Potenziale entfalten.
Gute Leute finden und halten: mit Bildung.

Fachkräfte finden trotz Fachkräftemangel.

Fachkräfte finden – die große Herausforderung für kleine Handwerksbetriebe und Konzerne gleichermaßen. Ihr seid personalverantwortlich und könnt ein Lied davon singen: Gut ausgebildete Fachkräfte sind derzeit unglaublich schwer zu finden und die Situation macht sich als Bremse für Wachstum und Innovation bemerkbar. In den Medien wird viel über den Fachkräftemangel gefachsimpelt und Ursachen und Prognosen besprochen. Die Politik reagiert gefühlt nur langsam und in den Personalabteilungen bleibt die drängende Frage: Was tun gegen den akuten Fachkräftemangel? Fachlich versierte und motivierte Kolleg:innen kann man sich schließlich nicht schnitzen – oder doch? Expert:innen sind überzeugt, dass Unternehmen eine Menge tun können. Hier kommen Denkanstöße und Tipps, um dem Fachkräftemangel vorzubeugen und mit ihm umzugehen.

Ihr wollt dem Fachkräftemangel aktiv vorbeugen?

Wir beraten euch gern unverbindlich zu passenden Bildungsangeboten und Fördermöglichkeiten.


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Bildung ermöglichen.

Mitarbeitende qualifizieren: mit geförderten Weiterbildungen.

Perspektiven anbieten.

Arbeitsplätze attraktiv gestalten: mit Entwicklungschancen.

Arbeitsbedingungen verbessern.

Mitarbeitende binden und Teamkultur pflegen: mit Teambuilding.

Fachkräfte verstehen und vorbeugen.

Die Gründe für den Mangel am Arbeitsmarkt.

Frau mit Schutzbrille und Helm beim Schrauben in einer Industriehalle.

Um zu verstehen, was Unternehmen tun können, um qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen, lasst uns kurz einen Blick auf die Gründe für den Fachkräftemangel werfen. Neben dem bekanntesten Grund, der Überalterung der Gesellschaft, spielen weitere Faktoren eine Rolle:

  • Wertewandel – die junge Generation hat andere Ansprüche und Erwartungen an ihr Arbeitsleben als die der Babyboomer, die zunehmend in den Ruhestand geht.
  • Energie- und Klimakrise – der Ukrainekrieg, der Bedarf an alternativen Energiequellen und dringende Maßnahmen zum Klimaschutz haben einen zusätzlichen, akuten Bedarf an qualifizierten Fachkräften geschaffen.
  • Pandemie – Die Praktikumsmöglichkeiten für Schüler:innen waren während der Lockdown-Zeiten stark eingeschränkt. Zudem waren kleine Betriebe gezwungen, ihr Ausbildungsangebot zu reduzieren.
  • Digitalisierung – laufend entstehen neue Berufsbilder, alte wandeln sich. Qualifizierung braucht Zeit, Stellen bleiben unbesetzt.

Mit Bildung und besseren Arbeitsbedingungen gegen den Fachkräftemangel.

Schauen wir uns die Demografie der Menschen ohne Arbeit genauer an, fallen zwei große Gruppen auf: Etwa zweieinhalb Millionen junge Menschen zwischen 20 und 34 Jahren haben keinerlei Berufsabschluss. Auszubildende und Student:innen sind hier nicht enthalten. Dazu kommt die sogenannte „stille Reserve“ – eine Gruppe von etwa 1,4 Millionen überwiegend qualifizierter Arbeitskräfte, die nicht arbeitssuchend gemeldet sind, aber bereit wären, zu arbeiten, wenn die Bedingungen anders wären. Etwa 57 Prozent davon sind Frauen, viele alleinerziehend oder in Betreuungsarbeit eingebunden. Sie finden keine passenden Teilzeitjobs. Auch Menschen über 55 Jahren zählen zu dieser Gruppe potenzieller Arbeitnehmer:innen.

Fazit: Durch individuelle Qualifizierungsmaßnahmen und flexible Arbeitszeitmodelle würden beide Gruppen dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehen.

Arbeitgebende können den Fachkräftemangel abbauen – mit Förderung.

Als Unternehmen habt ihr die Möglichkeit, euer derzeitiges Personal zu qualifizieren und zu binden. Das kann eine Fortbildung, eine Weiterbildung oder auch ein Teambuilding mit Lerneffekt sein. Um euch darin zu unterstützen, trat 2019 das Qualifizierungschancengesetz, kurz QCG in Kraft. Es sorgt für Förderung der Lohnkosten und der Weiterbildungskosten, teilweise bis zu 100 Prozent. Weiterbildung ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens, und Bildungsanbieter sind in der Regel gern bereit, ausführlich und unverbindlich zu beraten und maßgeschneiderte Angebote zu konzipieren.

Mitarbeitende binden ist nachhaltig und zahlt sich aus.

