JobReport Berufe in den Medien

Trends und Entwicklungen auf dem deutschen Stellenmarkt für Berufe in den Medien

WBS JobReport - Die Entscheidungshilfe bei der Qualifizierungswahl

Die WBS TRAINING AG analysiert regelmäßig den Stellenmarkt und veröffentlicht die Ergebnisse in Form von JobReports. Diese geben Interessenten für Weiterbildungen sowie Personal- und Arbeitsberatern umfangreiche Informationen für die Berufswahl. Die JobReports diesen als Entscheidungshilfe bei der Karriereplanung sowie bei der Wahl geeigneter Qualifizierungen und Zertifizierungen.

Mit dem JobReport Berufe in den Medien informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen und Trends auf dem Jobmarkt sowie über entsprechende Weiterbildungsangebote im Bereich Medien, Redaktion und Kommunikation

Digitalisierung und Medien – viele neue Chancen für die Karriere

Aus der viel zitierten Medienlandschaft ist über Nacht ein neues Universum geworden. Was einst mit dem Buchdruck begann, ist heute ein schier unendlicher Kosmos geworden, der sich immer schneller und weiter ausdehnt. Ohne Medien geht heute nichts mehr: Ob wir uns informieren, kommunizieren, einkaufen, reisen, lernen oder spielen, wir sind von Medien umgeben und auf sie angewiesen. Die Digitalisierung und mit ihr das Internet sind eine Art virtueller zweiter Urknall, der völlig neue Perspektiven und Möglichkeiten geschaffen hat und schafft.

Dieses neue Medienuniversum braucht zum Wachsen drei Dinge: Energie, Technologien und vor allem Inhalte, neudeutsch auch Content genannt. Texte, Bilder, Filme, Geschichten, Apps, Webseiten, Webshops und Soziale Medien brauchen Menschen, die sie entwickeln, gestalten, texten, bebildern und programmieren. Mit dem Universum der Medien entsteht gegenwärtig auch eine Vielzahl neuer Jobs und Karrieremöglichkeiten.

Für diesen JobReport konnten wir verständlicherweise nicht den gesamten Kosmos für Medienberufe untersuchen. Wir haben uns daher vor allem auf die Berufe konzentriert, die stark gefragt und angesagt sind und für die wir darum passgenaue Weiterbildungsangebote bereithalten.

  • Social-Media-Marketing
  • Online-Marketing mit E-Commerce
  • Online-Redaktion
  • Technische Redaktion
  • Medienproduktion und -gestaltung
  • Desktop-Publishing
  • Screen- und Interfacedesign
  • Webdesign und Webprogrammierung
  • App-Entwicklung

Die von uns untersuchten Berufe werden in allen Branchen nachgefragt, ob in Handel, Industrie, Wissenschaft und Forschung oder bei den zahlreichen Medien und ihren Dienstleistern selbst. Die Einsatzgebiete sind so vielfältig wie die Aufgaben. Allen Medienberufen ist jedoch eins gemeinsam: Sie leben von Kreativität, Aufgeschlossenheit, Neugier und dem richtigen, aktuellen Wissen. Viele Berufe verändern sich fortwährend oder verschwinden von heute auf morgen ganz einfach und neue Karrieremöglichkeiten entstehen. Aber mit der entsprechenden Qualifikation und Bereitschaft, täglich dazuzulernen, bietet das Medienuniversum unendliche Möglichkeiten für die Karriere.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung Stellenmarkt 2017

Redaktion

Online-Marketing

Interview mit Isabelle Schall: "Leben in Barcelona, studieren in Deutschland."

Mediengestaltung

Webprogrammierung und Screendesign

App-Entwicklung

Interview mit Birgit Oßendorf-Will: "Digitale Innovatoren für das Online-Marketing von morgen."

