Corporate Threat Manager:in (CTM)
Zertifizierung für angehende Bedrohungsmanager/innen
Die aktuellen Termine findest du auf der Webseite unseres Partners.
Dich erwarten nähere Informationen auf der Website der NBS.
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Bis Kursbeginn: Widerruf innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss. Stornierung bis vier Wochen vor Studienstart gegen eine Gebühr in Höhe von 450€.
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Nach Kursbeginn: Widerruf innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss. Danach gilt gemäß AGB: Kündigung bis sechs Wochen vor Semesterstart zum Ende des jeweiligen Studiensemesters.
- Dauer:
- 8 Wochenenden
- Bildungsart:
- Weiterbildung
- Lernformat:
- Hybrid (Online und Präsenz)
- Fördermöglichkeiten:
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keine Förderung möglich
Spätestens seit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt sind Unternehmen in der Pflicht, ein effizientes Bedrohungsmanagement einzuführen. Der Begriff "Gewalt und Belästigung" in der Arbeitswelt umfasst eine Bandbreite von inakzeptablen Verhaltensweisen und Praktiken oder deren Androhung, gleich ob es sich um ein einmaliges oder ein wiederholtes Vorkommnis handelt, die auf physischen, psychischen, sexuellen oder wirtschaftlichen Schaden abzielen, diesen zur Folge haben oder wahrscheinlich zur Folge haben, und umfasst auch geschlechtsspezifische Gewalt und Belästigung.
Oftmals fehlen in den Unternehmen aber die entsprechenden Kenntnisse, um den entsprechenden Anforderungen gerecht werden zu können. Mit unserer zertifizierten Fortbildung helfen wir in Kooperation mit dem Forum Bedrohungsmanagement (FBM e.V.) Unternehmen dabei, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf akademischem Niveau zum Corporate Threat Manager (CTM) fortzubilden.
1. Grundlagen & Systematik des Bedrohungsmanagements
- Einführung in Ziele, Aufgaben und Prozesse des Bedrohungsmanagements
- Warnverhalten, Risiko- und Schutzfaktoren
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Fallmanagement
2. Grundlagen der Kriminalwissenschaften und Phänomenologie der Gewaltkriminalität (über zwei Wochenenden)
- Ursachen und Dynamiken zielgerichteter Gewalt
- Tätertypologien und Eskalationsmodelle
- Analyse schwerer Gewalt- und Bedrohungsszenarien
3. Compliance & Risikomanagement
- Gesetzliche Rahmenbedingungen
- Anforderungen aus dem Gesetz zur Beseitigung von Gewalt und Belästigung
- Dokumentation, Bewertung und Handlungspflichten
4. Kommunikation und investigative Befragungstechniken
- Gesprächsführung in kritischen Situationen
- Informationsgewinnung durch strukturierte Befragungen
- Deeskalationsorientierte Kommunikation
5. OSINT & Datenanalyse
- Recherchetechniken in offenen Quellen
- Digitale Spuren, Social-Media-Analysen
- Nutzung von Daten zur Risikoeinschätzung
6. Phänomene des Bedrohungsmanagements (über zwei Wochenenden)
- Workplace Violence
- Stalking
- Häusliche Gewalt
- Suizid-Tötungskonstellationen
- Extremismus, Radikalisierung, Terrorismus
- Fallbearbeitung und praxisnahe Szenarioarbeit
7. Abschlussprüfung & Zertifizierung
- Anwendung des Gelernten im Prüfungssetting
- Zertifikat in Kooperation mit KR Krisensicher Campus UG
Teilnehmende sind nach Abschluss der Fortbildung in der Lage:
- Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, einzuordnen und Warnverhalten systematisch zu analysieren.
- Risikofaktoren und Schutzfaktoren zu bewerten und daraus fundierte Risikoeinschätzungen abzuleiten.
- Interdisziplinäre Fallarbeit professionell umzusetzen, inkl. Informationssammlung, Dokumentation und Maßnahmenplanung.
- Rechtliche und compliance-relevante Anforderungen im Bedrohungsmanagement korrekt anzuwenden.