Mitarbeiter:inbindung bekommt ihr mit passenden und modernen Weiterbildungsmaßnahmen gleich dazu: Zeigt doch die angebotene Entwicklungschance auch Wertschätzung gegenüber den Kolleg:innen. Je nach Format wird mit der Wissensvermittlung auch noch das Teamgefühl gestärkt. Zudem kann das Angebot einer Weiterbildung eine Stellenausschreibung attraktiver machen.

Gerade in Hinblick auf die oben erwähnten Gruppen lohnt es sich, die Bedingungen im eigenen Betrieb einmal zu überprüfen: Ein handwerklich begabter junger Mensch ohne Berufsabschluss bekommt so die Chance auf Qualifikation. Eine Person, die nach längerer Eltern- oder Pflegezeit wieder ins Berufsleben starten möchte, traut sich an die Bewerbung und erhält eine Perspektive. Der Betrieb profitiert von motivierten und loyalen Mitarbeitenden.

Alle Fragen zu Fördermöglichkeiten für die Qualifikation deiner Mitarbeitenden durch betriebliche Weiterbildung beantworten wir auf unserer Seite zum Qualifizierungschancengesetz.
Ihr wollt wissen, was es überhaupt für Bildungsangebote gibt? Dann schaut euch unsere Übersicht zur Personalentwicklung an.

Drei Personen im Meeting, alle lachen und freuen sich.

Arbeitsbedingungen sind ein entscheidender Faktor für Bewerber:innen.

In diesem Bereich steckt ebenso viel Potenzial, wie in Bildungsangeboten für gegenwärtige und zukünftige Mitarbeitende. Natürlich ist nicht jede Organsation in der Lage, Kinderbetreuung anzubieten oder von heute auf morgen auf die Vier-Tage-Woche umzustellen. Aber mit flexiblen Arbeitszeitmodellen oder der Möglichkeit, remote zu arbeiten, werden viele Jobs vorstellbar, die Alleinerziehenden derzeit unerreichbar scheinen. Das Thema Work-Life-Balance und die „Gen Z“, die jüngste Generation der Arbeitnehmenden, sind nicht ohne Grund in der öffentlichen Diskussion präsent: Jedes Jahr bleiben tausende Lehrstellen im Handwerk unbesetzt. Expert:innen attestieren der Branche ein Imageproblem. Viele Handwerksbetriebe würden von einer gründlichen, internen Revision profitieren:

  • Lassen sich Kompromisse beim sehr frühen Arbeitsbeginn machen?
  • Gibt es Benefits im Betrieb, die für Auszubildende spannend sein können?
  • Gibt es starke Hierarchien im Team? Wo können die jüngsten Kolleg:innen Verantwortung üben oder kleine Erfolge erleben?
  • Ist Jobsharing oder Teilzeit für Kolleg:innen mit Kindern oder Ältere denkbar?
  • Sind Fahrtkostenunterstützung oder ähnliche finanzielle Anreize umsetzbar?
  • Gibt es eine feste Ansprechperson für Auszubildende, die auch Kapazitäten dafür hat?

Teamspirit ist auch eine Arbeitsbedingung.

An euren Arbeitszeiten lässt sich partout nichts ändern und remote work kommt aus technischen Gründen nicht in Frage? Dann bleibt die Frage nach der Stimmung im Team. Zu den Arbeitsbedingungen gehört neben organisatorischen Themen auch eine gute Arbeitsatmosphäre. Kollegiales Miteinander, Teamspirit und das Erreichen gemeinsamer Ziele, kombiniert mit Wertschätzung und Förderung jeder Einzelnen – nichts davon lässt sich auf den ersten Blick in Zahlen ausdrücken. Dennoch hat jeder Aspekt einen Wert für eure langfristige Mitarbeiter:inbindung. Übrigens auch für das Recruiting, denn zufriedene Mitarbeitende sind glaubhafte Botschafter:innen und sprechen gern und vor allem positiv über ihren Arbeitsplatz.

Recruiting-Tipps, um Fachkräfte zu finden – trotz Fachkräftemangel.

Frau im Meeting mit Tablet in der Hand.

Ihr habt die Bedingungen im Unternehmen bestmöglich optimiert und in Sachen Weiterbildung und Arbeitsbedingungen euer Potenzial ausgeschöpft? Dann lasst es den Arbeitsmarkt wissen. Klar, eine Ausschreibung in den einschlägigen Jobbörsen gehört dazu. Aber Dank Digitalisierung geht noch mehr:

Gezielte Ansprache in den Social Media: Mit präzisem Targeting erreicht ihr eure zukünftigen Mitarbeitenden auf den Kanälen, auf denen sie entspannt Zeit verbringen – möglicherweise auch schon, bevor sie überhaupt aktiv nach Jobs suchen.

Überregional oder international suchen: Die Fachkräftelücke variiert je nach Bundesland und Branche. Die Verteilung der Arbeitskräfte in Deutschland zeigt ein starkes Ost-/West- und Nord-/Süd-Gefälle. Informiert euch, zum Beispiel beim Online-Arbeitsmarktmonitor der Agentur für Arbeit, in welcher Region der Mangel weniger ausgeprägt ist und nutzt lokale Medien. Auch eine Ausschreibung im Ausland kann Erfolg versprechen, sofern sie den Bedürfnissen der potenziellen Migrant:innen entgegenkommt.