Regionale Betrachtung

Entwicklung Stellenmarkt 2017

Starker Anstieg der ausgeschriebenen Stellen

  • Rund 470.000 Jobs wurden im Januar 2017 mit Stellenanzeigen beworben.
  • Über 81.000 Unternehmen, Institutionen und Personalberater suchten Personal.
  • Anstieg um fast 25 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Mehr Stellenangebote als im Vorjahr in allen Berufsgruppen

  • Bauwesen, Handwerk und Umwelt mit über 93.000 Stellenangeboten am stärksten
  • Fast27 % Steigerung bei Jobangeboten für IT/Telekommunikation auf rund 36.000
  • 11.000 Jobs im Bereich Marketing/Werbung/Public Relations, Anstieg um rund 24 %
  • Über 81.000 Unternehmen und Institutionen suchen Personal
  • Durchschnittlich fünfeinhalb Stellenangebote pro Unternehmen

Redaktion

Social Media als Berufschance

Soziale Medien haben unsere Kommunikation in vielfältiger Hinsicht revolutioniert: Facebook erlaubt uns, auch mit entfernten Freunden in engem Kontakt zu bleiben, wir informieren uns zeitnah über aktuelle Ereignisse dank Twitter, teilen unsere Fotos via Instagram und interagieren auf vielen weiteren Kanälen. Doch Social Media wird längst nicht mehr nur von Privatpersonen zum per-sönlichem Austausch genutzt. Denn neben der Politik hat auch die Geschäfts-welt diesen Weg für sich entdeckt. Mehr und mehr nutzen Unternehmen Soziale Medien, um mit ihren Zielgruppen in Kontakt zu treten. Verbreitet werden so natürlich Produktinformationen.

Aber auch die Chance, direktes Feedback einzuholen und sich miteinander auszutauschen, spielen eine wesentliche Rolle. Die Vorteile von Social Media gegenüber der klassischen One-way-Kommunikation liegen dabei auf der Hand: Beiden Seiten steht ein nahezu universell verbreitetes, umfassend akzeptiertes und vielseitiges Mittel zur Verfügung, das rund um die Uhr genutzt werden kann. Nicht zuletzt spielen natürlich auch finanzielle Erwägungen eine Rolle – eine geschickt geplante und originelle Social-Media-Kampagne ist auch für kleine Unternehmen erschwinglich und kann im Erfolgsfall dennoch einen großen Personenkreis erreichen.

Genau hier liegt jedoch die Herausforderung: Um Social Media in der Unternehmenskommunikation wirklich erfolgreich einzusetzen, braucht es Fachleute, die sich in jeder Hinsicht mit den Möglichkeiten und Techniken des Mediums auskennen. Die Aufgaben sind vielfältig, reichen vom Verfassen geeigneter Texte über das Monitoring des User-Feed-backs bis zur Entwicklung umfassender Strategien und Kampagnen. Experten in diesem Bereich stehen also vielfältige Berufsperspektiven offen.

Experten für Twitter, Facebook & Co.

  • Stellen für Social-Media-Manager ausgeschrieben
  • Anstieg um rund 19 % gegenüber dem Vorjahresmonat
  • 188 Unternehmen suchten im Januar 2017 Personal

Online-Redakteure gesucht

  • Anstieg der Stellenangebote um rund 27 %
  • Nachfrage nach speziellen Kenntnissen für Content-Management-Systeme rückläufig
  • Über 300 Unternehmen haben entsprechende Stellen ausgeschrieben

Gute Texte für Handbücher, Bedienungsanleitungen und Support

  • Fast 400 Jobangebote für Technische Redakteure im Januar Anstieg um über 20 % gegenüber dem Vorjahresmonat
  • 300 Unternehmen haben Stellen ausgeschrieben

Online-Marketing

Beste Aussichten im Online-Marketing

Bequem, flexibel, große Auswahl – das sind nur drei Argumente für Online-Shopping, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Entsprechend interessiert an diesem Verkaufsweg sind Unternehmen jeder denkbaren Branche. Denn selbst wenn sie keinen Online-Shop anbieten, so bleibt ihre Präsenz im Internet doch für viele Kunden und Geschäftspartner die erste Anlaufstelle – und ist somit auch die vielleicht wichtigste Repräsentationsfläche.

Online-Marketing-Experten haben die Aufgabe, das Potenzial dieser Plattform optimal auszuloten und in entspre-chende Maßnahmen umzusetzen. Das beginnt schon bei Aufbau und Architektur der Unternehmenswebsite, die gut durchdacht, benutzerfreundlich und zielorientiert sein sollte. Eine weitere wichtige Aufgabe liegt dann im aktiven Marketing: Wie gelingt es, möglichst viele Interessenten auf die eigene Seite zu locken, vom Angebot zu überzeugen und schließlich zu Kunden zu machen?

