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Fachinformatiker:in werden: Berufsbild, Aufgaben, Gehalt & Karriere.


Mann mit Brille und dunkelblauem Hemd arbeitet am Laptop im modernen Büro
Das Wichtigste in Kürze:
  • IT im Mittelpunkt: Fachinformatiker:innen planen, entwickeln und betreuen Systeme – und sorgen dafür, dass digitale Prozesse reibungslos laufen.
  • Zwei Wege: Anwendungsentwicklung (Software und Programmierung) oder Systemintegration (Netzwerke und Hardware).
  • Skills, die zählen: Technikaffinität, logisches Denken, Teamgeist und Lernbereitschaft.
  • Karriere und Gehalt: Einstiegsgehalt ab ca. 2.800 brutto, mit Erfahrung und Spezialisierung deutlich mehr.
  • Perspektive: Von Cybersecurity über Cloud bis KI – Spezialisierungen eröffnen dir starke Karrierewege.

Du interessierst dich für IT, löst gerne technische Probleme und möchtest digitale Systeme verstehen? Dann kann der Beruf Fachinformatiker:in gut zu dir passen. Fachinformatiker:innen entwickeln, betreuen und optimieren IT-Systeme, Softwarelösungen und digitale Prozesse. 

Sie arbeiten überall dort, wo IT-Systeme, Netzwerke, Software oder digitale Prozesse gebraucht werden, und verbinden technisches Verständnis mit logischem Denken, Problemlösungskompetenz und Kund:innenorientierung.

Fachinformatiker:in Überblick. Alles, was du wissen musst.

  • Die Umschulung zur Fachinformatiker:in ist bundesweit einheitlich geregelt und dauert in der Regel 24 Monate bei Vollzeitunterricht oder 32 Monate in Teilzeit.
  • Sie schließt mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) ab.​
  • Es gibt zwei Hauptfachrichtungen: Anwendungsentwicklung und Systemintegration.​

  • Für eine Umschulung benötigst du eine abgeschlossene Berufsausbildung oder (Fach-)Abitur​ und mindestens drei Jahre Berufserfahrung.
  • Gute Englischkenntnisse.
  • Gute PC-, Windows- und Standardsoftware-Kenntnisse​.

  • Analytisches Denkvermögen und technisches Interesse.
  • Kommunikationsfähigkeit, Serviceorientierung und Teamgeist​.
  • Kunden- und Serviceorientierung.
  • Sorgfalt und Genauigkeit bei der Arbeit mit komplexen IT-Systemen​.
  • Problemlösungsfähigkeit und Kreativität.​
  • Lernbereitschaft, um mit technologischen Entwicklungen Schritt zu halten.​

Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.800 und 3.100 brutto pro Monat rechnen. Das Durchschnittsgehalt in Deutschland liegt bei etwa 3.772 brutto monatlich.

Mit steigender Berufserfahrung und Spezialisierung sind höhere Gehälter möglich.

  • IT-Systemelektroniker:in​
  • Informatikkaufmann/-frau​
  • Systemadministrator:in​
  • Softwareentwickler:in​

Was ist eine Fachinformatiker:in?

Als Fachinformatiker:in planst, entwickelst und betreust du digitale Lösungen. In der Anwendungsentwicklung programmierst und testest du Software. In der Systemintegration richtest du Netzwerke, Server und IT-Systeme ein und sorgst dafür, dass sie sicher und zuverlässig laufen.

Weitere Fachrichtungen sind Daten- und Prozessanalyse sowie digitale Vernetzung. Dort geht es stärker darum, Daten auszuwerten, Geschäftsprozesse zu verbessern oder vernetzte Systeme zu planen.

Kurz gesagt: Fachinformatiker:innen sorgen dafür, dass digitale Technik funktioniert, sicher bleibt und sinnvoll eingesetzt wird.

Der Beruf Fachinformatiker:in passt zu dir, wenn …

  • du dich für Computer, Software und Netzwerke begeisterst.​
  • du Freude am Programmieren und Entwickeln von Anwendungen hast.​
  • du gerne logisch und lösungsorientiert denkst.
  • du technische Probleme systematisch angehst.
  • du gerne im Team arbeitest.
  • du bereit bist, regelmäßig Neues zu lernen.
  • du Kund:innen oder Anwender:innen verständlich helfen kannst.

