine verständliche und schnell zu erfassende Benutzerführung. Auch wenn die Grenzen dieser Berufsbilder fließend sind, besteht der hauptsächliche Unterschied zwischen Screen- und Webdesign darin, dass Webdesigner Internetanwendungen entwickeln, während sich Screendesigner auch um Bereiche kümmern, die nichts mit dem Internet zu tun haben (z. B. Smartphonedisplays, Computer- und Videospiele, Kiosk- und Fahrgastinformationssysteme).

Geoinformationssysteme

Spezialisten für Geoinformationssysteme zunehmend gefragt

In diesem Kapitel des JobReports wollen wir uns einen ganz speziellen IT-Bereich näher anschauen: den der Geoinformationssysteme (GIS). Das Geografische Informationssystem ist eine zeitgemäße Anwendung der Informationstechnologie. Mit ihm werden Daten erfasst, gespeichert, analysiert und in grafischen Karten dargestellt. Bei diesen Geodaten handelt es sich um digitale Informationen über Umwelt, Bevölkerung, Sicherheit,Wirtschaft und viele weitere Themen.

Mit Hilfe eines Geoinformationssystems können beispielsweise Umweltschutz behörden im Rahmen des Artenschutzes Vorkommen von Arten, die auf der Roten Liste stehen, verwalten und deren Veränderungsprozesse nachvollziehen. Im Bereich der Erneuerbaren Energien lassen sich mit geobasierten Informationssystemen Windparks planen. Marketingabteilungen bestimmen mittels eines GIS, in welchen Gebieten sie neue Kunden gewinnen können und im Katastrophenschutz werden Angaben für Evakuierungspläne zusammengestellt. Geoinformationssysteme braucht man außerdem für die Planung von Verkehrswegen (z. B. Routenplaner oder Navigationssysteme) oder den Abbau von Rohstoffen (wie Kohle, Erz oder Kalk).

Die Einsatzfelder sind also vielfältig –von der Archäologie, Kartografie, Geografie, Regional-, Stadt- und Energieanlagenplanung oder Umweltforschung über Verkehr, Transport und Logistik sowie Handel, Banken und Versicherungen bis hin zur Kriminalistik und zum Gesundheitswesen: Geoinformationssysteme kann man sich als eine Erweiterung der klassischen Landkarte vorstellen. Damit werden Geodaten nicht nur visualisiert, sondern mittels zahlreicher Funktionen analysiert. Als Beispiele von GIS-Software lassen sich im gewerblichen Bereich die Software ArcGIS von ESRI und im Open-Source-Bereich QGIS nennen. Im Online-Bereich dominiert Google Maps mit Google Earth als Zugangssoftware.

Personen, die den Umgang mit Geoinformationssystemen beherrschen oder Webmapping-Anwendungen erstellen können, werden beispielsweise von Datenverarbeitungsdiensten für Geodaten, Architektur-, Ingenieur- und Vermessungsbüros, Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs oder Behörden wie den Landesämtern für Geoinformationen gesucht. 365 Stellenangebote, die Anwenderkenntnisse für Geoinformationssysteme verlangt haben, konnten wir im Rahmen unserer Stellenmarktauswertung im Oktober 2015 zählen. Das entspricht einer Steigerung von fast sechs Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahresmonat.