Hier ist klar im Vorteil, wer sich umfassend in diesem Bereich auskennt und die aktuellen Trends, Tools und Strategie im Performance-Marketing und E-Com-merce beherrscht – darunter wichtige Bereiche wie Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO), Webtext-Redaktion, Analysemethoden und nicht zuletzt Online-Recht. Unter-nehmen schätzen und suchen solche Spezialisten – das belegt auch die neu-este Auswertung dieses JobReports, die einen weiteren Anstieg der Stellenanzeigen im Bereich Online-Marketing verzeichnet.

Online-Marketing und E-Commerce: Zeit zu handeln

  • 650 Stellenangebote für Online-Marketing-Manager
  • Ein Drittel mit Spezialisierung für E-Commerce
  • Anstieg um fast 20 % gegenüber Januar 2016

 

 

Interview mit Isabelle Schall: "Leben in Barcelona, studieren in Deutschland."

Leben in Barcelona, studieren in Deutschland. Interview mit Isabelle Schall. Die Studentin lebt in Barcelona und studiert berufsbegleitend in Deutschland.

Studieren unter Palmen, auf der Couch oder im Café? Mit einem Online-Studium ist das möglich. Das dachte sich auch Studentin Isabelle Schall. Sie lebt und arbeitet in Barcelona und absolviert berufsbegleitend den Masterstudiengang „MSc E-Commerce & Online Marketing“.

Frau Schall, warum haben Sie sich für ein Online-Studium entschieden?

Nachdem ich mein Bachelorstudium im Bereich Marketing abgeschlossen hatte, bin ich von Bonn nach Barcelona gezogen. In einem spanischen Start-up habe ich erste Berufserfahrung gesammelt. Das war spannend, nach einer Weile verspürte ich aber den Wunsch, mein Wissen – im Bereich Online-Marketing und E-Commerce – zu vertiefen. Ich habe länger nach einem Masterstudium gesucht, das ich berufsbegleitend und von Barcelona aus absolvieren kann. Schnell kam mir die Idee mit dem Online-Studium. Dabei war mir wichtig, dass es sich nicht um ein Selbststudium handelt, sondern das Wissen live vom Dozenten vermittelt wird. Da gibt es zurzeit nicht viele Angebote. Als ich diesen Studiengang entdeckt habe, war ich sehr glücklich.

Wie läuft Ihr Online-Studium ab?

Das Studium ist gut strukturiert: Zweimal pro Woche haben wir von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr Live-Vorlesungen. Das heißt, ich setze mich mit Headset und Kamera an meinen PC und treffe meine Kommilitonen und Professoren online im virtuellen Hörsaal. Während des Unterrichts können Fragen jederzeit direkt gestellt und geklärt werden. Donnerstags bis dienstags erledigen alle Studenten eine Gruppenarbeit. Die festen Zeiten steigern die eigene Motivation enorm. Unter der Woche fällt weniger Arbeit an, am Wochenende gibt es durch die Gruppenarbeit meist mehr zu tun. Das ist aber okay, denn bisher machen mir die Aufgaben und die Arbeit im Team immer Spaß. Am Ende jedes Moduls muss ich eine mündliche Abschlussprüfung ablegen, diese findet ebenfalls online statt. Während der Prüfung ist meine Kamera stets an, damit die Dozenten sehen, dass ich auch wirklich am Rechner sitze und nicht eine andere Person. Auch meinen Bildschirm muss ich freigeben, heimlich googeln ist also nicht drin.

Was ist vorteilhaft an diesem Studium?

Die Ortsunabhängigkeit ist ein klarer Vorteil dieses Studiums. Ich kann studieren wo ich möchte, solange Internet und PC vorhanden sind. Zudem ist der Masterstudiengang sehr gut planbar, denn die Termine stehen weit im Voraus fest. Ich weiß genau, wann die Vorlesungen stattfinden und Gruppenarbeiten anstehen. Verpasse ich eine Vorlesung, kann ich sie jederzeit eigenständig nacharbeiten — es gibt immer eine Aufzeichnung. Fachlich ist das Studium spannend und behandelt genau die Themen, die mich interessieren. Die Fachmodule erfolgen hintereinander und sind immer in sich abgeschlossen. Diese intensive Auseinandersetzung mit einem Themenbereich gefällt mir besonders gut, wir können richtig in die Tiefe gehen. Zwischen Studenten und Dozenten herrscht dabei immer ein reger Austausch, die Atmosphäre ist locker. Auch sonst ist von Anfang an für alles gesorgt. Alle Studierenden erhalten ein Headset, und die Lehrbücher werden vorab zugeschickt. Man muss sich im Grunde um nichts kümmern und das ist sehr erleichternd.