Active Sourcing: Nutzt Berufsnetzwerke und recherchiert, wo eure Wunschkolleg:innen sind. Geht aktiv auf sie zu. Sei es auf Messen oder Events, um erfahrene Fachkräfte zu gewinnen. Oder sei es durch Vorträge und Fragestunden in Schulen, um Auszubildende zu begeistern.

Kooperationen: Wendet euch an Organisationen wie Schulen, Hochschulen, Berufsfachschulen oder sogar eure Marktbegleiter. Tauscht Wissen aus, bietet Praktika an, zeigt Präsenz auf Branchenveranstaltungen. Ihr habt eure Arbeitsbedingungen verbessert? Bravo - sprecht darüber! Ladet die Presse ein, haltet Vorträge, postet Beiträge.

Mitarbeitende einbinden: Motiviert eure Kolleg:innen, sich im Freundes- und Bekanntenkreis umzuhören. Mit einer Prämie könnt ihr eure „Botschafter:innen“ anspornen, beim Recruiting zu unterstützen. Vorausgesetzt, sie fühlen sich wohl an ihrem Arbeitsplatz.

Fachkräftemangel: Die Fakten.

Im Juni 2023 meldet die Online-Statistikplattform Statista über 770.000 offene Stellen, während knapp 2,6 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos gemeldet sind. Dennoch  gibt es – mit regionalen und branchenabhängigen Unterschieden – eine wachsende Fachkräftelücke. Das ist die Zahl der offenen Stellen, für die es rechnerisch keine passend qualifizierten Arbeitslosen gibt. Der Mangel an gut ausgebildeten Menschen ist besonders hoch in der Gastronomie, der Pflegebranche, im Handwerk und in vielen Bereichen der Logistik.

Die Agentur für Arbeit definiert alljährlich sogenannte Engpassberufe und meldete im Juni 2023 einen Anstieg der Berufe mit einem Fachkräfte-Engpass von 149 auf 200. Zu den neu aufgenommenen Engpassberufen gehören zum Beispiel Hotel- oder Gastronomieberufe, Metallbauer:innen und Busfahrer:innen.

Fazit: Es gibt weit mehr arbeitsfähige Menschen als offene Stellen, aber Qualifikation und Arbeitsbedingungen passen nicht auf die jeweiligen Anforderungen. Die beiden großen Stellschrauben, an denen auch Unternehmen drehen können, sind also Bildung und Arbeitsbedingungen.

Expertenmeinung – mit Bildung gegen den Fachkräftemangel.

Joachim Giese, Vorstand der WBS GRUPPE, ist zutiefst überzeugt, dass Bildung der Weg aus dem Fachkräftemangel ist. Auf LinkedIn teil er in inspirierenden Beiträgen seine Ideen und sorgt mit dafür, dass das Thema in der öffentlichen Wahrnehmung präsent ist.

Ihr wollt überzeugende Argumente und konkrete Beispiele? Lest seinen Beitrag "Nur mit Bildung können wir dem Fachkräftemangel erfolgreich begegnen" und holt euch Denkanstöße und Lösungsansätze zum Arbeitsmarktthema No.1.

Joachim Giese - Bildung der Weg aus dem Fachkräftemangel

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Eure ausgezeichnete Bildungspartnerin.

Weiterbildungen und Umschulungen mit Gütesiegel: Die Zufriedenheit unserer Teilnehmer:innen hat bei WBS TRAINING höchste Priorität. Das bezeugen auch unsere Auszeichnungen. Aus 20.000 Anbieter:innen von Erwachsenenbildung wurde WBS TRAINING bereits mehrere Jahre in Folge mit dem Siegel „Top Anbieter für Weiterbildung“ (FOCUS-BUSINESS) ausgezeichnet und befindet sich unter „Deutschlands digitalen Vorreitern“ (F.A.Z.). Zudem führen wir regelmäßig selbstständig Teilnehmerbefragungen durch. Alles mit dem Ziel, dir ein qualitativ hochwertiges Bildungserlebnis zu bieten.

F.A.Z. Siegel "exzellente Nachhaltigkeit"

Wir für Mensch und Umwelt.

Für WBS TRAINING stehen nicht nur wirtschaftliche Interessen im Vordergrund, sondern vor allem der Mensch und unsere Umwelt. Dafür setzen wir uns täglich ein – mit der Schaffung von Transparenz, ökologischer Nachhaltigkeit und gelebter Solidarität gegenüber unserer Kundschaft, Mitarbeitenden und Partner:innen. Alle unsere Standorte beziehen beispielsweise 100 Ökostrom. Unsere vom F.A.Z.-Institut ausgezeichneten Maßnahmen für das Gemeinwohl dokumentieren wir in unserer Gemeinwohl-Bilanz.