Energie sparen macht Spaß.
Zeigts den anderen – gewinnt die Green Challenge.

Green Challenge im Büro – 7 Ideen für einen nachhaltigen Arbeitsplatz.

Euer Arbeitsplatz soll grüner werden? Das lässt sich machen – mit einer Green Challenge statt mit Verboten. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind wichtige Themen, kommen aber häufig mit moralischem Zeigefinger oder dem Gefühl von Verzicht daher. Dabei kann es auch Spaß machen, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und Alternativen zu entdecken. Macht euren Arbeitsplatz grüner mit einer Green Challenge, einer spielerischen Aktion, die alle einbezieht. Ob wortwörtlich durch Pflanzen, oder im übertragenen Sinne durch das Einsparen von Energie oder Ressourcen bei vielen Routinen im Alltag. Auch im Büro können wir alle einen Beitrag leisten, indem wir umweltfreundliche Gewohnheiten fördern. Hier kommen sechs Ideen für eine nachhaltige Herausforderung am Arbeitsplatz.

In diesen Bereichen könnt ihr mit einer Green Challenge Gewohnheiten ändern:

Drucken: eine Sache der Einstellung.

Seid ihr schon ein papierfreies Büro? Bravo, dann habt ihr ein großes Ziel auf dem Weg zum Green Office bereits umgesetzt. Wird bei euch immer noch gern viel und bunt ausgedruckt, könnte es an der Zeit für eine Challenge sein. Nehmt euch zum Beispiel vor, euren Papierverbrauch in den kommenden zwei Wochen um die Hälfte zu reduzieren. Die Anzahl der Ausdrucke lässt sich bei den meisten Druckern ablesen. Falls das nicht geht, führt ihr eine Strichliste für jedes geöffnete Paket Druckerpapier. Überdenkt dabei bewusst eure Einstellung und hinterfragt sogar die Vorgaben, die euer Arbeitsleben bestimmen. Möglicherweise sind Regeln einfach veraltet und können überarbeitet werden. Auch wenn das nicht in eurer Macht liegt – ihr könnt Impulse geben und zeigen, dass es anders geht! Fragt doch mal im Einkauf nach, ob es möglich ist, Recycling- oder FSC-Papier zu bestellen.

 

Ihr könnt noch mehr tun: Die Einstellung des Druckers ändern.
In den meisten Branchen muss längst nicht alles in Farbe gedruckt werden, die Graustufen-Variante genügt häufig. Auch bietet es sich in vielen Fällen an, Papier beidseitig zu bedrucken, die Einstellung dafür nennt sich normalerweise Duplex-Druck. Also, ran an den Druckertreiber und fix umprogrammiert.
Arbeitet ihr in einer papierliebenden Branche und lässt sich Drucken bei euch einfach nicht vermeiden, so könnt ihr dennoch darauf achten, Fehldrucke als Notizpapier zu nutzen oder wenigstens über die Altpapiercontainer zu entsorgen, bevor das Reinigungsteam am Abend alle Papierkörbe in den Hausmüll entleert.

Gruppe im Büro spricht über Nachhaltigkeit

So lässt sich beim Drucken Energie und Papier sparen:

  • Frage stellen: Muss ich drucken oder kann ich digital speichern oder teilen?
  • Graustufen- und Duplex-Druck im Druckertreiber einstellen
  • Recycling-Papier nutzen
  • Fehldrucke als Notizpapier nutzen
  • Papier in Recyclingbehälter entsorgen

Die Geräte: Energie sparen.

