Persönliche Beratung.
Kostenlos von unseren Expert:innen.
Porträt einer lächelnden Expertin für die persönliche Beratung bei WBS TRAINING
Mo. bis Fr. 08:00 bis 18:00 Uhr.
Termin buchen
KI und Digitalisierung

Woran du eine gute Weiterbildung für Künstliche Intelligenz erkennst.


Joachim Giese, Vorstand der WBS TRAINING SE, unterwegs in einer Stadt
Artikel anhören
1x --:--
Das Wichtigste in Kürze:
  • Der Weiterbildungsmarkt für den Einsatz künstlicher Intelligenz ist noch jung und bisweilen schwer durchschaubar. Hier gibt es Orientierung und eine praktische Checkliste.
  • Aktuelle Studien zeigen: KI bietet großes Potenzial, ohne dadurch Massenarbeitslosigkeit zu verursachen. Lernbereitschaft sichert Jobs.
  • Eine gute KI-Weiterbildung sollte Urteilsvermögen und Verständnis für Prozesse vermitteln und zur verantwortungsvollen Nutzung befähigen.
  • Checkliste:  Ein guter KI-Kurs ist aktuell, passt zu deinem Wissensstand, umfasst KI-Ethik und -Recht und zeichnet sich durch menschliche Lernbegleitung aus. Trainer:innen mit Anwendungspraxis sind für deine Fragen da.

Der Markt für KI-Weiterbildungen ist riesig und für Laien kaum zu durchschauen. Gleichzeitig gehören Kenntnisse im Umgang mit Künstlicher Intelligenz bei vielen Jobs zum Standard. In diesem Ratgeber erfährst du, woran du eine gute Weiterbildung für Künstliche Intelligenz erkennst und welche Fragen du stellen solltest, bevor du dich entscheidest. Dafür haben wir eine Checkliste entwickelt. 

Denn die effiziente und sichere Anwendung Künstlicher Intelligenz im Job zu lernen und immer weiter zu trainieren, lohnt sich in jedem Fall – heute und in Zukunft.

Eine gute Weiterbildung für Künstliche Intelligenz erkennst du daran, dass sie aktuell, praxisnah und persönlich begleitet ist.

Achte auf Trainer:innen mit Berufserfahrung und Übungen mit praktischen Anwendungsfällen.

Frage Weiterbildungsanbieter:innen im Beratungsgespräch nach diesen Themen.

KI-Kurse: Der Markt ist groß, aber die Orientierung fehlt.

Gibst du „Gute KI-Weiterbildung“ in eine Suchmaschine ein, bekommst du Tausende Ergebnisse. Bootcamps, Online-Akademien, Zertifikatsprogramme, Kurse für 19 und welche für 1.900. Alle versprechen dasselbe: Du lernst, mit künstlicher Intelligenz umzugehen wie ein Profi, wirst zukunftssicher, und bekommst deinen Traumjob.

Die Herausforderung: Wer neu in einem Thema ist, kann Qualität kaum beurteilen. Woher weißt du, ob der Kurs zu dir passt, ob du Ansprechpartner:innen hast und ob die Inhalte noch aktuell sind? Vom derzeitigen Angebot überfordert zu sein, ist keine Schwäche: Du schaust hier auf einen jungen, unregulierten Markt. Wie bei einem Garten im Frühsommer nach dem Regen schießen hier gleichzeitig Pilze, Wildkräuter, Gräser und Nutzpflanzen aus dem Boden. Aber welche sind nahrhaft? 

Meine Haltung, kurz auf den Punkt gebracht: KI-Nutzung lernst du am besten von Menschen. Das hat sich für mich seit 2022 nicht geändert. In dem Jahr kam die erste öffentliche Version von ChatGPT auf den Markt und bei WBS TRAINING haben wir sofort begonnen, KI-Kurse zu konzipieren und anzubieten, und entwickeln sie seither kontinuierlich weiter – mit dem Arbeitsmarkt im Fokus.

Was KI gerade mit dem Arbeitsmarkt macht.