- Kommunikativ anspruchsvolle Situationen sicher zu führen – insbesondere in Befragungen, Gesprächen und Eskalationssettings.
- OSINT-Methoden und Datenanalysen zur Informationsgewinnung und Risikoabschätzung einzusetzen.
- Phänomenbereiche zielgerichteter Gewalt, z. B. Stalking, häusliche Gewalt, Extremismus, Amok- und Arbeitsplatzgewalt, einzuordnen und passende Interventionsstrategien zu entwickeln.
- Ein wirksames Bedrohungsmanagementsystem im Unternehmen aufzubauen oder weiterzuentwickeln – inklusive Vernetzung relevanter Akteure.
- Praktische Fallbearbeitung anhand realitätsnaher Szenarien durchzuführen und Prüfungsinhalte sicher zu beherrschen.
Arbeitssuchend, Berufsrückkehrer:in, Teilzeit-Interessiert, Berufserfahren, Berufstätig
Zusätzlich zu Ihren persönlichen Daten benötigen wir von Ihnen:
- Referenzschreiben
Ein Referenzschreiben kann aus verschiedenen Abteilungen innerhalb des Unternehmens stammen. Wichtig ist lediglich, dass deutlich wird, dass Sie im beruflichen Kontext mit den relevanten Themen bereits befasst waren oder künftig befasst sein werden. Ein Musterschreiben finden Sie hier: Vorlage für das Referenzschreiben herunterladen (PDF) - Führungszeugnis oder Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZUP)
Ein einfaches Führungszeugnis können Sie entweder in der zuständigen Einwohnermeldebehörde oder beim Bundesamt für Justiz (BfJ) direkt online beantragen: www.fuehrungszeugnis.bund.de. Zur Online-Beantragung des Führungszeugnisses benötigen Sie neben Ihrem aktivierten Online-Ausweis ein NFC-fähiges Smartphone sowie eine Software, zum Beispiel die kostenlose AusweisApp des Bundes.
Alternativ akzeptieren wir auch eine gültige Zuverlässigkeitsüberprüfung. Diese kann auch von Privatpersonen hier beantragt werden.
Laden Sie bei Ihrer Anmeldung beide Dokumente in den dafür vorgesehenen Upload-Feldern hoch.
Teilzeit, Berufsbegleitend
Präsenz im Studienzentrum AlsterCity der Northern Business School in Hamburg und Online
1. Aufbau oder Weiterentwicklung eines unternehmensinternen Bedrohungsmanagements
CTMs können ein eigenes Threat‑Assessment‑System etablieren, Prozesse definieren und organisationsweit Sicherheitsstrukturen professionalisieren.
2. Einsatz in sicherheitsrelevanten Rollen
- Sicherheits- und Krisenmanagement
- Compliance
- HR / Personalmanagement (insbesondere Konfliktprävention)
- Gesundheitsmanagement / betriebliches Sozialwesen
- Unternehmenskommunikation bei kritischen Ereignissen
3. Tätigkeit als Fallmanager*in im interdisziplinären Team
CTMs übernehmen die Bewertung, Dokumentation und Steuerung kritischer Fälle – von Bedrohungslagen bis zu zielgerichteter Gewalt.
4. Beratung und interne Expertise
Als anerkannter Ansprechpartnerin unterstützen CTMs Führungskräfte, HR und Sicherheitsteams bei Risikoeinschätzungen und Maßnahmenentscheidungen.
5. Qualifikation für externe Beratung oder Spezialisierung
- Sicherheits- und Risikoanalysen
- Bedrohungsberatung
- OSINT‑Recherche und Datenanalyse
- Schulungen und Awareness‑Trainings
6. Beitrag zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen
Mit dem CTM‑Know‑how können Organisationen ihre gesetzlichen Verpflichtungen zu Gewaltprävention und Bedrohungsmanagement professionell umsetzen.
7. Persönliche Weiterentwicklung und Positionsvorteile
Die Qualifikation erhöht die Chance auf:
- verantwortungsvollere Aufgaben
- neue Rollen im Sicherheits- oder Krisenkontext
- Karrierewege in Prävention, Compliance und Risikomanagement.