Wie ist die Atmosphäre, wenn man sich immer online sieht, aber physisch nicht am gleichen Ort ist?

Wir sind ein buntgemischtes Team: Ich studiere in Barcelona, eine Teilnehmerin nimmt aus der Elternzeit teil und ein Kommilitone arbeitet z. B. bei einem großen Automobilunternehmen. Und obwohl wir uns noch nie getroffen haben, kennen wir uns schon richtig gut. Jeder bringt seine Stärken in die Gruppe ein und wir profitieren voneinander. Auch die Dozenten sind alle sympathisch und sorgen immer für professionellen Input und einen guten praktischen Bezug. Sie unterrichten von überall: Aus Schweden oder Österreich, von zu Hause oder vom Arbeitsplatz. Einer unserer Dozenten war in den Sommerferien in Kroatien und hat sich einfach aus dem Urlaub zugeschaltet. Es ist spannend welche Möglichkeiten wir heute haben zu studieren und uns zu bilden.

Haben Sie Tipps für zukünftige Studenten?

Das Masterstudium ist insgesamt eine bereichernde Erfahrung. Es gibt einiges zu tun – mindestens ein bis zwei Mal die Woche muss ich mich hinsetzen und lernen bzw. vor- oder nachbereiten. Aber der Einsatz lohnt sich persönlich und beruflich für mich. Ich kann zukünftigen Teilnehmern auf jeden Fall den kostenlosen Schnuppertag empfehlen, damit sie eine Vorstellung davon bekommen, wie das Live-Online-Studium abläuft.

Mediengestaltung

Digital gewinnt: Mediengestalter sind vielseitig einsetzbar

Ob Broschüren, Kataloge, Magazine oder Bücher – ob aufwendig produzierter Bildband oder Postwurfsendung – ob Papier oder Website: In unserem Alltag kommen wir mit einer Fülle an verschiedensten Medien in Kontakt, die uns unterhalten und informieren. Diese Funktion erfüllen sie am besten, wenn ihre Inhalte grafisch ansprechend und effizient aufbereitet sind.

Genau diese Aufgabe übernehmen Mediengestalter. Ihr Berufsfeld entstammt aus der klassischen analogen Druckwelt, hat sich mittlerweile aber fast vollständig digitalisiert. Ein eng mit der Mediengestaltung verbundenes Berufsfeld ist das sogenannte Desktop-Publishing (DTP – das "Publizieren vom Schreibtisch aus"). Desktop-Publisher haben vorwiegend die Aufgabe, das Layout von Print- oder Onlinemedien attraktiv bzw. funktional zu gestalten; sowohl den Text- als auch den Bildbereich. Auch hier kommen in der Berufspraxis mittlerweile nahezu ausschließlich digitale Hilfsmittel, also Grafikprogramme wie Photoshop oder Illustrator, zum Einsatz. Aus- und Weiterbildungen in diesem Bereich befähigen die Absolventen, in einem vielseitigen Berufsfeld tätig zu werden – beispielsweise in Marketingabteilungen, Verlagen, Druckereien oder Werbeagenturen. Und sie werden gebraucht: Wie die Auswertung dieses JobReports zeigt, gehören Mediengestalter mit 1.000 offenen Stellenangeboten zu den am häufigsten gesuchten Fachkräften im Bereich der Medienberufe.

Desktop-Publishing – vom Schreibtisch in die digitale Welt

  • Mehr als 350 Stellenangebote im Januar 2017
  • 252 Unternehmen in ganz Deutschland suchen Personal
  • Konstant hohe Nachfrage

Ob Print oder digital – Mediengestaltung braucht Kreativität und Know-how

  • Rund 1.000 Stellen für Mediengestalter
  • Mehr als ein Drittel fordert Kenntnisse für Bildbearbeitung und Grafik
  • Zahl der Stellenangebote um rund 10 % gegenüber Vorjahresmonat gestiegen