Zu jeder Transformation gehören Euphorie und Neugier genauso wie Sorge und Bedenken. Die Realität liegt meist stabil in der Mitte. Sehen wir uns den Status quo einmal an; zwei aktuelle Studien liefern Orientierung.
Eine Untersuchung von Anthropic, dem Unternehmen hinter dem Large Language Model Claude, zeigt, wie KI derzeit auf dem US-Arbeitsmarkt tatsächlich genutzt wird. Grundlage waren über 20.000 konkrete Aufgaben aus rund 800 Berufen, erfasst in der größten US-amerikanischen Arbeitsmarktdatenbank O*Net. Die Ergebnisse sind differenzierter, als viele Schlagzeilen vermuten lassen*:

  • Die große Entlassungswelle bleibt bisher aus. Wer im Beruf steht und Erfahrung mitbringt, bleibt im Job. 
  • Leicht auffällig ist dagegen der Berufseinstieg: Bei 22- bis 25-Jährigen ist der Einstieg in KI-nahe Berufe seit dem Erscheinen von ChatGPT um rund 14 zurückgegangen. 
  • Bei älteren Beschäftigten findet sich dieser Effekt nicht. 
  • Der Einsatz von KI-Tools ist noch weit davon entfernt, sein theoretisches Leistungsvermögen auszuschöpfen. 

*Quelle: Anthropic, „Labour Market Impacts of AI“, März 2026, Maxim Massenkoff and Peter McCrory.

Für Deutschland: Eine Szenarioanalyse des IAB* (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit) und weiterer Forschungseinrichtungen errechnet die Zukunft anhand eines realitätsnahen Modells und kommt zu ähnlichen Ergebnissen:

  • Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze bleibt nach 15 Jahren auf ähnlichem Niveau wie ohne KI. Rund 1,6 Millionen Stellen sind aber vom Strukturwandel betroffen; die Nachfrage sinkt in einer und steigt gleichzeitig in einer anderen Branche.
  • KI könnte das jährliche Wirtschaftswachstum um durchschnittlich 0,8 Prozentpunkte steigern – kumuliert über 15 Jahre wären das bis zu 4,5 Billionen Euro zusätzliche Wertschöpfung. 
  • Mittelfristig geht der Bedarf an Spezialist:innen am stärksten zurück, langfristig trifft es vor allem Expert:innen. Hilfs-, Anlern- und Fachkräfte sind vergleichsweise weniger betroffen. 

*Quelle: IAB/BIBB/GWS, „Künstliche Intelligenz: Potenzielle Effekte für den deutschen Arbeitsmarkt“, 2025, Gerd Zika und weitere.

Das haben beide Studien gemeinsam.

Massenarbeitslosigkeit ist nicht abzusehen, aber Verschiebung und Strukturwandel. Die betrifft überwiegend hochqualifizierte Wissensarbeit, weniger handwerkliche oder praktische Tätigkeiten. Das ist eine wichtige Korrektur gegenüber der landläufigen Vorstellung, KI gefährde vor allem einfache Jobs.

Warum kann KI gerade Berufseinsteiger:innen bremsen?

Berufseinsteiger:innen bringen oft genau das mit, was auch ein Sprachmodell zuverlässig reproduzieren kann: aktuelles, gut strukturiertes Buchwissen. Was sich nicht automatisieren lässt, ist das Erfahrungswissen, das über Jahre wächst:

  • Urteilsvermögen in unklaren Situationen und ethischen Fragen.
  • Das Gespür dafür, wann eine Regel im konkreten Fall nicht greift.
  • Die Fähigkeit, mit Widersprüchen und Unvollständigkeit umzugehen. 

Genau dieses Wissen entsteht aber nur durch Praxis. Und hier könnte sich ein strukturelles Problem abzeichnen: Wenn KI einfache Einstiegsaufgaben übernimmt, fehlen jungen Menschen die Situationen, in denen Erfahrung überhaupt erst entstehen kann.

Was das für dich bedeutet:

  • Es geht künftig immer weniger darum, ob du das richtige Fach gewählt hast. Fachwissen veraltet schneller als früher. 
  • Entscheidend ist, ob du lernfähig und in der Lage bist, dir neue Arbeitsweisen anzueignen, wenn sich dein Berufsbild mitten in der Laufbahn verändert. Damit bleibst du anschlussfähig in der Transformation. 
  • Lerne durch Erfahrung und Praxis, auch wenn dein erster Job noch nicht der Traumjob ist. 
  • Ergänze dein Praxiswissen regelmäßig durch Weiterbildung
  • Frage im Betrieb aktiv nach Fortbildungsmöglichkeiten. Denn:
  • Berufliche Weiterbildung ist keine Zusatzqualifikation mehr, kein „nice-to-have“, sondern Grundlage beruflicher Stabilität für dich und wirtschaftlicher Stabilität für Unternehmen.

Was eine gute KI-Weiterbildung leisten kann und sollte.