Auch am individuellen Arbeitsplatz, an PC und Bildschirmen, geht noch was in Sachen Energie sparen. Schau doch mal in die Systemeinstellungen eures PCs. Ganz gleich, welcher Hersteller, fast alle modernen Geräte sollten einen Tab zum Thema Energieverbrauch haben. Wollt ihr eine echte Green Challenge daraus machen, dann benötigt ihr eine App, die den individuellen Stromverbrauch messen kann. Eine kurze Recherche und die Zustimmung eurer IT-Administration sollten euch startbereit machen. Was ihr in jedem Fall selbst einstellen könnt, ist die Bildschirmhelligkeit und die Zeit, bis der Bildschirm in den Schlafmodus geht, wenn ihr in der Kaffeeküche seid. Außerdem könnt ihr drauf achten, nicht zu viele Tabs offen zu lassen, denn die meisten Webseiten nutzen Werbebanner und Cookies, die im Hintergrund weiterlaufen und euren Strom verbrauchen. Obendrein lohnt es sich, auf eine aktuelle Browserversion zu achten, denn auch dort lässt sich inzwischen Energie sparen.

Der Mailserver: aufräumen und abmelden.

Ja, digitales Speichern spart Papier und damit wertvolle Ressourcen wie Wasser und pflanzlichen Zellstoff. Allerdings gibt es auch die sogenannte digitale Umweltverschmutzung. Sie ist schwerer zu erkennen, da wir sie nicht sehen, aber sie trägt trotzdem zu Kohlenstoffemissionen bei. Was wir gern vergessen in der täglichen Routine: Jedes Megabyte braucht Serverleistung, um übertragen zu werden – im Einzelnen nicht viel, in der Summe aber gewaltig. Cloud-Services, essenzieller Bestandteil der Arbeitswelt 4.0, funktionieren über riesige Serverfarmen, deren Kühlanlagen in einigen Regionen der Welt sogar größer sind, als die Rechneranlage selbst. Immerhin haben alle globalen Cloud-Anbieter sich das Thema Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben und sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt.  Die gute Nachricht: Auch diese Art der Umweltverschmutzung können wir alle durch einfache Maßnahmen verringern, beispielsweise bei der Verwaltung unserer Mailboxen. Die Challenge: Wer löscht die meisten alten Mails oder schafft am meisten freien Speicherplatz.

Drei einfache Maßnahmen zum angewöhnen:

  1. Regelmäßig unwichtige Mails löschen.
  2. Unnötig große CC-Verteiler beim Versenden vermeiden.
  3. Überflüssige Newsletter abbestellen.

Ein Tipp:
Moderne Bürogeräte sind oft energieeffizienter als ältere Modelle. Stehen Neuanschaffungen an, vergesst nicht, dass eure Altgeräte noch gebraucht oder zumindest recycelt werden können. In größeren Städten gibt es häufig Organisationen, die Hardware-Spenden sammeln und an Schulen oder Geflüchtete weitergeben. Eine kurze Recherche führt zum Ziel und ihr könnt mit den ausgemusterten Geräten große Freude bereiten!

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Die Kaffeeküche: Müll vermeiden, Strom sparen.

Die Küche, der beste Ort im Büro, stimmts? Auch dieser Bereich bietet Potenzial für Optimierung. Wahrscheinlich könnt ihr nicht einfach die Kaffeemaschine auswechseln oder eigenmächtig Lichtsensoren einbauen. Aber ihr könnt im Team diskutieren und als Vorschlag an die Haustechnik oder Geschäftsführung geben:

  • Eine Kapselmaschine gegen eine mit Pads oder Filter auszutauschen und damit Plastikmüll zu verringern.
  • Mittels Bewegungsmelder das Raumlicht schalten und damit Energie sparen.
  • Einen Wassersprudler mit Flaschen für alle minimiert Leergut und Transportwege.