IT-Ausbilungen/Umschulungen

Gute Job-Aussichten mit einem anerkannten IHK-Berufsabschluss im IT-Bereich

Es gibt unterschiedliche Wege, einen anerkannten Ausbildungsabschluss im IT-Bereich zu erlangen. Wurde der Beruf nicht in einer klassischen Erstausbildung erlernt, kann eine Umschulung den Einstieg in die Branche ermöglichen. Die Gründe, die für eine Umschulung sprechen können, sind vielfältig: zum Beispiel eine längere berufliche Auszeit für die Familie oder gesundheitliche Gründe, die einen Wiedereinstieg in den bisherigen Beruf verhindern. Fehlende Jobangebote im ursprünglich erlernten Beruf machen ebenfalls häufig eine Umschulung notwendig. Aber auch Personen ohne abgeschlossene Ausbildung können an einer Umschulung teilnehmen. Gerade für sie ist es eine ideale Möglichkeit, einen Berufsabschluss zu erwerben und damit deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. In diesem Fall sind Erfahrungen aus einer mindestens dreijährigen beruflichen Tätigkeit notwendig. Aber auch das Abitur kann die passende Eintrittskarte für eine Umschulung sein. Gute Englisch-, PC-, Windows- und Standardsoftware-Kenntnisse sind für IT-Ausbildungen ebenfalls wichtig. In Deutschland können die Kosten für eine Umschulung häufig von den regionalen Jobcentern oder der Bundesagentur für Arbeit übernommen werden. Weitere Förderträger sind die Bundeswehr oder Institutionen im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme, zum Beispiel die Berufsgenossenschaften oder die Deutsche Rentenversicherung. Die WBS TRAINING AG berät Interessenten auch zu passenden Fördermöglichkeiten. Eine Umschulung ist mit 24 Monaten Laufzeit meist etwas kürzer als eine klassische Berufsausbildung. Bei der WBS TRAINING AG beinhaltet sie ein mehrmonatiges Praktikum in einem Unternehmen. Als späterer Arbeitgeber für Fachinformatiker oder IT-Systemkaufleute ist jede mittelgroße und größere Firma oder Institution geeignet. Die meisten Unternehmen verfügen inzwischen über eigene IT-Abteilungen, die je nach Größe mit bis zu 20 Personen besetzt sind. Außerdem können Absolventen in speziellen Unternehmen im IT-Service-Bereich tätig werden. Wie groß die Nachfrage nach diesen Ausbildungen auf dem aktuellen Stellenmarkt ist, zeigen die folgenden Abschnitte.

Fast 22 Prozent mehr Stellen für Fachinformatiker

Der Fachinformatiker ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf in den Bereichen Informatik und Informationstechnologie. Fachinformatiker können in vielen Branchen arbeiten; meist in größeren Unternehmen mit eigenen IT-Abteilungen oder in Software- und Systemhäusern.

Der Beruf des Fachinformatikers ist sehr abwechslungsreich: Zuerst analysiert er genau die Kundenanforderungen – wobei der Kunde sein Arbeitgeber, aber auch eine andere Firma sein kann. Neben der Planung gehören das Warten und Administrieren von Systemen und Rechnern zu seinen Aufgaben. Hierfür kauft er die benötigte Hard- und Software ein, passt sie an und nimmt sie in Betrieb. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Anwendungs- und Datenbankentwicklung, das Software-Engineering sowie Tätigkeiten in den Bereichen Consulting, IT-Schulung und IT-Sicherheit.

Angehende Fachinformatiker haben die Wahl zwischen zwei Spezialisierungen: Anwendungsentwicklung oder Systemintegration. Beide Fachrichtungen können im Rahmen einer Umschulung absolviert werden. Die Ausbildung endet jeweils mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Bei erfolgreichem Bestehen erhalten die Absolventen einen anerkannten IHK-Berufsabschluss.

Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung arbeiten an der Softwareentwicklung in Unternehmensprojekten. Sie entwerfen und realisieren diese Softwareprojekte nach den individuellen Wünschen des Arbeitgebers oder Kunden. Für die Entwicklung und Programmierung analysieren und planen sie IT-Systeme und schulen die Benutzer bzw. Anwender. Treten Störungen auf, ermitteln Fachinformatiker die Ursachen und beheben die Fehler. Als Arbeitgeber kommen Unternehmen beinahe aller Branchen in Frage, hauptsächlich aber aus der IT-Branche selbst. Dazu gehören beispielsweise Firmen, die Software programmieren oder anpassen. Daneben werden Fachinformatiker aber auch in der öffentlichen Verwaltung oder im Bildungswesen gebraucht und gesucht.