KI-Tools zu bedienen ist lernbar, schneller als alle technologischen Neuerungen zuvor. Spielerisches Ausprobieren ist bei allen Tools sehr einfach möglich, faszinierende Ergebnisse entstehen in Sekunden, der erste eigene KI-Agent ist flott gebaut. Wer heute mit ChatGPT, Gemini, Copilot oder Midjourney arbeiten lernt, kann das innerhalb weniger Wochen produktiv einsetzen.

Was aber ein Schnellkurs nicht vermittelt: Urteilsvermögen. Also die Fähigkeit zu erkennen, wann ein KI-Output nutzbar ist, wann er problematisch ist und warum. Das braucht Übung, Feedback und echten Austausch. Die entscheidende Frage bei jeder Weiterbildung ist deshalb nicht nur: Was lerne ich? Sondern auch: Von wem – und wie?

Eine Frau im Homeoffice schaut sich etwas auf einem Tablet an.

Checkliste: So bewertest du die Qualität eines KI-Kurses.

Viele KI-Kurse werden von Leuten erstellt, die das Thema gut recherchiert haben, aber selbst nicht damit arbeiten. Der Unterschied ist spürbar. Wer täglich mit KI-Tools in einem echten Berufsfeld arbeitet, weiß, was funktioniert und was nicht.

Frage konkret:

  • Wer unterrichtet? Was ist ihr beruflicher Hintergrund? 
  • Arbeiten die Trainer:innen selbst aktiv mit den Tools, die sie vermitteln? 

Gute Anbieter antworten darauf gerne und transparent. 

Was vor einem Jahr noch aktuell war, kann heute veraltet sein. Ein Kurs, der seit zwei Jahren unverändert im Programm steht, ist inhaltlich mit hoher Wahrscheinlichkeit überholt.

Frage gezielt:

  • Wann wurde der Kurs zuletzt inhaltlich überarbeitet? 
  • Wie reagiert der Anbieter, wenn sich Tools oder Methoden verändern? 

Bei ausweichenden Antworten ist Skepsis angebracht.

Lernvideos und Quizze sind hilfreich, aber sie ersetzen kein Gespräch. Gerade wenn du neu in einem Bereich bist, entstehen Fragen, die sich nicht über eine Suchfunktion lösen lassen.

Achte auf:

  • Feste Lernbegleiter:innen oder regelmäßige Live-Sessions. 
  • Gruppenformate, in denen gemeinsam gearbeitet und ausgetauscht wird. 
  • Direkten Zugang zu Trainer:innen bei konkreten Fragen.

Was keine App ersetzen kann: voneinander lernen, gemeinsam Probleme lösen, Erfahrungen teilen.

Ein gutes Weiterbildungsangebot beginnt nicht mit dem Kurs, sondern mit einem Gespräch davor.

  • Was bringst du mit? 
  • Was möchtest du erreichen? 
  • Welches Niveau ist für dich sinnvoll? 

Eine kostenlose persönliche Erstberatung ist kein nettes Extra, sondern ein Qualitätsmerkmal. Modulare Angebote sind besonders praktisch: Du steigst genau da ein, wo dein Bedarf liegt.

Ein Kurs, der nur zeigt, wie man Prompts schreibt, ist nach unserem Anspruch unvollständig. Zum Arbeiten mit KI gehört zwingend:

  • Welche Rolle spielt Datenschutz im jeweiligen KI-Tool und was bedeutet das für dich? 
  • Welche rechtlichen und ethischen Fragen sind relevant? 
  • Wie verändert KI die Zusammenarbeit im Unternehmen? 

Das sind keine Luxusthemen für Fortgeschrittene, sondern sollten Grundlage für alle sein, die KI im Berufsalltag einsetzen. 

Auf einen Blick:

Der KI-Weiterbildungsmarkt wird sich ordnen, bis dahin hilft dir in jedem Fall eines: konkrete Fragen stellen, bevor du buchst.

  • Wer sind die Trainer:innen? 
  • Wann wurde der Kurs zuletzt aktualisiert? 
  • Wie sieht Begleitung aus? 
  • Was passiert, wenn du nicht mitkommst? 
  • Welche Themen stehen konkret auf dem Plan?
  • Ist eine Förderung möglich? 

Gute Anbieter freuen sich über diese Fragen, denn sie haben Antworten.

KI als Lernbegleiter:in? Hilfreich, aber Menschen bleiben beim Lernen wichtig.

Viele Anbieter setzen KI-Bots als Lernbegleitung ein, etwa als Tutor, der Fragen zum Lernstoff beantwortet. Auch wir nutzen unseren KI-Helfer Kitu. Der Chatbot unterstützt mit technischen Erklärungen, begleitet beim Wiederholen von Inhalten im eigenen Tempo oder füllt Wissenslücken innerhalb der Lerngruppe.