Photoshop-Kenntnisse – fast schon ein Muss

  • 345 Stellenangebote fragen nach entsprechenden Kenntnissen
  • Tendenz weiter steigend
  • 285 Unternehmen suchen entsprechende Fachleute

InDesign ist in

  • 275 Stellenangebote von 233 Unternehmen
  • Auch hier ein leichter Anstieg gegenüber Januar 2016
  • Wichtig für die Erstellung von Druckerzeugnissen

Grafiken erstellen und Zeichnen mit Illustrator

  • 228 Jobangebote von 195 Unternehmen und Agenturen
  • Gleichbleibende Nachfrage
  • Wichtiges vektorbasiertes Programm für Computergrafiken

Webprogrammierung und Screendesign

Webprogrammierer und Screendesigner: die am stärksten nachgefragten Medienberufe

Welches Unternehmen präsentiert sich heute nicht mit einer eigenen Website? Oft bezeichnet als die „digitale Visitenkarte“, leistet eine Firmen-Website heutzutage oft viel mehr als reine Repräsentation: Sie ist erste Anlaufstelle für (potenzielle) Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter, informiert über Produkte und Dienstleistungen, bietet Information und oft auch Unterhaltung. Entsprechend hoch sind die Anforderungen, nicht zuletzt an die Benutzerfreundlich-keit.

Aufbau und Umsetzung einer jeden Website sind die Aufgabe von Webprogrammierern. Diese Berufsbezeichnung, in Stellenanzeigen üblicherweise Webdesigner oder Webentwickler genannt, umfasst eine Reihe von speziellen Ausbildungsschritten. Sie befähigt den Absolventen dazu, Websites umfassend und professionell zu gestalten; vom Design über die Ablaufsteuerung bis zur eigentlichen Programmierung und dem Aufsetzen auf einen Providerserver.

Die Gestaltung wiederum liegt in den Händen der Screendesigner, die jedoch bei ihrer Arbeit berücksichtigen müssen, dass ihre umgesetzten Inhalte nicht nur am Computer, sondern auf verschiede-nen Endgeräten der Nutzer, z. B. Smartphones, funktionieren müssen. Neben Layout-Kenntnissen spielen also in der Ausbildung auch technische Aspekte eine Rolle.

Webprogrammierer und Screendesigner haben nach wie vor ausgesprochen gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt: Bereits im letzten JobReport Medienberufe (2015) waren in diesem Bereich die meisten Stellen ausgeschrieben, ein Trend, der sich fortgesetzt und nochmals verstärkt hat.

Jobmaschine Internet für Webdesigner und -programmierer

  • Fast 1.800 ausgeschriebene Stellen im Januar 2017
  • Anstieg der Stellenangebote um über 30 %
  • Mehr als 1.000 Unternehmen suchen

App-Entwicklung

App in den neuen Job: Anwendungsentwickler für mobile Endgeräte gefragt

„Gibt’s dafür nicht eine App?“ Doch, wahrscheinlich schon. Denn Apps – die kleinen praktischen Anwendungen – hat zumindest jeder, der ein Smartphone benutzt. Eigentlich ist das Wörtchen "App" die Abkürzung des englischen Begriffs „Application“ (Anwendung) und bezeichnet ganz allgemein eine Anwendungssoftware, unabhängig vom Einsatzort. Im umgangssprachlichen Gebrauch ist jedoch meist eine mobile App gemeint, die, wie bereits eingangs erwähnt, auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets genutzt wird. Hier hat die App auch ihren Siegeszug angetreten, denn sie ermöglicht mittlerweile jedem, seine Lieblingsfunktion – ob Zeitung, Lieferservice oder Online-Game – direkt und ohne den Umweg über den Browser anzusteuern.

Da Apps so beliebt und vielseitig sind, boomt natürlich auch die App-Entwicklung. Nahezu jeder populäre Dienst bietet mittlerweile eine App-Version seiner Leistungen an und nicht wenige Digitalschmieden haben sich allein auf das Entwerfen und Umsetzen neuer Apps spezialisiert. Und natürlich sind diese stets auf der Suche nach Fachkräften, die mit professionellen Fähigkeiten und kreativen Ideen das Geschäft weiter ankurbeln. Ausschlaggebend hierbei ist das jeweilige Betriebssystem.