Du bist vielleicht weniger geeignet, wenn …

  • du kein Interesse an Technik und IT-Systemen hast.​
  • du dich schnell von Fehlersuchen frustrieren lässt.
  • du kaum Geduld für komplexe Systeme hast.
  • du lieber handwerklich oder körperlich arbeitest.​
  • logisches Denken und Mathematik nicht deine Lieblingsthemen sind.
  • du ungern im Team arbeitest und lieber allein tätig bist.​
  • dich die technische Umsetzung von Kund:innenwünschen nicht begeistert.
Teilnehmende berichten Lars Weiß Umschulung Fachinformatiker Systemintegration Video abspielen: 🔌⚡Vom Elektriker zum Fachinformatiker. 💻🚀 Umschulung aus gesundheitlichen Gründen. ❤️‍🩹🔄

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Die wichtigsten Aufgaben als Fachinformatiker:in.

Als Fachinformatiker:in übernimmst du vielfältige und verantwortungsvolle Aufgaben im IT-Bereich. Die Aufgaben hängen stark von deiner Fachrichtung und deinem Unternehmen ab. Manche Fachinformatiker:innen entwickeln Software, andere betreuen Netzwerke, Server oder IT-Sicherheit.

Typische Aufgaben sind:

  • IT-Systeme planen und einrichten.
  • Software entwickeln und testen.
  • Netzwerke und Server betreuen.
  • Fehler analysieren und beheben.
  • Anwender:innen beraten und schulen.
  • Updates und Backups durchführen.
  • IT-Sicherheit und Datenschutz beachten.
  • Systeme und Prozesse dokumentieren.

Kurz gesagt: Du trägst dazu bei, dass digitale Abläufe in Unternehmen zuverlässig funktionieren.

Eine Frau im Homeoffice arbeitet am Laptop.

Wenn du etwas so machst, wie du es seit zehn Jahren gemacht hast, dann sind die Chancen groß, dass du es falsch machst.

Charles F. Kettering

Fachinformatiker:in Gehalt.

Das Gehalt als Fachinformatiker:in hängt von Fachrichtung, Berufserfahrung, Branche, Region und Unternehmensgröße ab. Als Orientierung: StepStone nennt für Fachinformatiker:innen ein durchschnittliches Jahresgehalt von 40.600 € brutto und ein Einstiegsgehalt von etwa 36.200 €. Gehalt.de weist einen Median von 52.001 € brutto im Jahr aus.1

Dein Gehalt kann steigen, wenn du Berufserfahrung sammelst, Verantwortung übernimmst oder dich spezialisierst. Besonders gefragt sind Kenntnisse in Cloud-Computing, Cybersecurity, DevOps, KI, Datenanalyse und Softwareentwicklung.

Quelle1: www.stepstone.de/gehalt/Fachinformatiker-in.html

Zukunft als Fachinformatiker:in: Wie sind die Berufsaussichten?

Fachinformatiker:innen haben gute Zukunftsperspektiven. Unternehmen brauchen funktionierende IT-Systeme, sichere Netzwerke und digitale Lösungen. Gleichzeitig verändern KI, Automatisierung und Cloud-Technologien den Beruf.

Routineaufgaben können stärker automatisiert werden. Wichtiger werden deshalb Problemlösungskompetenz, IT-Sicherheit, Datenverständnis und die Fähigkeit, neue Technologien sinnvoll einzusetzen.

Besonders zukunftsstark sind Spezialisierungen in:

  • Cybersecurity
  • Cloud Computing
  • Softwareentwicklung
  • Datenanalyse
  • KI-Anwendungen
  • DevOps und Automatisierung

Tipp! Wer sich regelmäßig weiterbildet, bleibt in der IT besonders anschlussfähig. Welche Wege dir offenstehen, erfährst du in unserem Ratgeber zu Weiterbildungsmöglichkeiten.

Mythen und Fakten – was du garantiert noch nicht wusstest.

Du glaubst, du kennst den Beruf Fachinformatiker:in in- und auswendig? Wir haben einige hartnäckige Vorurteile und bewährte Fakten für dich zusammengestellt, die dich überraschen werden.​

Das stimmt nicht:

  • Fachinformatiker:innen sitzen den ganzen Tag allein vor dem Computer und sind unsoziale Wesen.
  • Fachinformatiker:innen sind wahre Mathe-Genies.
  • Fachinformatiker:innen tun kaum etwas anderes, als zu programmieren.

Das stimmt zu 100:

  • Kommunikation ist eine wichtige Eigenschaft, denn Fachinformatiker:innen arbeiten oft im Team, stehen im Austausch mit Kund:innen, beraten und schulen und setzen gemeinsam IT-Projekte um.
  • Du musst nicht zwingend ein Mathe-Genie sein, um Fachinformatiker:in zu werden. Ein gutes logisches Verständnis hilft, aber viele Skills lassen sich durch Übung und Praxis erlernen.
  • Programmieren ist bei Weitem nicht die einzige Aufgabe. Netzwerke und Serverstrukturen zu entwerfen und abzustimmen wie eine Architekt:in gehört ebenso dazu, wie Hardware auszuwählen und zu installieren.

