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Die große WBS TRAINING Studie.

  • Jobchancen für Arbeitssuchende
  • Weiterbildungen, die sich auch finanziell lohnen
  • Arbeitsmarktchancen mit ausländischem Abschluss
  • Skills und Technologien für den Berufseinstieg
KI-generiert

Weniger Stellenanzeigen, bessere Gehälter: diese Ergebnisse stecken im Job- und Gehaltsreport 2026.

Ob du gerade auf Jobsuche bist oder einfach wissen möchtest, wie es um einzelne Branchen steht: Der deutsche Arbeitsmarkt hält einige Überraschungen bereit. 2025 wurden rund 10,2 Millionen Stellen ausgeschrieben, 8,6 weniger als im Vorjahr. Und trotzdem sind die Gehälter in fast allen Berufsgruppen gestiegen. Welche Schlüsse daraus folgen, hängt von der jeweiligen Ausgangslage ab.

Die vorliegende Auswertung ordnet die Ergebnisse für vier Gruppen ein: Arbeitssuchende, Berufstätige in Weiterbildung, Menschen mit Anerkennungs- oder Integrationsbedarf sowie Nachwuchs in Ausbildung und Studium.

Herausgeberin: WBS TRAINING · Datenpartner: index Research · Erhebungszeitraum: Jan.-Dez. 2025

Zur Methodik Kontakt und Zitierhinweis
 

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick.

10,2 Mio.

ausgeschriebene Stellen, von rund 622.700 Unternehmen.

– 8,6 %

weniger Stellen als 2024.

+ 5 %

durchschnittliches Gehaltsplus in fast allen Berufsgruppen.

+ 7 %

stärkster Gehaltszuwachs: Fachkräfte mit Ausbildung.

Rückläufiger Stellenmarkt bei steigenden Gehältern.

Im Jahr 2025 schrieben rund 622.700 deutsche Unternehmen gut 10,2 Millionen Stellen aus. Das entspricht einem Rückgang von 8,6 gegenüber 2024, also etwa einer Million weniger Ausschreibungen. Das Stellenvolumen sinkt damit weiter. Die Gehaltsentwicklung verläuft gegenläufig: In fast allen Berufsgruppen stiegen die durchschnittlichen Gehälter um 2 bis 6.

Eine mögliche Erklärung ist der anhaltende Fachkräftemangel. Bei knappem Angebot an qualifizierten Bewerber:innen wächst deren Verhandlungsposition, sodass Unternehmen höhere Gehälter bieten, um offene Stellen zu besetzen. Zu berücksichtigen ist zudem die Preisentwicklung: Die ausgewiesenen Werte sind Nominalgehälter, sodass ein Teil des Anstiegs die Inflation ausgleicht. Eine Einordnung der realen Entwicklung bietet die Real- und Nominallohn-Statistik des Statistischen Bundesamtes.

Am deutlichsten fällt der Zuwachs bei Fachkräften mit Berufsausbildung aus. Die folgenden Abschnitte schlüsseln auf, was dieser Befund je nach Ausgangslage bedeutet.

Was die Zahlen für unterschiedliche Situationen bedeuten.

Die Ergebnisse lassen sich je nach Ausgangslage unterschiedlich lesen. Die folgenden vier Abschnitte fassen die jeweils relevanten Befunde des Job- und Gehaltsreports zusammen.

Wo finde ich als Arbeitssuchende:r die besten Jobchancen?

Trotz des rückläufigen Volumens bleibt der Markt mit 10,2 Millionen ausgeschriebenen Stellen groß. Die meisten Ausschreibungen entfallen auf drei Bereiche:

  • Bauwesen, Handwerk und Umwelt: rund 2,3 Millionen Stellen und mit 22,2 die größte Berufsgruppe.
  • Technische Berufe: rund 1,7 Millionen Stellen (16,9).
  • Gesundheit, Medizin und Soziales: rund 1,5 Millionen Stellen (14,9).

Am stärksten nachgefragt sind Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung; auf sie entfällt knapp ein Drittel aller Stellen. Entgegen dem allgemeinen Trend verzeichnet der Vertrieb ein leichtes Plus von 1. Regional konzentrieren sich die meisten Ausschreibungen auf Nordrhein-Westfalen mit 19,5. Branchenübergreifend zählen drei Anforderungen besonders häufig: Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Grundkenntnisse in MS Office.