Sehr verbreitet – und in jeder zweiten Stellenanzeige gefragt – ist Android, eine freie Software, die quelloffen entwickelt und auf über 80 Prozent der Smartphones weltweit verwendet wird. Ein guter Ausgangspunkt also für entsprechend ausgerichtete Weiterbildungen – und ein wichtiger Baustein für die smarte Karriereplanung.

Entwickler für Smartphones – hier geht es richtig App

  • Rund 600 Jobangebote für App-Entwickler
  • Mehr als die Hälfte fordert Android-Fachleute
  • Anstieg um mehr als 20 %

Interview mit Birgit Oßendorf-Will: "Digitale Innovatoren für das Online-Marketing von morgen."

"Digitale Innovatoren für das Online-Marketing von morgen." Interview mit Birgit Oßendorf-Will: Personalleiterin Ströer SE & Co. KGaA

Sie suchen zahlreiche Mitarbeiter im Bereich Online-Marketing. Wie sehen für diese Personen typische Tätigkeitsfelder bei Ströer aus?

Durch unser einzigartiges Geschäftsmodell bieten wir onlineaffinen Talenten eine enorme Vielfalt an Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten. Im Online-Marketing suchen wir aktuell für die Bereiche Social Media und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Diese beiden Felder sind für uns als digitaler Publisher und Vermarkter äußerst relevant. Local SEO spielt in diesem Zusammenhang eine sehr wichtige Rolle. Denn Maßnahmen zur Verbesserung der Auffindbarkeit eines Unternehmens sind insbesondere für alle Google-Suchanfragen mit lokalem oder regionalem Bezug sehr elementar. Bereits ein Drittel der Suchanfragen besitzen einen lokalen Charakter. Unser Tochterunternehmen Regio Helden ist unter anderem auf diesen Bereich spezialisiert.

Wie viele Arbeitnehmer beschäftigt Ströer im Bereich Online-Marketing und können Sie Ihren Bedarf (auch zukünftig) decken?

Hier möchte ich kurz etwas ausholen: Die Ströer Gruppe vermarktet rund 300.000 Außenwerbeflächen, darunter Plakatflächen, Litfaßsäulen, Werbeflächen auf Uhren oder an Wartehallen. Aber auch Werbeflächen im Internet. Unsere werbungtreibenden Kunden können damit ihre Kunden vollumfänglich und in vielen Situationen erreichen. In einem weiteren Schritt haben wir unser mediales Angebot um eigene, digitale Content-Medien – wie zum Beispiel giga.de und t-online.de – sehr erfolgreich erweitert. Ergänzt wird das Ganze durch E-Commerce-Plattformen. In allen diesen Geschäftsfeldern sind bei Ströer aktuell über 4.600 Menschen beschäftigt. Etwas mehr als die Hälfte davon, rund 2.600 Kolleginnen und Kollegen, im Digital-Bereich.

Welche speziellen Anforderungen haben Sie bei Ströer an Bewerber, die im Digital-Bereich arbeiten wollen?

Wir werden täglich digitaler. Und wir wollen die digitale Welt aktiv mitgestalten. Dafür brauchen wir zunehmend digitale Innovatoren, die digitales Leben leben, die Spaß daran haben und den digitalen Wandel als Chance begreifen. Digitalisierte Prozesse und Daten bilden die Grundlage für die veränderten Geschäftsmodelle in der Mediabranche. Nur durch die richtige Analyse und Interpretation von Daten wird man in Zukunft in der Lage sein, wichtige und tiefgreifende Annahmen über Zielgruppen zu treffen und Kommunikationslösungen individuell und treffend für Marken zu gestalten.

Spielen die Art der Aus- und Weiterbildung sowie Abschlüsse im Bereich Online-Marketing eine Rolle bei der Bewerberauswahl?

Es kommt sehr stark darauf an, dass man bestimmte Dinge beherrscht. Zeugnisse sind deshalb auch relevant, aber wir schauen hier weniger auf die klassische Ausbildung. Uns ist es wichtig, dass jemand neugierig ist, Erfahrungen gesammelt hat, anpacken kann und will. Mit anderen Worten spielen die Persönlichkeit und Spaß und Leidenschaft an der Aufgabe eine wichtige Rolle. Hier zeigt sich, ob jemand zu uns und unserem Unternehmen passt.

Welche spezifischen Kompetenzen sollte eine Fachkraft, die im Bereich Online-Marketing für Ströer arbeiten möchte, mitbringen?