Aber kein KI-Tool spürt:

  • Ob du gerade frustriert bist. 
  • Ob du dich nicht traust zu fragen. 
  • Ob ein Thema nicht sitzt, weil der Einstieg gefehlt hat. 

Das nimmt ein Mensch wahr und reagiert darauf. Ein KI-Assistent im Unterricht ist hilfreich, solange er menschliche Begleitung ergänzt. Schade, wenn er den menschlichen Austausch komplett ersetzt.

Was Kitu übrigens auch kann: in verschiedene Rollen schlüpfen. Er kann dein Sparringspartner sein und je nach Situation agieren: Ob in der Rolle einer CEO oder kreativen Kolleg:in – mit Kitu vertiefst du das frische Wissen direkt im Austausch. Auch für deine Projektarbeit steht dir neben den menschlichen Trainer:innen der KI-Tutor zur Verfügung. Er kennt den Stoff und ist garantiert im Thema, auch nachts um drei.

Förderung für deine KI-Weiterbildung: Was du wissen solltest.

Wenn du gerade arbeitssuchend bist oder eine berufliche Neuorientierung anstrebst, gehören Informationen über Förderungen zu deiner Recherche:

  • Viele KI-Weiterbildungen sind über öffentliche Förderung zugänglich, zum Beispiel über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. 
  • Voraussetzung: Der Anbieter benötigt eine AZAV-Zertifizierung.  
  • Auch als Selbstständige kannst du von Förderung profitieren, lies dazu hier weiter: KOMPASS Förderung.
  • Was viele nicht wissen: Bist du Arbeitnehmer:in, so kann dein Unternehmen ebenfalls Förderung für deine Weiterbildung erhalten – Stichwort: QCG, das Qualifizierungschancengesetz.

Frage bei Bildungsanbietern aktiv nach Fördermöglichkeiten – gute Anbieter kennen die Optionen und begleiten dich dabei. 

Dass KI dich schon bald im Job ersetzen wird, ist statistisch gesehen eher unwahrscheinlich. Es kann aber sein, dass die intelligenten Tools einige deiner Aufgaben übernehmen und du dir neue Qualifikationen aneignest, um dein Jobprofil der Transformation anzupassen. 

Du willst es genauer wissen? Hier bekommst du Prompts und Tipps, um die Wahrscheinlichkeit herauszufinden – mithilfe von KI, klar: Wird KI meinen Job ersetzen? Finde es heraus mit diesen 5 Prompts.

Fazit: Sorge unbegründet, Neugier volle Kraft voraus!

KI gehört zur Arbeitswelt, aber sie ist keine Bedrohung. Ich stelle fest: Menschliche Kreativität bekommt wieder mehr Gewicht. KI-Tools nehmen mir Ordnung, Strukturierung, Analyse oder Zusammenfassungen ab. Administratives und Routineaufgaben kann ich prima delegieren. Dadurch gewinne ich Kapazitäten für neue Ideen, für Gespräche und Kreation. 

2023 dachte man noch, KI beschleunige alle Prozesse; wir könnten schlicht schneller arbeiten. Das ist sicher ein Aspekt, aber bedeutender finde ich die Tatsache, dass KI uns hilft, die Qualität der Kreation zu steigern und uns Zeit gibt für zwischenmenschlichen Austausch. Ein guter Grund, deine KI-Skills zu upgraden, oder?

Deshalb mein Tipp: Auch wenn du einige KI-Tools schon täglich nutzt – mach dich auf die Suche nach dem Kurs, der genau zu dir und deinem Weg passt. 

  • Vertrauen in deinen Bildungsanbieter gewinnst du durch Transparenz, Praxisnähe und echte Begleitung. 
  • Den Prozess hinter dem generierten Ergebnis zu verstehen, das ist aus unserer Sicht der eigentliche Lerninhalt.
  • Prozessverständnis und Urteilsvermögen vermitteln unsere Trainer:innen, die alle aus der Berufspraxis kommen, mit Begeisterung und großer Motivation: Sie wissen genau, was in der Arbeitswelt los ist; welche Tools gerade wie und wofür genutzt werden. Sie teilen ihre Erfahrungen direkt mit dir und bieten damit einen Mehrwert, den keine KI-Tutor:in leisten kann.

Für uns ist KI ein Werkzeug, das dich und die Kolleg:innen unterstützt. Entscheidend ist am Ende weniger die Technik selbst, als die Fähigkeit, sie sicher, sinnvoll und mit Verantwortung einzusetzen.