Fachinformatiker, die sich für die Fachrichtung Systemintegration entschieden haben, übernehmen die Verantwortung für eine funktionierende IT-Infrastruktur im Unternehmen. Sie planen Systeme und Netzwerke, installieren und warten diese. Sie realisieren beispielsweise die Anbindung an das Internet. In ihrer administrativen Funktion richten sie heterogene Rechnersysteme ein und vernetzen diese, fügen Hard- und Softwarekomponenten in bestehende IT-Systeme ein und konfigurieren sie. Auch im Bereich der Systemintegration schulen Fachinformatiker die Benutzer der Hard- und Software und stehen ihnen bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite.

Ob Anwendungsentwicklung oder Systemintegration, die Nachfrage nach Spezialisten mit dem Berufsabschluss des Fachinformatikers hat auf dem Arbeitsmarkt deutlich zugenommen. Im Auswertungszeitraum Oktober 2015 forderten rund 4.400 Stellenausschreibungen einen Ausbildungshintergrund als Fachinformatiker. Das Stellenangebot ist damit innerhalb eines Jahres umfast 22 Prozent gewachsen. Auffällig ist, dass die gewünschte Spezialisierung mittlerweile häufiger konkret benannt wird: Rund 2.200 Stellenanzeigen suchten explizit Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration und fast 1.000 Angebote die Spezialisierung Anwendungsentwicklung. Das entspricht in beiden Fällen einer Steigerung von über 30 Prozent im Vergleich zum Oktober 2014. Grundsätzlich konnten nur solche Stellenausschreibungen sauber erfasst werden, in denen der Ausbildungsberuf „Fachinformatiker“genau benannt wurde. Sicherlich gibt es weitere Anzeigen, die allgemeinere Formulierungen wie beispielsweise „IT-Ausbildungshintergrund“ benutzen.

Stabile Nachfrage nach IT-Systemkaufleuten

IT-Systemkaufleute sind immer auf dem neuesten Stand der Technik. Sie wissen, welche Geräte und Programme neu auf den Markt kommen und kennen sich mit den verschiedenen Betriebssystemen (wie Microsoft, Linux oder iOS) aus. Oftmals sind sie auch für den Verkauf und die Bekanntmachung der Geräte zuständig. Im Verkaufsbereich beraten sie Kunden dabei, welche IT-Hardware ihren Bedarf optimal abdeckt und welche Vor-und Nachteile einzelne Geräte haben. Auch die kaufmännische Betreuung hinsichtlich Kosten, Finanzierung und vertraglicher Abwicklung gehört zu ihren Aufgaben. Zusätzlich beherrschen sie die Grundlagen der Datenbank- und SQL-Programmierung. IT-Systemkaufleute arbeiten vorranging in der IT-Branche, zum Beispiel in der Software-Beratung und -Herstellung. Sie können aber auch direkt bei den Herstellern der Geräte angestellt sein. In der Unternehmensberatung im Bereich EDV bieten sich weitere Job-Möglichkeiten. Im Auswertungszeitraum Oktober 2015 haben wir mehr als 550 Stellenangebote gezählt, die konkret nach Personen mit diesem Berufsabschluss suchen. Das entspricht einem Plus von knapp vier Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Interview: "So habe ich mir Software-Entwicklung immer vorgestellt"

Ein Interview mit Frank Koch, WBS-Absolvent der Umschulung „Fachinformatiker FR Anwendungsentwicklung“, seit Juli 2014 WBS-Mitarbeiter als Programmierer im ERP-Team

Sie haben bis Juni 2014 an der Fachinformatiker-Umschulung der Fachrichtung Anwendungsentwicklung teilgenommen. Wie kam es dazu – wie sah Ihr beruflicher Werdegang davor aus?