Wir brauchen ganz sicher diejenigen, die sich in Bits und Bytes gut auskennen und diese Kenntnisse schnell und präzise umsetzen können. Die Schnelllebigkeit des Internets und der permanente Wandel erfordern Expertise und Erfahrung im Bereich SEO. Und wir suchen Teamplayer, die neugierig Die Ströer Gruppe vermarktet rund 300.000 Werbeflächen im Außenbereich und im Internet.2020 sind. Die sich nicht abschrecken lassen, wenn nicht jeder Tag aussieht wie der andere, sondern die es beflügelt, in einem dynamischen Arbeitsumfeld eigenverantwortlich arbeiten zu dürfen.

Und welche Karrieremöglichkeiten bietet Ströer für Online-Marketing-Spezialisten?

Egal wie man Karriere definiert – bei uns kann man wachsen. An Herausforderungen und Aufgaben, an Erfolgen und Misserfolgen, als Spezialist oder als Führungskraft und das gepaart mit Verantwortung und Spaß. Wir glauben daran, dass jeder Mensch für seine Entwicklung selbst verantwortlich ist und bieten dafür eine gute Grundlage.

Gibt es Mitarbeiter bei Ströer, die sich im Bereich Online-Marketing (bspw. SEO, Social Media, CMS, Photoshop) weitergebildet haben? Was ist aus Ihrer Sicht wichtig für eine derartige Weiterbildung?

Ja, wir haben Mitarbeiter, die sich weitergebildet haben. Weil Mitarbeiter sich gerne in Themen reinfuchsen, sich bei Kollegen Hilfe suchen, oder aber sich auch privat damit intensiv beschäftigt haben. Wichtig ist IT-Know-how und Freude daran, logisch zu denken. Außerdem muss man gewillt sein, sich ständig auf dem neuesten Stand der Technik zu halten, um mit der Branche Schritt halten zu können. Nicht mithalten zu können, bedeutet Stillstand.

Wird der Bedarf an Fachkräften im Bereich Online-Marketing eher zunehmen oder abnehmen? Welche neuen Karrierewege werden entstehen?

Die Welt wird immer digitaler, darum steigt auch der Bedarf an Entwicklern, IT-Profis, IT-Spezialisten und IT-affinen Schnittstellen- und Projektmanagern. Dabei stellen wir uns folgende Fragen: Sind wir in der Lage, basierend auf Daten Rückschlüsse zu ziehen, Hand-lungsempfehlungen abzuleiten und uns dann schnell auf veränderte Umstände einzustellen? Das wird uns und unsere Mitarbeiter in Zukunft noch stärker beschäftigen. Und deswegen brauchen wir Mitarbeiter mit IT-Qualifikationen. Aus diesem Grund werden wir auch in diesen Jobs einen stärkeren Fokus auf die Ausbildung legen.

Wie könnte aus Ihrer Sicht eine idealtypische Berufssituation für einen Weiterbildungsabsolventen im Bereich Online-Marketing aussehen?

Wir sind weit weg von "idealtypisch" aufgrund unserer vielfältigen Geschäftsmodelle und Unternehmen. Allerdings spielt Suchmaschinenoptimierung für alle unsere Unternehmen, aber auch für unsere Kunden, eine wichtige Rolle.

Was würden Sie einer/einem Weiterbildungsinteressierten für den Bereich Online-Marketing mit auf den Weg geben?

Logisches Denken und Affinität zu IT-Systemen bzw. zu den Grundlagen des World Wide Web, so zum Beispiel bei der Webseitenprogrammierung und der Suchmaschinenoptimierung sind wichtige Skills. Oder aber Interesse an der Beratung hinsichtlich der SEO-Strategie, ebenso wie Organisationstalent zur Koordination von Abläufen sind gefragt. Und grundsätzlich ist eine Leidenschaft für die Themen wichtig, damit Sie die Sprache der Zielgruppe sprechen.

Regionale Betrachtung

Region egal, Hauptsache digital

  • Nachfrage nach Webdesign und -programmierung in der Region West am stärksten
  • In der Region Süd große Nachfrage nach Mediengestaltern
  • Im Osten inklusive Berlin werden Webdesigner und Online-Redakteure gesucht
  • Nachfrage nach App-Entwicklern in allen Regionen hoch
  • Im Norden werden viele Webdesigner und -programmierer gesucht