Unterschied zu ähnlichen Berufen.

Im IT-Bereich gibt es viele verwandte Berufe. Sie unterscheiden sich vor allem darin, ob der Schwerpunkt auf Software, Systemen, Technik, Beratung oder Geschäftsprozessen liegt.

  • Softwareentwickler:in: Entwickelt überwiegend Programme, Apps oder Webanwendungen.
  • Systemadministrator:in: Betreut Server, Netzwerke, Benutzerkonten und IT-Infrastruktur.
  • IT-Systemelektroniker:in: Arbeitet stärker mit Hardware, technischen Anlagen und elektrotechnischen Komponenten.
  • Kaufleute für IT-System-Management: Verbinden IT-Kenntnisse mit Beratung, Vertrieb und kaufmännischen Aufgaben.
  • Wirtschaftsinformatiker:in: Verknüpft Informatik mit Betriebswirtschaft und arbeitet oft an digitalen Geschäftsprozessen.

Tipps zur Karriere als Fachinformatiker:in.

  • Um dich in der IT-Branche von anderen abzuheben, sind vertiefte Programmierkenntnisse, fundiertes Netzwerk-Know-how und spezialisierte Weiterbildungen essenziell.
  • Lerne nicht nur die Grundlagen von Programmiersprachen wie Java oder Python, sondern vertiefe dich in gefragte Frameworks und Tools. Besonders Cloud-Technologien (AWS, Azure, Google Cloud) und IT-Security-Zertifikate können deine Karrierechancen erheblich steigern.
  • Fachinformatiker:innen mit Erfahrung in Automatisierung, DevOps und KI sind besonders gefragt. Investiere in Weiterbildungen zu Themen wie Machine Learning oder Cybersecurity.
  • Bleibe stets auf dem neuesten Stand: Abonniere IT-Blogs, Fachzeitschriften und Newsletter oder werde Teil von Tech-Communitys auf Plattformen wie GitHub oder Stack Overflow.

Passende Umschulungen und Weiterbildungen im Bereich Informatik:

Fachinformatiker:in – Häufig gestellte Fragen (FAQ).

Der klassische Weg ist meist eine duale Ausbildung zur Fachinformatiker:in mit IHK-Abschluss. Alternativ kann auch eine Umschulung den Einstieg ermöglichen, besonders wenn du dich beruflich neu orientieren möchtest. 

Für eine Ausbildung als Fachinformatiker:in gibt es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Schulabschluss. In der Praxis sind ein mittlerer Schulabschluss, Fachabitur oder Abitur häufig gute Grundlagen. Noch wichtiger sind Interesse an IT, Lernbereitschaft und technisches Verständnis. 

Gute Englischkenntnisse sind ebenfalls hilfreich, weil viele IT-Begriffe, Dokumentationen und Tools englischsprachig sind.

Fachinformatiker:innen entwickeln Software, betreuen IT-Systeme, richten Netzwerke ein, beheben Fehler und beraten Anwender:innen. Je nach Fachrichtung arbeitest du stärker in der Programmierung, Systemintegration, Datenanalyse oder digitalen Vernetzung. Ziel ist immer, IT-Lösungen zuverlässig, sicher und nutzbar zu machen.

Das Gehalt hängt stark von Berufserfahrung, Fachrichtung, Branche, Region und Unternehmensgröße ab. Es liegt aktuell zwischen 40.600 und 52.000 brutto im Jahr. 

Spezialisierungen in Bereichen wie IT-Sicherheit, Cloud, Softwareentwicklung oder Datenanalyse können sich positiv auf das Einkommen auswirken. Auch zusätzliche Zertifikate und Praxiserfahrung verbessern deine Gehaltschancen.

Es gibt Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse sowie digitale Vernetzung. In der Anwendungsentwicklung liegt der Fokus stärker auf Software und Programmierung, in der Systemintegration eher auf Netzwerken, Servern und IT-Infrastruktur. Die neueren Fachrichtungen greifen stärker Themen, wie Daten, Prozesse und vernetzte Systeme auf.

Ja, ein Quereinstieg ist möglich, wenn du technisches Interesse, Lernbereitschaft und idealerweise erste IT-Erfahrung mitbringst. Eine Umschulung  oder gezielte Weiterbildung kann dir helfen, die nötigen Grundlagen strukturiert aufzubauen und einen anerkannten Abschluss zu erwerben. 

Gerne beraten wir dich auch persönlich zu deinen Möglichkeiten. Selbstverständlich kostenlos und unverbindlich. 

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