Lohnt sich eine Weiterbildung, und wo steigen die Gehälter am stärksten?

Für Berufstätige lohnt sich der Blick auf Weiterbildung: Wer sich qualifiziert, profitiert messbar. Den stärksten Gehaltszuwachs nach Qualifikation verzeichnen Fachkräfte mit Berufsausbildung mit durchschnittlich 7.

Die höchsten Durchschnittsgehälter weisen drei Bereiche aus: IT und Telekommunikation (69.378 brutto/Jahr), Finanz- und Rechnungswesen (52.373 brutto/Jahr) sowie das Personalwesen (49.883 brutto/Jahr). Den größten relativen Zuwachs verzeichnet dagegen Transport, Verkehr und Logistik mit 15,9.

Besonders nachgefragt sind Technologien mit deutlichem Nachfragewachstum: Python (plus 23 in der IT), CRM-Systeme (insgesamt plus 83) und Power BI (plus 20 im Finanzwesen), ergänzt um durchgängig geforderte SAP-Kenntnisse. In Führungspositionen liegen die Gehälter weiterhin am höchsten; IT-Führungskräfte erreichen im Mittel 81.080 brutto/Jahr.

Welche Chancen habe ich mit ausländischem Abschluss auf dem deutschen Arbeitsmarkt?

Der Job- und Gehaltsreport zeigt mehrere Ansatzpunkte, die gerade für internationale Fachkräfte zählen. Am wichtigsten ist die Sprache: Englisch ist die mit Abstand am häufigsten geforderte Fremdsprache, ihr Anteil geht aber leicht zurück. Auch Französisch und Polnisch werden regelmäßig verlangt. Wer mehrere Sprachen mitbringt, hat damit einen klaren Vorteil.

Die meisten offenen Stellen bieten Gesundheit und Soziales, Bauwesen und Handwerk sowie der Vertrieb, also breite Einstiegsfelder. Das passt zur Anerkennungspraxis: In der Pflege werden bundesweit die meisten ausländischen Abschlüsse anerkannt (2024 rund 79.100 Anerkennungen insgesamt, 21 mehr als im Vorjahr.*)

Über alle Branchen hinweg zählen dieselben überfachlichen Soft Skills, unabhängig vom Herkunftsland: Teamfähigkeit steht in über 40 der Anzeigen, gefolgt von Kommunikationsstärke und Zuverlässigkeit. Eine erste Orientierung zum Anerkennungsverfahren bietet das offizielle Portal Anerkennung in Deutschland.

*Quelle: Statistisches Bundesamt

Welche Skills und Technologien erleichtern mir den Berufseinstieg?

Für den Berufseinstieg sind vor allem die Technologien mit dem stärksten Nachfragewachstum relevant. Sie zeigen, in welche Richtung sich die Arbeitswelt entwickelt:

  • Python (plus 23) und AutoCAD (plus 30 im Bauwesen) stehen für digitale Planung und Automatisierung.
  • CRM-Systeme legen insgesamt um 83 zu, Hubspot sogar um 269 und Salesforce um 97. Kund:innendaten werden zum Kerngeschäft.
  • Instagram (plus 178) und TikTok (plus 44) machen Social Media zur festen Größe im Marketing.
  • Power BI (plus 20) hilft, Zahlen in Echtzeit zu verstehen.

Gefragt ist die Kombination aus digitalen und sozialen Kompetenzen. Die größten Zukunftschancen in Bezug auf die Nachfrage bieten derzeit die IT, technische Berufe und das Gesundheitswesen.

Gehälter nach Berufsgruppe und Qualifikation.

Die folgende Übersicht zeigt die durchschnittlichen Bruttojahresgehälter 2025, aufgeschlüsselt nach Berufsgruppe und Qualifikation. Über nahezu alle Berufsgruppen hinweg zeigt sich ein einheitliches Muster: Die Gehälter der Fachkräfte steigen, während einzelne Führungsgehälter, etwa im Personalwesen und im Vertrieb, leicht zurückgehen.