Nach der Schule habe ich eine Ausbildung zum technischen Assistenten für Informatik mit dem Schwerpunkt Netzwerktechnik gemacht. Leider konnte ich in der IT-Welt nicht richtig Fuß fassen und habe dann die Welt der Galvanik kennengelernt. Das ist zwar etwas komplett anderes, aber auch stark vernetzt mit der Computerwelt. Mit der Automobilkrise war dieser Beruf nur leider nicht mehr sicher, sodass ich – auch aus privaten Gründen – umgezogen bin, und andernorts erneut versucht habe, im IT-Bereich eine Anstellung zu finden. Leider gelang mir das nicht so schnell wie erhofft, weshalb ich erst einmal begonnen habe, im Logistik-Bereich zu arbeiten. Nachdem ich überraschend diese Stelle verloren hatte, habe ich mich bezüglich einer Umschulung für den IT-Bereich informiert.

Aus welchem Grund haben Sie sich dafür entschieden, diesen anerkannten IT-Berufsabschluss über eine Umschulung zu erwerben und warum bei der WBS?

Da ich bereits den Ausbildungshintergrund für die Netzwerktechnik hatte, lag mein eigentlicher Fokus auf dem Fachinformatiker für Systemintegration. Der Arbeitsmarkt in meiner Region für diesen Bereich sah aber leider nicht sehr gut aus. Daher wurde mir eine Umschulung für diese Fachrichtung nicht bewilligt. Also schwenkte ich auf die Umschulung im Bereich Anwendungsentwicklung um. Nachdem ich den Eignungstest bestanden hatte, wies mich mein Berater bei der Agentur für Arbeit auf zwei passende Weiterbildungen in der Region hin. Ich habe dann mit beiden Anbietern Kontakt aufgenommen – bei beiden wäre die Durchführung möglich gewesen. Jedoch hätte ich bei dem anderen Anbieter erneut umziehen müssen, was für mich keine Option war. Also habe ich mich für die WBS entschieden. Am Standort Kassel habe ich mich von Anfang an wohlgefühlt: die Beratung, die Atmosphäre, die Mitarbeiter und der Standortleiter – es hat einfach alles gepasst.

Was können Sie über Ihre Umschulung im WBSLernNetz Live® berichten? Welche Vorteile sehen Sie in dieser modernen Lernform?

Da ich mich lokal nicht neu orientieren wollte, bot mir das WBS LernNetz die ideale Möglichkeit, mich weiterzubilden ohne umziehen zu müssen. Das ist definitiv ein entscheidender Vorteil des LernNetzes: die Ortsunabhängigkeit. Da die meisten Kurse bundesweit angeboten werden, gibt es für viele Weiterbildungen eine Kursstartgarantie. Denn im ganzen Bundesgebiet finden sich immer genügend Interessenten für einen Kurs. Das würde bei einem klassischen Präsenzkurs an einem festen Ort anders aussehen.

Was sollten Interessierte aus Ihrer Sicht bei einer Entscheidung für eine Umschulung im IT-Bereich beachten?

Der IT-Sektor ist breit gefächert und sehr schnelllebig. Hier empfiehlt es sich, immer kritisch zu hinterfragen, wie schnell man lernen kann beziehungsweise wie viele Vorkenntnisse man bereits hat. Außerdem sollte man mit der Form des virtuellen Lernens zurechtkommen. Denn auch außerhalb des Unterrichtes ist es ratsam, sich zu informieren und zu üben. Die wichtigste Frage ist, ob man sich nach langjähriger Berufstätigkeit noch einmal zwei Jahre motivieren kann, eine Umschulung zu absolvieren. Die WBS unterstützt die Teilnehmer aber permanent und bestmöglich, die Umschulungen erfolgreich abzuschließen – sei es direkt am Standort oder mit weiteren Lernangeboten wie Online-Nachhilfen.