Wer sich nur eine Tasse Tee aufbrüht, muss den Wasserkocher nicht bis zur Oberkante befüllen und unnötig Energie verbrauchen. Auch das Gerät regelmäßig zu entkalken kann die Kochzeit verkürzen. Schließlich lassen sich auch eure Essgewohnheiten grüner gestalten: Vorausgesetzt eure Kaffeeküche enthält Geschirr  und Besteck, startet doch mal eine Zero Waste Lunch Challenge. Nehmt euch vor, an mindestens zwei Tagen der Woche euer Mittagessen zu Hause vorzubereiten und in abwaschbaren Behältern mitzubringen. Esst gemeinsam, tauscht Rezepte und Tricks aus und überzeugt die Kolleg:innen mit unwiderstehlich leckeren Gerichten. Biologisch, regional und fleischreduziert zu essen ist ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. Wenn ihr eine Cafeteria in eurem Gebäude habt, regt an, mit lokalen Lebensmittelherstellern zusammenzuarbeiten. Alternativ könnt ihr auch Restaurants oder Cafés in der Umgebung des Büros fördern, die lokale oder Bio-Produkte anbieten. Vielleicht lässt sich sogar eine Partnerschaft mit diesen Restaurants eingehen und ein Mitarbeiter-Rabatt aushandeln.

Der Arbeitsweg: CO2 einsparen.

Nachhaltige Mobilität ist ein weiteres, großes Thema, das ihr mit einer Green Challenge ins Bewusstsein heben könnt. Der tägliche Arbeitsweg kann großen Einfluss auf die Umwelt haben. Wie wäre es, wenn alle sich vornehmen, eine Woche lang nachhaltige Verkehrsmittel zu nutzen oder Fahrgemeinschaften zu bilden?

Diskutiert gemeinsam, wer Bahn und Bus nutzen kann und wertet die Erfahrungen nach einer Woche aus. Auch Geschäftsreisen sollten so wenig CO2 wie möglich erzeugen. Nehmt euch vor, Inlandflüge zu vermeiden, oder zumindest die verursachten CO2-Emissionen zu kompensieren. Hinterfragt die Notwendigkeit der geplanten Reisen: Lassen sie sich durch eine Videokonferenz ersetzen?

Das Raumklima: Pflanzen im Büro.

Pflanzen verbessern nicht nur die Luftqualität, sondern schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Sie wandeln CO2 in Sauerstoff um und entspannen das Auge. Eine wortwörtliche Green Challenge ermutigt alle Mitarbeitenden, ihre Arbeitsplätze mit Zimmerpflanzen zu dekorieren. Dokumentiert die Challenge mit Vorher-Nachher-Bildern. Wenn es euer Budget erlaubt, könnt ihr sogar große Büropflanzen anschaffen, es gibt Firmen, die auch die Pflege anbieten. Alternativ gestaltet ihr einen grünen Pausenraum oder eine Pausenecke. Gerade im Winter kann der Anblick von frischem Blattgrün wohltuend und entspannend wirken. Garantiert gibt es im Kollegium „grüne Daumen“ die Ideen haben und wahrscheinlich sogar gern Ableger ihrer grünen Lieblinge von zu Hause mitbringen.

Green Challenge Teamevent: Bäume pflanzen, Müllspaziergang, Waldlehrpfad.

Auch eure Teambuildingmaßnahmen können mit Sicherheit noch grüner werden. Unter dem Stichwort „grüne Teamevents“ findet ihr in eurer Region wahrscheinlich schon spannende Angebote. Umwelt- und Naturschutzverbände bieten Inspiration und Aktionstage. Gemeinsam Bäume pflanzen und sich vom Forstpersonal die Zusammenhänge des Ökosystems Wald erklären zu lassen, bietet eine Kombination aus Lerneffekt und Action. Auch eine gut organisierte Müllsammelaktion im Park, am Strand oder im Naturschutzgebiet mit anschließendem Besuch im Recyclingzentrum verbindet Selbstwirksamkeit mit neuem Wissen. Solche Teamevents wollen gut organisiert sein – dann machen sie aber auch Spaß und geben euch das verbindende Gefühl, gemeinsam etwas Wichtiges vollbracht zu haben.

Ein Tipp zum Abschluss: Tut Gutes und sprecht darüber! Wenn ihr euch für eine Challenge entscheidet, lasst es die Welt wissen. Nutzt die Social Media oder eure internen Kanäle um eure Erfolge und den Weg dahin zu dokumentieren. So werdet ihr zur Inspiration für andere und im besten Fall entsteht sogar ein Ideenaustausch.

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