Berufsgruppe Akad. Fachkraft Berufsausbildung Führungskraft Durchschnitt Entwicklung
IT | Telekommunikation 71.683 € 62.264 € 81.080 € 69.378 € +2,10%
Finanz & Rechnungswesen 69.073 € 45.563 € 77.926 € 52.373 € +2,60%
Marketing 51.607 € 40.865 € 60.441 € 45.230 € +3,80%
Gesundheit | Medizin | Soziales 43.296 € 47.195 € 72.815 € 48.443 € +1,50%
Technische Berufe 65.652 € 46.807 € 67.753 € 46.189 € +6,60%
Bauwesen | Handwerk 65.440 € 40.702 € 61.366 € 39.554 € +4,90%
Personalwesen 57.259 € 46.391 € 70.054 € 49.883 € +0,10%
Transport | Verkehr | Logistik 46.644 € 36.809 € 49.780 € 35.137 € +15,90%
Vertrieb | Verkauf 66.989 € 41.444 € 59.190 € 44.323 € +5,50%
Hotel | Gastgewerbe | Tourismus 45.505 € 34.702 € 38.646 € 34.038 € +2,90%

Durchschnittliche Bruttojahresgehälter 2025 nach Berufsgruppe und Qualifikation. Basis: Stellenanzeigen mit Gehaltsangabe; bei Gehaltsspannen wurde der Mittelwert gebildet. „Entwicklung” zeigt die Veränderung gegenüber 2024. Quelle: WBS TRAINING Job- und Gehaltsreport 2026 / index Anzeigendaten.


Diagramm, was die Top- und Flop-Berufsgruppen nach Gehalt und Qualifikation anzeigt, mobile Version

Top- und Flop-Berufsgruppen nach Gehalt und Qualifikation im Überblick. Quelle: WBS TRAINING Job- und Gehaltsreport 2026.

Noch mehr Zahlen und Fakten bietet der vollständige WBS TRAINING Job- und Gehaltsreport 2026
Die Auswertungen der Vorjahre stehen im Job- und Gehaltsreport-Archiv.

Transparenz der Gehaltsangaben.

Zunehmend mehr Unternehmen weisen das Gehalt bereits in der Anzeige aus. Am transparentesten ist der Bereich Transport, Verkehr und Logistik: Hier enthalten 33 der Anzeigen eine konkrete Angabe, im Gesundheitswesen sind es 21. Zurückhaltender bleiben das Marketing mit 10 sowie Führungspositionen. Diese Anzeigen mit Gehaltsangabe bilden zugleich die Grundlage der Gehaltsauswertung: je nach Berufsgruppe zwischen 10 und 33 aller Angebote.

Methodik und Grundlage.

Die Auswertung basiert auf dem jährlichen WBS Job- und Gehaltsreport, den index Research im Auftrag von WBS TRAINING erstellt. Grundlage ist die Online-Datenbank index Anzeigendaten.

Ausgewertete Quellen: 
Rund 967.000 Firmen-Webseiten, etwa 400 Online-Jobbörsen und Printmedien sowie die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. 
Gleiche Anzeigen aus verschiedenen Medien wurden gruppiert und nur einmal gezählt.

Zeitraum und Vergleich: 
Januar bis Dezember 2025, mit Vergleich zum Vorjahr 2024. 
Aufgeschlüsselt nach Branchen, Bundesländern, Hierarchieebenen und Berufsgruppen.

Gehaltsberechnung: 
Für jede Berufsgruppe wurde der Mittelwert aller Anzeigen mit Gehaltsangabe gebildet; bei Gehaltsspannen zählt der Mittelwert. Der Anteil der Anzeigen mit Gehaltsangabe liegt je nach Berufsgruppe zwischen 10 und 33. Nicht berücksichtigt wurden Stellen für Auszubildende, Praktikant:innen, Young Professionals und Minijobs.

Über die Studie: Kontakt und Zitierhinweis.

Herausgeberin: WBS TRAINING · Datenerhebung: index Research · Erhebungszeitraum: Januar bis Dezember 2025.
Kontakt: presse(at)wbstraining.de

Zitiervorschlag: WBS TRAINING Job- und Gehaltsreport 2026, Datenbasis: index Anzeigendaten (index Research), Erhebungszeitraum Januar bis Dezember 2025.