Ebenfalls entscheidend ist der finanzielle Aspekt. Je nachdem, was man vorher verdient hat, muss man sich natürlich auch die Frage stellen, ob die Förderung für die Zeit der Weiterbildung ausreicht.

Wie beurteilen Sie die aktuellen Chancen für Fachinformatiker Anwendungsentwicklung am Arbeitsmarkt?

Sehr positiv. Wenn man sich auf Plattformen wie XING oder Stellenmärkten, zum Beispiel dem der Arbeitsagentur, einmal umschaut, findet man viele offene Stellen in diesem Bereich. Auch Berufseinsteiger können als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung lukrative Stellen finden.

Welche Qualifikationen und Fähigkeiten sind Ihrer Einschätzung nach derzeit bei IT‘lern besonders gefragt?

Die Spezialisierung findet meist im Unternehmen statt. Es gibt die verschiedensten Qualifikationen. Die Bereiche Cloud-Computing, Verschlüsselungs- und Sicherheitstechnologien und die App-Entwicklung sind momentan sehr gefragt. Aber auch klassische Projektmanagement-Methoden wie SCRUM, oder das große Thema Business Intelligence bestimmen derzeit den Markt.

Und natürlich sind alle weiteren Soft Skills von Vorteil für einen IT‘ler.

Seit Juli 2014 sind Sie Programmierer im ERP Team der IT-Abteilung von WBS. Wie kam es dazu, dass Sie nach Ihrer Weiterbildung eine Anstellung bei der WBS gefunden haben?

Ich wurde von Anfang an ernst genommen und meine fachliche Hilfe hat wirklich gezählt. Das habe ich in dieser Form noch nie erlebt, dass man als Einsteiger so eine Wertschätzung erfährt. Bereits während meiner Umschulung hatte ich Kontakt zu dem Standortleiter. Er stand mir und den anderen WBS-Umschülern mit Rat und Tat zur Seite und hat uns motiviert, wenn es mal nicht so gut lief. Außerdem hat er mir geholfen, die Anstellung bei der WBS zu finden. Seit Oktober bin ich nun in einem Team für die agile Projektmethodik. Das war der beste Wechsel, den ich machen konnte. So wie ich jetzt arbeite, habe ich mir Software-Entwicklung immer vorgestellt. Mein Team ist einfach das beste Team, das ich mir wünschen kann. Ich kann alles ansprechen und wir denken lösungsorientiert.

Würden Sie die WBS weiterempfehlen– als Weiterbildungsanbieter und auch als Arbeitgeber?

Ja, definitiv. Diese herzliche Art, wenn man das erste Mal die WBS betritt ist einfach wunderbar. Man ist einfach gerne bei der WBS. Die WBS legt wirklich Wert darauf, dass sich die Teilnehmer wohl fühlen, das ist Teil ihrer Unternehmenskultur. Auch als Arbeitgeber ist die WBS TRAINING AG sehr empfehlenswert. Die Mitarbeiter gehen sehr respektvoll miteinander um. Die Unternehmenskultur wird also auch innerhalb der WBS gelebt. Probleme werden zielstrebig und nach bestem Gewissen gelöst. Der Vorstand Herr Kronbichler sagt immer NIPSILD dazu: „Nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken“.

Wie sehen Sie Ihre Entwicklungsmöglichkeiten bei der WBS?

Meine Entwicklungsmöglichkeiten bei der WBS sehe ich sehr positiv. Vor allem im Bereich Webgestaltung und -entwicklung wüsste ich definitiv, dass ich bei der WBS die Möglichkeiten hätte, mich weiterzuentwickeln. Wir können uns aber auch extern, zum Beispiel im Rahmen von Schulungen oder Vorträgen, weiterbilden. Und auch im Hintergrund gibt es viele Seminare aus der Personalentwicklung, mit denen man sich weiterbilden kann. Das macht die WBS als Arbeitgeber sehr attraktiv.